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Olympische Sommerspiele 1960/Leichtathletik – Hammerwurf (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Hammerwurf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 28 Athleten aus 18 Ländern
Wettkampfort Stadio Olimpico
Wettkampfphase 2. September 1960 (Qualifikation)
3. September 1960 (Finale)
Medaillengewinner
Wassili Rudenkow (Sowjetunion 1955
 URS)
Gyula Zsivótzky (Ungarn 1957
 HUN)
Tadeusz Rut (Polen 1944
 POL)

Der Hammerwurf der Männer bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom wurde am 2. und 3. September 1960 im Stadio Olimpico ausgetragen. 28 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde Wassili Rudenkow aus der Sowjetunion. Er gewann vor dem Ungarn Gyula Zsivótzky und dem Polen Tadeusz Rut.

Während Athleten aus Liechtenstein nicht teilnahmen, gingen drei Deutsche, ein Österreicher und ein Schweizer an den Start. Der Schweizer Hansruedi Jost schied ebenso in der Qualifikation aus wie die Deutschen Manfred Losch, Siegfried Lorenz und Klaus Peter. Der Österreicher Heinrich Thun qualifizierte sich für das Finale und belegte dort Rang neun.

Bestehende Rekorde

Weltrekord 70,33 m Hal Connolly (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) Walnut, USA 12. August 1960[1]
Olympischer Rekord 63,19 m Finale von Melbourne, Australien 24. November 1956

Durchführung des Wettbewerbs

Die Athleten traten am 2. September zu einer Qualifikationsrunde an. Die geforderte Qualifikationsweite betrug 60,00 m. Für alle qualifizierten Werfer fand am 3. September das Finale statt. Dort standen jedem Teilnehmer zunächst drei Versuche zu. Die besten sechs Athleten konnten dann drei weitere Versuch absolvieren.

Anmerkung: Die qualifizierten Athleten sind hellblau unterlegt.

Zeitplan

2. September, 10.15 Uhr: Qualifikation

3. September, 16.00 Uhr: Finale[2]

Qualifikation

Manfred Losch (GER) scheiterte in der Qualifikation.
Manfred Losch (GER) scheiterte in der Qualifikation.
Im Finale auf Platz elf: Sverre Strandli (NOR)
Im Finale auf Platz elf: Sverre Strandli (NOR)

Datum: 2. September 1960, 10.15 Uhr[3]

Die Bestweiten sind fett gedruckt. Bei gleicher Weite entschied die zweitbeste Weite über die Platzierung.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Resultat Anmerkung
1 Wassili Rudenkow Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
67,03 m OR - - 67,03 m OR
2 Gyula Zsivótzky Ungarn 1957
 Ungarn
64,80 m - - 64,80 m
3 Anatoli Samozwetow Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
64,67 m - - 64,67 m
4 Mike Ellis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 63,21 m - - 63,21 m
5 Hal Connolly Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 63,02 m - - 63,02 m
6 Heinrich Thun OsterreichÖsterreich Österreich 62,73 m - - 62,73 m
7 John Lawlor IrlandIrland Irland x 62,10 m - 62,10 m
8 Noboru Okamoto Japan 1870
 Japan
x x 61,95 m 61,95 m
9 Sverre Strandli NorwegenNorwegen Norwegen 58,67 m 61,41 m - 61,41 m
10 Zvonko Bezjak Jugoslawien
 Jugoslawien
60,90 m - - 60,90 m
11 Muhammad Iqbal PakistanPakistan Pakistan 57,84 m 60,86 m - 60,86 m
12 Albert Hall Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 57,43 m x 60,76 m 60,76 m
13 Tadeusz Rut Polen 1944
 Polen
60,73 m - - 60,73 m
14 Olgierd Ciepły Polen 1944
 Polen
60,61 m - - 60,61 m
15 Juri Nikulin Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
60,40 m - - 60,40 m
16 Guy Husson FrankreichFrankreich Frankreich 59,31 m x 59,83 m 59,83 m
17 Klaus Peter Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
x 59,83 m x 59,83 m
18 József Csermák Ungarn 1957
 Ungarn
x x 59,72 m 59,72 m
19 Ed Bagdonas Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA x 59,48 m x 59,48 m
20 Manfred Losch Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
x 58,85 m 59,38 m 59,38 m
21 Takeo Sugawara Japan 1870
 Japan
58,40 m 59,32 m 57,66 m 59,32 m
22 Hansruedi Jost SchweizSchweiz Schweiz 55,09 m 57,07 m 59,12 m 59,12 m
23 Siegfried Lorenz Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
x 59,06 m x 59,06 m
24 Birger Asplund SchwedenSchweden Schweden 57,27 m x x 57,27 m
Krešimir Račić Jugoslawien
 Jugoslawien
26 José Luis Falcón Spanien 1945
 Spanien
51,26 m 57,24 m x 57,24 m
27 Andreas Kouvelogiannis Königreich Griechenland
 Griechenland
53,43 m x 55,18 m 55,18 m
28 Eduardo Albuquerque PortugalPortugal Portugal 53,26 m 54,31 m 54,92 m 54,92 m

Finale

Datum: 3. September 1960, 16.00 Uhr[4]

15 Teilnehmer hatten die Qualifikationsweite geschafft. Als Favoritenen galten der sowjetische Werfer Wassili Rudenkow und der US-amerikanische Olympiasieger von 1956, Harold Connolly, der im August einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte.

Nach seinem Olympiarekord in der Qualifikation ging Rudenkow auch im Finale gleich mit dem ersten Versuch in Führung. Doch schon im zweiten Durchgang löste ihn der Pole Tadeusz Rut ab. Connolly dagegen blieb bei diesem Wettbewerb weit unter seinen Möglichkeiten. Am Ende belegte er Platz acht mit einer Weite, die fast sieben Meter unter seinem Weltrekord lag, allerdings sein Ergebnis beim Olympiasieg vor vier Jahren um 40 Zentimeter übertraf. Die Qualität des Hammerwerfens hatte sich rasant weiterentwickelt. Im dritten Versuch erzielte Rudenkow erneut Olympiarekord. Zwei weitere Würfe in den Durchgängen vier und sechs übertrafen den besten Wurf des Silbermedaillengewinners Gyula Zsivótzky aus Ungarn, der mit seinem vierten Versuch an Rut hatte vorbeiziehen können. Der Pole gewann die Bronzemedaille.[5]

Wassili Rudenkow errang den ersten sowjetischen Olympiasieg im Hammerwurf.

Tadeusz Rut gewann die erste polnische Medaille in dieser Disziplin.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Endresultat Anmerkung
1 Wassili Rudenkow Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
65,60 m 64,98 m 67,10 m OR 66,62 m 64,58 m 66,23 m 67,10 m OR
2 Gyula Zsivótzky Ungarn 1957
 Ungarn
60,83 m 63,83 m 64,87 m 65,79 m x 65,11 m 65,79 m
3 Tadeusz Rut Polen 1944
 Polen
64,51 m 65,64 m 64,95 m x 64,85 m 63,54 m 65,64 m
4 John Lawlor IrlandIrland Irland x 62,59 m 64,09 m 64,95 m x x 64,95 m
5 Olgierd Ciepły Polen 1944
 Polen
60,03 m 64,07 m 62,27 m 64,57 m 62,48 m 62,06 m 64,57 m
6 Zvonko Bezjak Jugoslawien
 Jugoslawien
61,96 m 64,21 m 63,54 m 63,95 m 62,86 m x 64,21 m
7 Anatoli Samozwetow Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
x 63,60 m x nicht im Finale der
besten sechs Werfer
63,60 m
8 Hal Connolly Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 63,05 m 62,57 m 63,59 m 63,59 m
9 Heinrich Thun OsterreichÖsterreich Österreich 62,23 m x 63,53 m 63,53 m
10 Juri Nikulin Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
61,56 m 63,10 m 62,23 m 63,10 m
11 Sverre Strandli NorwegenNorwegen Norwegen x 62,02 m 63,05 m 63,05 m
12 Muhammad Iqbal PakistanPakistan Pakistan 60,55 m 61,79 m 60,80 m 61,79 m
13 Noboru Okamoto Japan 1870
 Japan
x 60,08 m x 60,08 m
14 Albert Hall Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 59,64 m x 59,76 m 59,76 m
15 Mike Ellis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien x 54,22 m x 54,22 m

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 212f

Videos

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 558 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive), abgerufen am 21. Oktober 2017
  2. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 63 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 21. Oktober 2017
  3. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 150 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 21. Oktober 2017
  4. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 151 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 21. Oktober 2017
  5. SportsReference (engl.) abgerufen am 21. Oktober 2017
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Olympische Sommerspiele 1960/Leichtathletik – Hammerwurf (Männer)
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