Olympische Sommerspiele 1992/Leichtathletik – Diskuswurf (Frauen) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 1992/Leichtathletik – Diskuswurf (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Diskuswurf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 28 Athletinnen aus 16 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Barcelona
Wettkampfphase 2. August 1992 (Qualifikation)
3. August 1992 (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Maritza Martén (Kuba
 CUB)
Zwetanka Christowa (BulgarienBulgarien BUL)
Daniela Costian (AustralienAustralien AUS)

Der Diskuswurf der Frauen bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde am 2. und 3. August 1992 im Olympiastadion Barcelona ausgetragen. 28 Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde die Kubanerin Maritza Martén, die vor der Bulgarin Zwetanka Christowa gewann. Die Bronzemedaille ging an die Australierin Daniela Costian.

Für Deutschland starteten Franka Dietzsch, Martina Hellmann und Ilke Wyludda. Hellmann scheiterte in der Qualifikation. Dietzsch und Wyludda erreichten das Finale. Wyludda wurde Neunte, Dietzsch Zwölfte.
Ursula Weber nahm für Österreich teil. Sie schied in der Qualifikation aus.
Athletinnen aus der Schweiz und Liechtenstein waren nicht dabei.

Aktuelle Titelträgerinnen

Olympiasiegerin 1988 Martina Hellmann (Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR) 72,30 m Seoul 1988
Weltmeisterin 1991 Zwetanka Christowa (BulgarienBulgarien Bulgarien) 71,02 m Tokio 1991
Europameisterin 1990 Ilke Wyludda (Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR) 68,46 m Split 1990
Panamerikanische Meisterin 1991 Bárbara Hechavarría (Kuba
 Kuba)
63,50 m Havanna 1991
Zentralamerika und Karibik-Meisterin 1991 Lilliam Rivera (Puerto Rico
 Puerto Rico)
48,52 m Xalapa 1991
Südamerika-Meisterin 1991 María Isabel Urrutia (KolumbienKolumbien Kolumbien) 51,70 m Manaus 1991
Asienmeisterin 1991 Min Chunfeng (China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China) 61,74 m Kuala Lumpur 1991
Afrikameisterin 1992 Lizette Etsebeth (Sudafrika 1961
 Südafrika)
54,84 m Belle Vue Maurel 1992
Ozeanienmeisterin 1990 Jeanette Park (NeuseelandNeuseeland Neuseeland) 47,02 m Suva 1990

Bestehende Rekorde

Weltrekord 76,80 m Gabriele Reinsch (Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR) Neubrandenburg, DDR (heute Deutschland) 9. Juli 1988[1]
Olympischer Rekord 72,30 m Martina Hellmann (Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR) Finale von Seoul, Südkorea 29. September 1988

Qualifikation

Datum: 2. August 1992[2]

Für die Qualifikation wurden die Athletinnen in zwei Gruppen gelost. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 62,00 m. Da nur zehn Werferinnen diese Weite übertrafen (hellblau unterlegt), wurde das Finalfeld mit den nächstbesten Werferinnen beider Gruppen auf zwölf Teilnehmerinnen aufgefüllt (hellgrün unterlegt). So reichten schließlich 60,88 m für die Finalteilnahme.

Gruppe A

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Larissa Korotkewitsch IOC
 EUN
67,92 m - - 67,92 m
2 Maritza Martén Kuba
 Kuba
65,02 m - - 65,02 m
3 Daniela Costian AustralienAustralien Australien x 64,10 m - 64,10 m
4 Zwetanka Christowa BulgarienBulgarien Bulgarien 64,06 m - - 64,06 m
5 Nicoleta Grădinaru RumänienRumänien Rumänien 58,24 m x 60,82 m 60,82 m
6 Martina Hellmann DeutschlandDeutschland Deutschland 59,00 m x 60,52 m 60,52 m
7 Bárbara Hechavarría Kuba
 Kuba
x 60,22 m x 60,22 m
8 Qiu Qiaoping China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 59,32 m 58,14 m 58,88 m 59,32 m
9 Vladimíra Malátová Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei
56,46 m 57,84 m 59,04 m 59,04 m
10 Ilga Bērtulsone LettlandLettland Lettland 58,92 m 58,62 m x 58,92 m
11 Connie Price-Smith Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 58,66 m x x 58,66 m
12 Mette Bergmann NorwegenNorwegen Norwegen x 58,32 m x 58,32 m
13 Carla Garrett Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 55,24 m x 58,06 m 58,06 m
14 Jacqueline McKernan Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 51,94 m x x 51,94 m
  • Die Rumänin Nicoleta Grădinaru – hier im Jahr 2012 – schied als Fünfte ihrer Gruppe in der Qualifikation aus
    Die Rumänin Nicoleta Grădinaru – hier im Jahr 2012 – schied als Fünfte ihrer Gruppe in der Qualifikation aus
  • Die Olympiasiegerin von 1988 Martina Hellmann erreichte diesmal nicht das Finale
    Die Olympiasiegerin von 1988 Martina Hellmann erreichte diesmal nicht das Finale
  • Die US-Amerikanerin Connie Price-Smith wurde in ihrer Qualifikationsgruppe Elfte, was nicht für die Finalteilnahme ausreichte
    Die US-Amerikanerin Connie Price-Smith wurde in ihrer Qualifikationsgruppe Elfte, was nicht für die Finalteilnahme ausreichte
  • Der Norwegerin Mette Bergmann blieb mit Rang zwölf in ihrer Qualifikationsgruppe der Finaleinzug verwehrt
    Der Norwegerin Mette Bergmann blieb mit Rang zwölf in ihrer Qualifikationsgruppe der Finaleinzug verwehrt

Gruppe B

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Stefania Simowa BulgarienBulgarien Bulgarien 65,60 m - - 65,60 m
2 Olga Burowa IOC
 EUN
64,78 m - - 64,78 m
3 Ilke Wyludda DeutschlandDeutschland Deutschland 64,26 m - - 64,26 m
4 Franka Dietzsch DeutschlandDeutschland Deutschland 63,60 m - x 63,60 m
5 Hilda Ramos Kuba
 Kuba
62,82 m - - 62,82 m
6 Min Chunfeng China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 61,82 m 61,96 m 62,48 m 62,48 m
7 Iryna Jattschanka IOC
 EUN
58,38 m 61,60 m 60,38 m 61,60 m
8 Agnese Maffeis ItalienItalien Italien 60,88 m x 59,10 m 60,88 m
9 Manuela Tîrneci RumänienRumänien Rumänien x 59,44 m 56,24 m 59,44 m
10 Cristina Boiț RumänienRumänien Rumänien x 56,68 m x 56,68 m
11 Penny Lou Neer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 55,44 m 54,40 m 55,08 m 55,44 m
12 Ángeles Barreiro SpanienSpanien Spanien 53,14 m x x 53,14 m
13 Ursula Weber OsterreichÖsterreich Österreich x 51,62 m x 51,62 m
14 Teresa Machado PortugalPortugal Portugal 49,58 m x x 49,58 m
  • Iryna Jattschanka – hier auf einer Aufnahme von 2007 – startete für das vereinte Team und wurde Olympiasiebte
    Iryna Jattschanka – hier auf einer Aufnahme von 2007 – startete für das vereinte Team und wurde Olympiasiebte
  • Die Deutsche Ilke Wyludda belegte im Finale Platz neun
    Die Deutsche Ilke Wyludda belegte im Finale Platz neun

Finale

Datum: 3. August 1992[2]

Für das Finale hatten sich zwölf Athletinnen qualifiziert, zehn über die geforderte Qualifikationsweite, die beiden anderen über ihre Platzierungen. Alle drei Teilnehmerinnen aus dem vereinten Team hatten das Finale erreicht. Hinzu kamen je zwei Werferinnen aus Bulgarien, Deutschland und Kuba sowie je eine Teilnehmerin aus Australien, China und Italien.

Favoritinnen waren vor allem die bulgarische Weltmeisterin Zwetanka Christowa und die Deutsche Ilke Wyludda, Vizeweltmeisterin und Europameisterin. Für weitere vordere Platzierungen kamen die für das vereinte Team startende Vizeeuropameisterin Olga Burowa, die Olympiasiegerin von 1988 Martina Hellmann, in Seoul für die DDR, jetzt für Deutschland am Start, und auch die australische WM-Fünfte Daniela Costian in Frage. Allerdings blieb Hellman hier in Barcelona bereits in der Qualifikation hängen.

Mit 65,66 m übernahm die Kubanerin Maritza Martén im ersten Versuch die Führung. Hinter ihr war Christowa mit 65,14 m Zweite, gefolgt von Costian – 64,40 m. Wyludda lag mit 62,16 m im hinteren Feld und konnte sich auch in der Folgezeit nicht mehr verbessern. Sie blieb auf Rang neun und verpasste damit die Qualifikation der besten acht Werferinnen. In Runde zwei setzte sich Christowa mit 67,78 m an die Spitze. Im vierten Durchgang verdrängte Larissa Korotkewitsch aus dem vereinten Team Costian auf Platz vier. Martén konnte jetzt mit 66,90 m die Führung zurückgewinnen und diese im fünften Versuch mit 70,06 m noch weiter ausbauen. Ebenfalls mit ihrem fünften Wurf zog Costian mit 66,24 m wieder an Korotkewitsch vorbei auf Platz drei. So waren die Medaillen verteilt. Maritza Martén wurde Olympiasiegerin, sie übertraf als einzige Athletin die 70-Meter-Marke. Zwetanka Christowa gewann Silber, Daniela Costian Bronze. Die weiteren Ränge belegten in dieser Reihenfolge Larissa Korotkewitsch, Olga Burowa und Hilda Ramos aus Kuba.

Maritza Martén war die erste kubanische Olympiasiegerin in dieser Disziplin.

Daniela Costian gewann die erste Medaille für Australien im Diskuswurf der Frauen.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Endresultat Anmerkung
1 Maritza Martén Kuba
 Kuba
65,66 m x x 66,90 m 70,06 m 66,36 m 70,06 m
2 Zwetanka Christowa BulgarienBulgarien Bulgarien 65,14 m 67,78 m 65,32 m x x x 67,78 m
3 Daniela Costian AustralienAustralien Australien 64,40 m 64,08 m 64,24 m 64,92 m 66,24 m 65,94 m 66,24 m
4 Larissa Korotkewitsch IOC
 EUN
60,94 m x 65,52 m x 64,30 m x 65,52 m
5 Olga Burowa IOC
 EUN
64,02 m x 62,80 m 61,84 m x 63,32 m 64,02 m
6 Hilda Ramos Kuba
 Kuba
62,16 m x 62,72 m 59,28 m x 63,80 m 63,80 m
7 Iryna Jattschanka IOC
 EUN
60,76 m 62,40 m 63,74 m x x x 63,74 m
8 Stefania Simowa BulgarienBulgarien Bulgarien x 63,42 m 63,08 m 60,20 m 62,38 m 60,98 m 63,42 m
9 Ilke Wyludda DeutschlandDeutschland Deutschland 62,16 m 61,04 m x nicht im Finale der
besten acht Werferinnen
62,16 m
10 Agnese Maffeis ItalienItalien Italien 61,22 m 60,80 m x 61,22 m
11 Min Chunfeng China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 59,06 m 60,82 m x 60,82 m
12 Franka Dietzsch DeutschlandDeutschland Deutschland 60,24 m x x 60,24 m

Videos

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 801 (engl.), abgerufen am 19. Februar 2018
  2. a b Offizieller Report zu den Olympischen Spielen in Barcelona, Resultate Leichtathletik: S. 74, katalanisch/spanisch/englisch/französisch (PDF, 38.871 MB), abgerufen am 19. Februar 2018
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Olympische Sommerspiele 1992/Leichtathletik – Diskuswurf (Frauen)
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