Olympische Sommerspiele 1948/Leichtathletik – Diskuswurf (Männer) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 1948/Leichtathletik – Diskuswurf (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Diskuswurf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 28 Athleten aus 18 Ländern
Wettkampfort Wembley-Stadion
Wettkampfphase 2. August 1948
Medaillengewinner
Adolfo Consolini (ItalienItalien ITA)
Giuseppe Tosi (ItalienItalien ITA)
Fortune Gordien (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA)

Der Diskuswurf der Männer bei den Olympischen Spielen 1948 in London wurde am 2. August 1948 im Wembley-Stadion ausgetragen. 28 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der Italiener Adolfo Consolini vor seinem Landsmann Giuseppe Tosi. Bronze ging an den US-Amerikaner Fortune Gordien.

Bestehende Rekorde

Durchführung des Wettbewerbs

Die Teilnehmer traten am 2. August zu einer Qualifikationsrunde an. Als Qualifikationsweite waren 46,00 Meter gefordert. Alle Athleten, die diese Weite schafften, qualifizierten sich für das Finale am gleichen Tag. Sollten weniger als 12 Athleten die Weite geschafft haben, wurde das Finalfeld auf Grundlage der Weiten auf 12 Werfer aufgefüllt.

Emilio Malchiodi (ARG), Südamerikameister von 1945, scheiterte in der Qualifikation
Emilio Malchiodi (ARG), Südamerikameister von 1945, scheiterte in der Qualifikation

Qualifikation

2. August 1948, 11.00 Uhr[2]

Anmerkung: Die direkt qualifizierten Athleten sind hellblau unterlegt. Die Qualifikanten, die die geforderte Weite nicht schafften, sich aber trotzdem qualifizieren konnten, sind hellgrün unterlegt. Nur die Bestweite ist überliefert. Die Reihenfolge und Weiten der weiteren Versuche in der Qualifikation sind unbekannt.

Platz Name Nation Weite Anmerkung
1 Adolfo Consolini ItalienItalien Italien 51,08 m OR
2 Giuseppe Tosi ItalienItalien Italien 50,56 m
3 Fortune Gordien Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 48,40 m
4 Veikko Nyqvist FinnlandFinnland Finnland 47,75 m
5 Ivar Ramstad NorwegenNorwegen Norwegen 47,34 m
6 Nikolaos Syllas Königreich Griechenland
 Griechenland
47,03 m
7 Ferenc Klics Ungarn 1946
 Ungarn
46,65 m
8 Stein Johnson NorwegenNorwegen Norwegen 46,54 m
9 Uno Fransson SchwedenSchweden Schweden 45,99 m
10 Hermann Tunner OsterreichÖsterreich Österreich 45,92 m
11 Eduardo Julve Peru 1825
 Peru
45,86 m
12 Arvo Huutoniemi FinnlandFinnland Finnland 44,77 m
13 Bill Burton Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 43,78 m
14 Félix Erauzquin Spanien 1945
 Spanien
43,66 m
15 Giorgio Oberweger ItalienItalien Italien 43,13 m
16 Danilo Žerjal Jugoslawien
 Jugoslawien
43,07 m
17 Manuel Consiglieri Peru 1825
 Peru
43,01 m
18 Emilio Malchiodi ArgentinienArgentinien Argentinien 42,98 m
19 James Nesbitt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 42,09 m
20 Vic Frank Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 42,00 m
21 Jack Brewer Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 41,95
22 Cummin Clancy IrlandIrland Irland 40,73 m
23 Eric Coy Kanada 1921
 Kanada
39,53 m
24 Roger Verhaes BelgienBelgien Belgien 39,14 m
25 Laurence Reavell-Carter Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 38,04 m
26 Nazar Muhammad Khan Malik PakistanPakistan Pakistan 36,23 m
26 Ahmed Zahur Khan PakistanPakistan Pakistan 36,23 m
ogV An Yeong-han Korea Sud 1948
 Südkorea

Finale

Olympiasieger Adolfo Consolini (ITA)
Olympiasieger Adolfo Consolini (ITA)
Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Bestweite Anmerkung
1 Adolfo Consolini ItalienItalien Italien 49,67 m 52,78 m 47,94 m x 50,51 m 50,43 m 52,78 m OR
2 Giuseppe Tosi ItalienItalien Italien 51,78 m 48,81 m 50,11 m 50,09 m x 51,18 m 51,78 m
3 Fortune Gordien Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 47,95 m 49,20 m 50,77 m x 48,74 m x 50,77 m
4 Ivar Ramstad NorwegenNorwegen Norwegen 49,21 m
5 Ferenc Klics Ungarn 1946
 Ungarn
48,21 m
6 Veikko Nyqvist FinnlandFinnland Finnland 47,33 m
7 Nikolaos Syllas Königreich Griechenland
 Griechenland
47,25 m
8 Stein Johnson NorwegenNorwegen Norwegen 46,54 m
9 Arvo Huutoniemi FinnlandFinnland Finnland 45,28 m
10 Uno Fransson SchwedenSchweden Schweden 45,25 m
11 Hermann Tunner OsterreichÖsterreich Österreich 44,43 m
12 Eduardo Julve Peru 1825
 Peru
44,05 m

2. August 1948, 15.30 Uhr[3]

Anmerkung: Die Versuchsserien sind nur für die Medaillengewinner bekannt. Bei den anderen Finalisten sind nur die Bestweiten übermittelt.

Weltrekordler Bob Fitch hatte die beiden Italiener Adolfo Consolini, amtierender Europameister, und Giuseppe Tosi, Vizeeuropameister, im Jahr 1947 bezwungen. Aber dann beendete Fitch seine Karriere. Für den Wettbewerb in London gab es nun drei Favoriten: die beiden Italiener Consolini und Tosi sowie den US-Amerikaner Fortune Gordien, der im Olympiajahr bereits über 54 m geworfen hatte. Schon in der Qualifikation setzte Consolini mit einem Olympiarekord von 51,08 m ein Zeichen. Im Finale verbesserte Tosi den Rekord im ersten Versuch auf 51,78 m. Consolini konterte im zweiten Durchgang mit 52,78 m und gewann damit die Goldmedaille. Tosi gelangen noch drei weitere Würfe über 50 Meter, er konnte jedoch nicht mehr zulegen. Gordien konnte nicht ganz an seine Bestform anknüpfen, gewann aber mit respektablen 50,77 m die Bronzemedaille.[4][5]

Consolini gewann den Diskuswurf als erster Italiener.
Die Bronzemedaille des US-Werfers Fortune Gordien war die 19. von 33 möglichen für die USA.

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 37f

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 557 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Offizieller Bericht "Athletic Timetable" S. 240, engl. (PDF)
  3. Offizieller Bericht "Athletic Timetable" S. 240, engl. (PDF)
  4. SportsReference (engl.)
  5. Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 37f
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