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Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1997/10.000 m der Männer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

6. Leichtathletik-Weltmeisterschaften
Disziplin 10.000-Meter-Lauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 33 Athleten aus 22 Ländern
Austragungsort GriechenlandGriechenland Athen
Wettkampfort Olympiastadion
Wettkampfphase 3. August (Vorläufe)
6. August (Finale)
Medaillengewinner
Haile Gebrselassie (Athiopien 1996
 ETH)
Paul Tergat (Kenia
 KEN)
Salah Hissou (MarokkoMarokko MAR)
Das Athener Olympiastadion im Jahr 2014
Das Athener Olympiastadion im Jahr 2014

Der 10.000-Meter-Lauf der Männer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1997 wurde am 3. und 6. August 1997 im Olympiastadion der griechischen Hauptstadt Athen ausgetragen.

Seinen dritten Titel in Folge errang der äthiopische Olympiasieger von 1996 Haile Gebrselassie, der 1993 auch Vizeweltmeister über 5000 Meter war. Den zweiten Rang belegte sein kenianischer Dauerrivale Paul Tergat, der 1995 WM-Dritter und 1996 Olympiazweiter war. Bronze ging an den marokkanischen Olympiadritten von 1996 Salah Hissou.

Hier gab es auf den ersten drei Plätzen dieselbe Rangfolge wie ein Jahr zuvor bei den Olympischen Spielen. Weltmeister Haile Gebrselassie legte die erste Streckenhälfte in 13:59,5 min, die zweite dann in 13:25,1 min zurück. Den letzten Kilometer lief er in 2:30,7 min, die letzten vierhundert Meter in 56,0 s. Der zweitplatzierte Paul Tergat erzielte auf der letzten Runde sogar 55,2 s, doch sein Rückstand war vorher schon zu groß, um den enteilten Äthiopier noch zu gefährden.

Bestehende Rekorde

Weltrekord 26:31,32 min Athiopien 1996
 Haile Gebrselassie
Oslo, Norwegen 4. Juni 1997[1]
Weltmeisterschaftsrekord 27:12,95 min Athiopien 1991
 Haile Gebrselassie
WM 1995 in Göteborg, Schweden 8. August 1995

Der bestehende WM-Rekord wurde bei diesen Weltmeisterschaften nicht eingestellt und nicht verbessert.

Agustín Morán aus Panama stellte mit 30:12,32 min einen neuen Landesrekord auf.

Vorrunde

Die Vorrunde wurde in zwei Läufen durchgeführt. Die ersten acht Athleten pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus vier zeitschnellsten Läufer – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Viertelfinale.

Unklar bleibt der Grund für die ungleichgewichtige Verteilung der Teilnehmer auf die beiden Vorläufe. Im ersten Rennen starteten vierzehn Läufer, im zweiten waren es zwanzig.

Vorlauf 1

3. August 1997, 22:25 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min)
1 Domingos Castro PortugalPortugal Portugal 28:07,04
2 Mohammed Mourhit BelgienBelgien Belgien 28:12,02
3 Saïd Bérioui MarokkoMarokko Marokko 28:12,33
4 Carsten Eich DeutschlandDeutschland Deutschland 28:12,46
5 Paul Koech Kenia
 Kenia
28:13,24
6 Assefa Mezgebu Athiopien 1996
 Äthiopien
28:13,95
7 Paul Tergat Kenia
 Kenia
28:13,98
8 Salah Hissou MarokkoMarokko Marokko 28:15,09
9 José Ramos PortugalPortugal Portugal 28:20,06
10 Carlos de la Torre SpanienSpanien Spanien 28:20,50
11 Toshiyuki Hayata JapanJapan Japan 28:27,97
12 Dan Middleman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 28:56,76
13 Marco Antonio Condori BolivienBolivien Bolivien 29:51,24
14 Agustín Morán PanamaPanama Panama 30:12,32 NR

Vorlauf 2

3. August 1997, 23:00 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min)
1 Haile Gebrselassie Athiopien 1996
 Äthiopien
27:55,36
2 Habte Jifar Athiopien 1996
 Äthiopien
27:55,71
3 Dominic Kirui Kenia
 Kenia
27:56,62
4 Abderrahim Zitouna MarokkoMarokko Marokko 27:57,11
5 Darren Wilson AustralienAustralien Australien 27:57,54
6 Kamiel Maase NiederlandeNiederlande Niederlande 27:57,78
7 Julio Rey SpanienSpanien Spanien 28:03,36
8 Hendrick Ramaala SudafrikaSüdafrika Südafrika 28:05,70
9 Toshinari Takaoka JapanJapan Japan 28:07,36
10 Stefano Baldini ItalienItalien Italien 28:07,81
11 Tendai Chimusasa SimbabweSimbabwe Simbabwe 28:14,03
12 Mohamed Ezzher FrankreichFrankreich Frankreich 28:47,48
13 João N'Tyamba AngolaAngola Angola 29:38,92
14 Bradley Barquist Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 29:43,01
15 Margarito Zamora MexikoMexiko Mexiko 29:52,03
16 Panayotis Charamis GriechenlandGriechenland Griechenland 30:08,60
17 Georges Richmond Franzosisch-PolynesienFranzösisch-Polynesien Französisch-Polynesien 31:48,17
DNF Carlos Patrício PortugalPortugal Portugal
Zoltán Káldy UngarnUngarn Ungarn

Finale

Haile Gebrselassie (hier beim Vienna City Marathon 2011) mit seinem dritten WM-Sieg in Folge, dazwischen gab es 1996 noch einen Olympiasieg – viele weitere Erfolge lagen noch vor ihm
Haile Gebrselassie (hier beim Vienna City Marathon 2011) mit seinem dritten WM-Sieg in Folge, dazwischen gab es 1996 noch einen Olympiasieg – viele weitere Erfolge lagen noch vor ihm

6. August 1997, 20:35 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min)
1 Haile Gebrselassie Athiopien 1996
 Äthiopien
27:24,58
2 Paul Tergat Kenia
 Kenia
27:25,62
3 Salah Hissou MarokkoMarokko Marokko 27:28,67
4 Paul Koech Kenia
 Kenia
27:30,39
5 Assefa Mezgebu Athiopien 1996
 Äthiopien
27:32,48
6 Domingos Castro PortugalPortugal Portugal 27:36,52
7 Habte Jifar Athiopien 1996
 Äthiopien
28:00,29
8 Julio Rey SpanienSpanien Spanien 28:07,06
9 Stefano Baldini ItalienItalien Italien 28:11,97
10 Darren Wilson AustralienAustralien Australien 28:20,16
11 Kamiel Maase NiederlandeNiederlande Niederlande 28:23,20
12 Dominic Kirui Kenia
 Kenia
28:28,13
13 Abderrahim Zitouna MarokkoMarokko Marokko 28:29,09
14 Hendrick Ramaala SudafrikaSüdafrika Südafrika 28:33,48
15 Tendai Chimusasa SimbabweSimbabwe Simbabwe 28:55,29
16 Carsten Eich DeutschlandDeutschland Deutschland 28:59,34
17 Saïd Bérioui MarokkoMarokko Marokko 29:22,05
18 José Ramos PortugalPortugal Portugal 29:49,00
DNS Toshinari Takaoka JapanJapan Japan
Mohammed Mourhit BelgienBelgien Belgien
  • Vizeweltmeister Paul Tergat (Foto: 2007), 1995 war er WM-Dritter und 1996 Olympiazweiter – als großer Gegenspieler von Haile Gebrselassie blieb er immer hinter dem Äthiopier
    Vizeweltmeister Paul Tergat (Foto: 2007), 1995 war er WM-Dritter und 1996 Olympiazweiter – als großer Gegenspieler von Haile Gebrselassie blieb er immer hinter dem Äthiopier
  • Paul Koech, amtierender Afrikameister, belegte Rang vier
    Paul Koech, amtierender Afrikameister, belegte Rang vier
  • Assefa Mezgebu (in Grün) kam auf den fünften Platz
    Assefa Mezgebu (in Grün) kam auf den fünften Platz
  • Stefano Baldini, später sehr erfolgreich als Marathonläufer, erreichte Platz neun
    Stefano Baldini, später sehr erfolgreich als Marathonläufer, erreichte Platz neun
  • Der elftplatzierte Kamiel Maase
    Der elftplatzierte Kamiel Maase
  • Hendrick Ramaala (hier beim Berlin-Marathon 2011) wurde Vierzehnter
    Hendrick Ramaala (hier beim Berlin-Marathon 2011) wurde Vierzehnter

Video

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. IAAF Weltrekorde. 10.000 m Männer auf rekorde-im-sport.de, abgerufen am 16. Juni 2020
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