Leichtathletik-Europameisterschaften 2018/4 × 400 m der Frauen - Wikiwand
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Leichtathletik-Europameisterschaften 2018/4 × 400 m der Frauen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Disziplin 4 × 400 m Staffel der Frauen
Stadt DeutschlandDeutschland Berlin
Ort Olympiastadion Berlin
Teilnehmerinnen 16 Staffeln mit 71 Athletinnen
Wettkampfphase 10. August 2018 (Vorläufe)
11. August 2018 (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Gold
PolenPolen Polen
Silber
FrankreichFrankreich Frankreich
Bronze
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien

Der 4-mal-400-Meter-Staffel der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 fand am 10. und 11. August im Olympiastadion in der deutschen Hauptstadt Berlin statt.

Den Europameistertitel gewann Polen in der Besetzung Małgorzata Hołub-Kowalik, Iga Baumgart-Witan, Patrycja Wyciszkiewicz und Justyna Święty-Ersetic sowie den im Vorlauf außerdem eingesetzten Natalia Kaczmarek und Martyna Dąbrowska.
Die Staffel aus Frankreich errang die Silbermedaille mit Elea Mariama Diarra, Déborah Sananes, Agnès Raharolahy und Floria Gueï sowie der im Vorlauf außerdem eingesetzten Estelle Perrossier.
Bronze ging an das britische Team mit Zoey Clark, Anyika Onuora, Amy Allcock und Eilidh Doyle sowie den im Vorlauf außerdem eingesetzten Finette Agyapong, Mary Abichi und Emily Diamond.

Auch die im Vorlauf für die Medaillengewinnerinnen eingesetzten Läuferinnen erhielten entsprechendes Edelmetall.

Rekorde

WR SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
(Tazzjana Ljadouskaja, Olga Nasarowa, Marija Pinigina, Olha Bryshina)
3:15,17 min Olympische Sommerspiele in Seoul, Südkorea 1. Oktober 1988
ER
CR Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
(Kirsten Emmelmann, Sabine Busch, Petra Müller, Marita Koch)
41,68 s EM in Stuttgart, BR Deutschland (heute Deutschland) 31. August 1986
4 × 400 m Staffel: Zweiter Wechsel
4 × 400 m Staffel: Zweiter Wechsel

Vorläufe

Aus den beiden Vorläufen qualifizierten sich die jeweils drei Ersten jedes Laufes – hellblau unterlegt – und zusätzlich die beiden Zeitschnellsten – hellgrün unterlegt – für das Finale.

Lauf 1

10. August 2018, 13:40 Uhr MESZ

Platz Bahn Land Athletinnen Zeit (min)
1 3 ItalienItalien Italien 3:27,63 SB
2 4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 3:28,12
3 5 DeutschlandDeutschland Deutschland 3:31,77 SB
4 2 SlowakeiSlowakei Slowakei 3:32,11 SB
5 6 SchweizSchweiz Schweiz
  • Fanette Humair
  • Robine Schürmann
  • Rachel Pellaud
  • Yasmin Giger
3:32,86
6 7 SpanienSpanien Spanien
  • Laura Bueno
  • Herminia Parra
  • Carmen Sánchez
  • Aauri Bokesa
3:33,18
7 1 PortugalPortugal Portugal 3:33,35 SB
8 8 IrlandIrland Irland
  • Sinéad Denny
  • Sophie Becker
  • Davicia Patterson
  • Claire Mooney
3:35,96 SB

Lauf 2

10. August 2018, 13:51 Uhr MESZ

Platz Bahn Land Athletinnen Zeit (min)
1 4 PolenPolen Polen 3:28,52
2 5 FrankreichFrankreich Frankreich 3:28,61
3 6 BelgienBelgien Belgien 3:30,62
4 7 RumänienRumänien Rumänien 3:31,95 SB
5 1 SchwedenSchweden Schweden
  • Matilda Hellqvist
  • Moa Hjelmer
  • Josefin Magnusson
  • Lisa Duffy
3:32,61 SB
6 8 GriechenlandGriechenland Griechenland
  • Anna Vasiliou
  • Despina Mourta
  • Evangelia Zigori
  • Irini Vasiliou
3:34,69
7 2 LitauenLitauen Litauen 3:37,73
DSQ 3 UkraineUkraine Ukraine IAAF Rule 170.7 – Wechselfehler[1]

Finale

11. August 2018, 21:50 Uhr MESZ

Im Finale gab es folgende Besetzungsänderungen:

  • Polen – Iga Baumgart-Witan und Justyna Święty-Ersetic ersetzten Natalia Kaczmarek und Martyna Dąbrowska
  • Frankreich – Floria Gueï lief anstelle von Estelle Perrossier
  • Großbritannien – Anyika Onuora, Amy Allcock und Eilidh Doyle ersetzten Finette Agyapong, Mary Abichi und Emily Diamond
  • Frankreich – Laura Müller lief anstelle von Corinna Schwab

Der Ausgang dieser Staffel war offen. Das stärkste europäische Team der letzten Jahre war Großbritannien. Die Britinnen waren die Vizeweltmeisterinnen von 2017, die Olympiadritten von 2016 und auch die Europameisterinnen von 2016. Sie hatten allerdings mit den Polinnen sehr starke Gegnerinnen. Im 400-Meter-Einzelfinale hier in Berlin war die Polin Justyna Święty-Ersetic Europameisterin geworden. Außerdem hatte mit Iga Baumgart-Witan eine zweite Polin im Finale gestanden und dort den fünften Platz belegt.

Das Rennen war wie erwartet sehr eng. Nach dem ersten Wechsel führte Frankreich vor Deutschland, Großbritannien und Polen. Aber auch Belgien und Italien hatten noch Kontakt zu den führenden Teams. Mit einem starken Finish brachte Baumgart-Witan Polen vor dem zweiten Wechsel an die Spitze. Es folgte Großbritannien vor Frankreich, Italien, Deutschland und Belgien. Diese sechs Mannschaften lagen auch auf der Gegengeraden der dritten Runde noch dicht hintereinander. Die Belgierinnen verbesserten sich hier vor Deutschland auf den fünften Platz. Auf der Zielgeraden setzte sich die Polin Patrycja Wyciszkiewicz leicht von ihren Konkurrentinnen ab. Frankreich, Italien und Großbritannien wechselten hinter Polen. Knapp dahinter folgte Belgien, während Deutschland hier den Anschluss verlor.

Schnell schlossen Floria Gueï für Frankreich, Libania Grenot für Italien und Eilidh Doyle für Großbritannien zur polnischen Schlussläuferin Święty-Ersetic auf. Auch die Belgierin Camille Laus folgte dicht dahinter. Auf der Gegengeraden setzte sich Gueï sogar an die Spitze. Doyle zog dahinter an Grenot vorbei an die dritte Position. So ging es in die Zielkurve. Zu Beginn der Zielgeraden setzten sich die drei führenden Staffeln aus Frankreich, Polen und Großbritannien ein wenig von Italien und Belgien ab. Die Einzeleuropameisterin Święty-Ersetic eroberte mit dem besten Stehvermögen die Spitzenposition für ihr Team zurück und Polen wurde Europameister. Gueï verteidigte den zweiten Platz gegen Doyles Angriffe. So gewann Frankreich die Silbermedaille, die Britinnen wurden Dritte. Die belgische Schlussläuferin Camille Laus eroberte den vierten Platz, Italien belegte Rang fünf. Die deutsche Staffel erreichte den sechsten Platz vor Rumänien und der Slowakei.

Auf der zweiten Runde (v. l. n. r.): Ayomide Folorunso, Italien / Hanne Claes, Belgien / Iga Baumgart-Witan, Polen / Anyika Onuora, Großbritannien / Laura Müller, Deutschland / Déborah Sananes, Frankreich
Auf der zweiten Runde (v. l. n. r.): Ayomide Folorunso, Italien / Hanne Claes, Belgien / Iga Baumgart-Witan, Polen / Anyika Onuora, Großbritannien / Laura Müller, Deutschland / Déborah Sananes, Frankreich
Schlussrunde (v. l. n. r.): Camille Laus, Belgien / Libania Grenot, Italien / Eilidh Doyle, Großbritannien / Justyna Święty-Ersetic, Polen / Floria Gueï, Frankreich
Schlussrunde (v. l. n. r.): Camille Laus, Belgien / Libania Grenot, Italien / Eilidh Doyle, Großbritannien / Justyna Święty-Ersetic, Polen / Floria Gueï, Frankreich
Platz Bahn Land Athletinnen Zeit (min)
5 PolenPolen Polen

im Vorlauf außerdem:

3:26,59
4 FrankreichFrankreich Frankreich

im Vorlauf außerdem:

  • Estelle Perrossier
3:27,17
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien

im Vorlauf außerdem:

3:27,40
4 8 BelgienBelgien Belgien 3:27,69 NR
5 3 ItalienItalien Italien 3:28,62
6 7 DeutschlandDeutschland Deutschland

im Vorlauf außerdem:

3:30,33 SB
7 1 RumänienRumänien Rumänien 3:32,15
8 2 SlowakeiSlowakei Slowakei 3:32,22

Weblinks und Quellen

Video

Einzelnachweise

  1. Wettkampfregeln der IAAF, Seite 99 (PDF), abgerufen am 19. Januar 2019
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