Olympische Sommerspiele 1960/Leichtathletik – 400 m Hürden (Männer) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 1960/Leichtathletik – 400 m Hürden (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 400-Meter-Hürdenlauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 34 Athleten aus 23 Ländern
Wettkampfort Stadio Olimpico
Wettkampfphase 31. August 1960 (Vorläufe)
1. September 1960 (Halbfinale)
2. September 1960 (Finale)
Medaillengewinner
Glenn Davis (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Clifton Cushman (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Dick Howard (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)

Der 400-Meter-Hürdenlauf der Männer bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom wurde vom 31. August bis zum 2. September 1960 im Stadio Olimpico ausgetragen. 34 Athleten nahmen teil.

Für die US-Mannschaft gab es einen Dreifacherfolg zu feiern. Titelverteidiger Glenn Davis gewann vor Clifton Cushman und Dick Howard.

Während Athleten aus Österreich und Liechtenstein nicht teilnahmen, gingen drei Deutsche und ein Schweizer an den Start. Wolfgang Fischer scheiterte schon in seinem Vorlauf, Willi Matthias erreichte das Halbfinale, Helmut Janz konnte ebenso wie der Schweizer Bruno Galliker bis ins Finale vorstoßen. Hier wurde Janz mit 15 Hundertstelsekunden Rückstand auf den Bronzerang Vierter. Galliker beendete das Finale als Sechster.

Bestehende Rekorde

Weltrekord 49,2 s Glenn Davis (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) Budapest, Ungarn 6. August 1958[1]
Olympischer Rekord 50,1 s Eddie Southern (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA) Halbfinale von Melbourne, Australien 23. November 1956
Glenn Davis (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA) Finale von Melbourne, Australien 24. November 1956

Durchführung des Wettbewerbs

Die Athleten traten am 31. August zu sechs Vorläufen an. Pro Vorlauf qualifizierten sich die jeweils zwei Laufbesten für das Halbfinale am 1. September en. Zusätzlich kamen noch die folgenden zwei Zeitschnellsten eine Runde weiter. Aus dem Halbfinale erreichten dann die jeweils schnellsten drei Läufer das Finale am 2. September.

Anmerkung: Die direkt qualifizierten Athleten sind hellblau, die folgenden zeitschnellsten Läufer hellgrün unterlegt.

Zeitplan

31. August, 15.00 Uhr: Vorläufe
1. September, 16.15 Uhr: Halbfinale
2. September, 16.00 Uhr: Finale[2]

Vorläufe

Datum: 31. August 1960, ab 15.00 Uhr[3]

Vorlauf 1

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Bruno Galliker SchweizSchweiz Schweiz 51,0 s 51,20 s
2 Dick Howard Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 51,2 s 51,32 s
3 Anubes da Silva Brasilien 1960
 Brasilien
52,1 s 52,25 s
4 Max Boyes Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 52,1 s 52,32 s
5 Wiesław Król Polen 1944
 Polen
52,4 s 52,52 s
6 Mohamed Zouaki MarokkoMarokko Marokko 52,5 s 55,65 s

Vorlauf 2

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Jan Gulbrandsen NorwegenNorwegen Norwegen 52,2 s 52,39 s
2 Glenn Davis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 52,2 s 52,41 s
3 Arnold Mazulewitsch Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
52,9 s 53,00 s
4 George Shepherd Kanada 1957
 Kanada
53,0 s 53,05 s
5 Marcel Lambrechts BelgienBelgien Belgien 53,5 s 53,67 s

Vorlauf 3

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Clifton Cushman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 51,8 s 51,98 s
2 Willi Matthias Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
52,1 s 52,23 s
3 Keiji Ogushi Japan 1870
 Japan
52,4 s 52,58 s
4 Chris Goudge Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 52,6 s 52,75 s
5 Muhammad Yaqub PakistanPakistan Pakistan 52,8 s 52,91 s
6 Mongi Soussi Zarrouki TunesienTunesien Tunesien 54,3 s 54,34 s

Vorlauf 4

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Georgi Tschewitschalow Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
51,8 s 51,97 s
2 Salvatore Morale ItalienItalien Italien 52,0 s 52,13 s
3 Per-Owe Trollsås SchwedenSchweden Schweden 52,3 s 52,49 s
4 Wolfgang Fischer Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
53,2 s 53,35 s
5 Dimitrios Skourtis Königreich Griechenland
 Griechenland
53,7 s 53,85 s

Vorlauf 5

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Helmut Janz Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
51,1 s 51,30 s
2 Bartonjo Rotich Britisch-Ostafrika
 Kenia
51,2 s 51,39 s
3 Jussi Rintamäki FinnlandFinnland Finnland 51,5 s 51,70 s
4 Elio Catola ItalienItalien Italien 51,8 s 51,94 s
5 Fahir Özgüden TurkeiTürkei Türkei 55,3 s 55,43 s
6 Nazzar Al-Jamali Irak 1959–1963Irak 1959–1963 Irak 58,0 s k. A.

Vorlauf 6

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 John Metcalf Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 52,1 s 52,24 s
2 Moreno Martini ItalienItalien Italien 52,1 s 52,26 s
3 Boris Kriunow Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
52,5 s 52,66 s
4 Víctor Maldonado Venezuela 1954
 Venezuela
52,6 s 52,79 s
5 Zdzisław Kumiszcze Polen 1944
 Polen
53,3 s 53,47 s
6 Li Po-Ting Taiwan
 Taiwan
54,1 s 54,23 s

Halbfinale

Datum: 1. September 1960, ab 16.15 Uhr[4]

Lauf 1

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Glenn Davis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 51,1 s 51,20 s
2 Jussi Rintamäki FinnlandFinnland Finnland 51,1 s 51,20 s
3 Helmut Janz Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
51,4 s 51,55 s
4 Georgi Tschewitschalow Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
52,0 s 52,14 s
5 Elio Catola ItalienItalien Italien 52,3 s 52,44 s
6 Jan Gulbrandsen NorwegenNorwegen Norwegen 52,4 s 52,56 s
7 Moreno Martini ItalienItalien Italien 52,4 s 52,57 s

Lauf 2

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Clifton Cushman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 50,8 s 50,89 s
2 Dick Howard Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 50,8 s 50,91 s
3 Bruno Galliker SchweizSchweiz Schweiz 51,3 s 51,47 s
4 Salvatore Morale ItalienItalien Italien 51,3 s 51,48 s
5 Bartonjo Rotich Britisch-Ostafrika
 Kenia
51,8 s 51,97 s
6 Willi Matthias Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
51,8 s 51,95 s
7 John Metcalf Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 52,5 s 52,72 s

Finale

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Glenn Davis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 49,3 s 49,51 s OR
2 Clifton Cushman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 49,6 s 49,77 s
3 Dick Howard Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 49,7 s 49,90 s
4 Helmut Janz Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
49,9 s 50,05 s
5 Jussi Rintamäki FinnlandFinnland Finnland 50,8 s 50,98 s
6 Bruno Galliker SchweizSchweiz Schweiz 51,0 s 51,11 s

Datum: 2. September 1960, 16.00 Uhr[4]

Glenn Davis, Olympiasieger 1956, Weltrekordhalter und US-Meister, war der Topfavorit. Sein damals größter Widersacher, der Südafrikaner Gert Potgieter, konnte verletzungsbedingt in Rom nicht antreten.

Im Finale legten der US-Amerikaner Richard Howard und der Deutsche Helmut Janz vom Start weg ein hohes Tempo vor und lagen bis zur Hälfte des Rennens vorn. Davis war allerdings nur knapp zurück. Im Gegensatz dazu lief der dritte US-Amerikaner Clifton Cushman schon fast aussichtslos hinterher. Noch zu Beginn der Zielgeraden führte Howard vor Janz. Doch nun zog Davis mühelos an den beiden vorbei und war nicht mehr aufzuhalten. Von hinten stürmte jetzt Cushman abgesehen von Davis am gesamten Feld vorbei und gewann noch die Silbermedaille vor Howard.

Die erzielten Zeiten waren ausgezeichnet. Glenn Davis stellte mit 49,3 Sekunden einen neuen olympischen Rekord auf und verfehlte seinen eigenen Weltrekord nur um eine Zehntelsekunde. Auch Helmut Janz unterbot mit 49,9 Sekunden noch die 50-Sekunden-Marke und stellte damit einen neuen Europarekord auf. Die vier Erstplatzierten waren schneller als der bis dahin bestehende Olympiarekord.[5]

Glenn Davis gewann im zwölften olympischen Finale die zehnte US-Goldmedaille, die fünfte in Folge.

Es war der vierte Dreifacherfolg von US-Läufern über 400 Meter Hürden, davon der zweite in Folge.

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 197–199

Videos

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 554 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 63 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 12. Oktober 2017
  3. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 111 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 12. Oktober 2017
  4. a b Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 113 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 12. Oktober 2017
  5. SportsReference (engl.)
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Olympische Sommerspiele 1960/Leichtathletik – 400 m Hürden (Männer)
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