Olympische Sommerspiele 1948/Leichtathletik – Diskuswurf (Frauen) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 1948/Leichtathletik – Diskuswurf (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Diskuswurf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 21 Athletinnen aus 11 Ländern
Wettkampfort Wembley-Stadion
Wettkampfphase 30. Juli 1948
Medaillengewinnerinnen
Micheline Ostermeyer (Frankreich 1946
 FRA)
Edera Gentile (ItalienItalien ITA)
Jacqueline Mazéas (Frankreich 1946
 FRA)
Edera Gentile (später Cordiale), Silbermedaillengewinnerin für Italien
Edera Gentile (später Cordiale), Silbermedaillengewinnerin für Italien
Jadwiga Wajs (POL): Nach Bronze in Los Angeles und Silber in Berlin nun Platz 4
Jadwiga Wajs (POL): Nach Bronze in Los Angeles und Silber in Berlin nun Platz 4
Die Italienerin Gabre Gabric erreichte Rang 17
Die Italienerin Gabre Gabric erreichte Rang 17

Der Diskuswurf der Frauen bei den Olympischen Spielen 1948 in London wurde am 30. Juli 1948 im Wembley-Stadion ausgetragen. 21 Athletinnen nahmen teil. Das Finale war die erste Entscheidung in der Leichtathletik in London.

Olympiasiegerin wurde die Französin Micheline Ostermeyer. Sie gewann vor der Italienerin Edera Gentile und der Französin Jacqueline Mazéas.

Bestehende Rekorde

Durchführung des Wettbewerbs

Die Teilnehmerinnen traten am 30. Juli zum Wettkampf an. Auf eine Qualifikationsrunde wurde verzichtet.

Endergebnis

30. Juli 1948, 15.30 Uhr[3]

Anmerkung: Nur die Bestweite ist überliefert. Die Reihenfolge und Weiten der Versuche sind unbekannt.

In Abwesenheit der sowjetischen Sportlerinnen, insbesondere der Europameisterin Nina Dumbadse, gelang der Französin Micheline Ostermeyer der Sieg in einem Wettkampf, dessen Siegesweite fast sieben Meter kürzer war als der Weltrekord. Auch Gisela Mauermayers olympischer Rekord wurde bei weitem nicht erreicht. Die Siegerin Micheline Ostermeyer wäre mit ihrer Leistung 1936 in Berlin Dritte geworden.[4] In einem Filmbeitrag erzählt sie, dass sie erst wenige Wochen vor den Spielen in London einen Diskus in die Hand genommen habe. Im französischen Team wurde eine dritte Werferin für diese Disziplin gesucht und Ostermeyer errang diesen Platz. Umso erstaunlicher ist es, dass sie mit ihrem letzten Wurf die olympische Goldmedaille gewann.[5]

Alle Medaillengewinnerinnen gewannen die ersten Medaillen ihrer Länder in dieser Disziplin.

Platz Name Nation Bestweite Anmerkung
1 Micheline Ostermeyer Frankreich 1946
 Frankreich
41,92 m
2 Edera Gentile ItalienItalien Italien 41,17 m
3 Jacqueline Mazéas Frankreich 1946
 Frankreich
40,47 m
4 Jadwiga Wajs Polen 1944
 Polen
39,30 m
5 Lotte Haidegger OsterreichÖsterreich Österreich 38,81 m
6 Ans Panhorst-Niesink NiederlandeNiederlande Niederlande 38,74 m
7 Majken Åberg SchwedenSchweden Schweden 38,48 m
8 Ingeborg Mello ArgentinienArgentinien Argentinien 38,44 m
9 Frieda Tiltsch OsterreichÖsterreich Österreich 37,19 m
10 Paulette Veste Frankreich 1946
 Frankreich
36,84 m
11 Frances Kaszubski Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 36,50 m
12 Gudrun Arenander SchwedenSchweden Schweden 36,25 m
13 Nel Roos-Lodder NiederlandeNiederlande Niederlande 36,15 m
14 Bevis Reid Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 35,84 m
15 Marianne Schläger OsterreichÖsterreich Österreich 34,79 m
16 Dorothy Dodson Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 34,69 m
17 Gabre Gabric ItalienItalien Italien 34,17 m
18 Pak Bong-sik Korea Sud 1948
 Südkorea
33,80 m
19 Margaret Birtwistle Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 33,02 m
20 Elspeth Whyte Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 32,46 m
21 Julija Matej Jugoslawien
 Jugoslawien
30,25 m

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 49

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 647 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 49
  3. Offizieller Bericht "Athletic Timetable" S. 240, engl. (PDF)
  4. SportsReference (engl.)
  5. Micheline Ostermeyer : del piano al podio olímpico, veröffentlicht am 28. Juli 2016 auf youtube.com, abgerufen am 24. August 2017
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