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Olympische Sommerspiele 1996/Leichtathletik – 5000 m (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 5000-Meter-Lauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 37 Athleten aus 23 Ländern
Wettkampfort Centennial Olympic Stadium
Wettkampfphase 31. Juli 1996 (Vorrunde)
1. August 1996 (Halbfinale)
3. August 1996 (Finale)
Medaillengewinner
Vénuste Niyongabo (BurundiBurundi BDI)
Paul Bitok (Kenia
 KEN)
Khalid Boulami (MarokkoMarokko MAR)

Der 5000-Meter-Lauf der Männer bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta wurde am 31. Juli sowie am 1. und 3. August 1996 im Centennial Olympic Stadium ausgetragen. 37 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde Vénuste Niyongabo aus Burundi. Er gewann vor dem Kenianer Paul Bitok und dem Marokkaner Khalid Boulami.

Für Deutschland starteten Dieter Baumann und Stéphane Franke. Beide qualifizierten sich für das Finale. Baumann wurde Vierter, Franke Vierzehnter.
Athleten aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträger

Olympiasieger 1992 Dieter Baumann (DeutschlandDeutschland Deutschland) 13:12,52 min Barcelona 1992
Weltmeister 1995 Ismael Kirui (Kenia
 Kenia)
13:16,77 min Göteborg 1995
Europameister 1994 Dieter Baumann (DeutschlandDeutschland Deutschland) 13:36,93 min Helsinki 1994
Panamerikanischer Meister 1995 Armando Quintanilla (MexikoMexiko Mexiko) 13:30,35 min Mar del Plata 1995
Zentralamerika und Karibik-Meister 1995 Sergio Jiménez (MexikoMexiko Mexiko) 14:32,68 min Guatemala-Stadt 1995
Südamerika-Meister 1995 Ronaldo da Costa (BrasilienBrasilien Brasilien) 13:51,66 min Manaus 1995
Asienmeister 1995 Saad Shaddad Al-Asmari (Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien) 14:01,43 min Jakarta 1995
Afrikameister 1996 Paul Koech (Kenia
 Kenia)
13:35,13 min Yaoundé 1996
Ozeanienmeister 1994 Jason Cameron (NeuseelandNeuseeland Neuseeland) 14:44,62 min Auckland 1994

Bestehende Rekorde

Weltrekord 12:44,39 min Haile Gebrselassie (Athiopien 1991
 Äthiopien)
Zürich, Schweiz 16. August 1995[1]
Olympischer Rekord 13:05,59 min Saïd Aouita (MarokkoMarokko Marokko) Finale von Los Angeles, USA 11. August 1984

Anmerkung: Alle Zeitangaben sind Ortszeit Atlanta (UTC−5).

Vorrunde

31. Juli 1996, ab 21.40 Uhr[2]

Die Athleten traten zu insgesamt drei Vorläufen an. Für das Halbfinale qualifizierten sich pro Lauf die ersten acht Langstreckler. Darüber hinaus kamen die sechs Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Athleten sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Vorlauf 1

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Ismaïl Sghyr MarokkoMarokko Marokko 14:02,71
2 Shem Kororia Kenia
 Kenia
14:02,75
3 Réda Benzine AlgerienAlgerien Algerien 14:03,06
4 Gennaro Di Napoli ItalienItalien Italien 14:03,56
5 Shaun Creighton AustralienAustralien Australien 14:04,08
6 Shadrack Hoff SudafrikaSüdafrika Südafrika 14:05,97
7 Anacleto Jiménez SpanienSpanien Spanien 14:16,57
8 José Ramos PortugalPortugal Portugal 14:17,26
9 Matt Giusto Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 14:30,76
10 William Roldán KolumbienKolumbien Kolumbien 14:39,50
11 Sid'Ahmed Ould Mohamedou Mauretanien
 Mauretanien
15:29,16
DNS Haile Gebrselassie Athiopien 1996
 Äthiopien
Armando Quintanilla MexikoMexiko Mexiko

Vorlauf 2

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Fita Bayisa Athiopien 1996
 Äthiopien
13:50,61
2 Brahim Lahlafi MarokkoMarokko Marokko 13:51,25
3 Tom Nyariki Kenia
 Kenia
13:51,47
4 Enrique Molina SpanienSpanien Spanien 13:51,55
5 Aïssa Belaout AlgerienAlgerien Algerien 13:51,96
6 Dieter Baumann DeutschlandDeutschland Deutschland 13:52,00
7 John Nuttall Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 13:52,16
8 Jonathan Wyatt NeuseelandNeuseeland Neuseeland 13:52,56
9 Jim Spivey Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13:53,16
10 Cormac Finnerty IrlandIrland Irland 13:54,01
11 Julian Paynter AustralienAustralien Australien 14:00,25
12 Adalberto García BrasilienBrasilien Brasilien 14:28,64
13 Henry Moyo Malawi 1964
 Malawi
14:30,53
DNS Aloÿs Nizigama BurundiBurundi Burundi

Vorlauf 3

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 John Morapedi SudafrikaSüdafrika Südafrika 13:54,30
2 Paul Bitok Kenia
 Kenia
13:54,45
3 Vénuste Niyongabo BurundiBurundi Burundi 13:54,53
4 Bob Kennedy Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13:54,57
5 Khalid Boulami MarokkoMarokko Marokko 13:54,72
6 Miroslav Vanko SlowakeiSlowakei Slowakei 13:54,88
7 Assefa Mezgebu Athiopien 1996
 Äthiopien
13:54,89
8 Stefano Baldini ItalienItalien Italien 13:55,41
9 Manuel Pancorbo SpanienSpanien Spanien 13:57,42
10 Stéphane Franke DeutschlandDeutschland Deutschland 14:06,34
11 Luís Jesus PortugalPortugal Portugal 14:08,87
12 Khamis Abdullah Seifeddine SudanSudan Sudan 14:15,21
13 Aboukar Hassan Adani SomaliaSomalia Somalia 15:19,80
DNS Alyan Al-Qahtani Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien

Halbfinale

1. August 1996, ab 21:15 Uhr[2]

Aus den beiden Halbfinals qualifizierten sich pro Lauf die ersten sechs Athleten für das Finale. Darüber hinaus kamen die drei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Teilnehmer sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Lauf 1

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Shem Kororia Kenia
 Kenia
13:27,50
2 Paul Bitok Kenia
 Kenia
13:27,61
3 Brahim Lahlafi MarokkoMarokko Marokko 13:27,73
4 Bob Kennedy Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13:27,90
5 Gennaro Di Napoli ItalienItalien Italien 13:28,80
6 Khalid Boulami MarokkoMarokko Marokko 13:29,72
7 Fita Bayisa Athiopien 1996
 Äthiopien
13:30,88
8 Réda Benzine AlgerienAlgerien Algerien 13:37,52
9 Stéphane Franke DeutschlandDeutschland Deutschland 13:40,94
10 Jonathan Wyatt NeuseelandNeuseeland Neuseeland 13:47,81
11 Anacleto Jiménez SpanienSpanien Spanien 13:50,90
12 Miroslav Vanko SlowakeiSlowakei Slowakei 13:51,45
13 John Morapedi SudafrikaSüdafrika Südafrika 13:54,43
14 Shaun Creighton AustralienAustralien Australien 13:55,23
15 José Ramos PortugalPortugal Portugal 14:24,81

Lauf 2

Der Italiener Stefano Baldini schied im Halbfinale als Achter seines Laufs aus
Der Italiener Stefano Baldini schied im Halbfinale als Achter seines Laufs aus
Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Tom Nyariki Kenia
 Kenia
14:03,21
2 Vénuste Niyongabo BurundiBurundi Burundi 14:03,58
3 Dieter Baumann DeutschlandDeutschland Deutschland 14:03,75
4 Enrique Molina SpanienSpanien Spanien 14:04,08
5 Ismaïl Sghyr MarokkoMarokko Marokko 14:04,23
6 Aïssa Belaout AlgerienAlgerien Algerien 14:04,56
7 Assefa Mezgebu Athiopien 1996
 Äthiopien
14:05,48
8 Stefano Baldini ItalienItalien Italien 14:06,45
9 John Nuttall Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 14:08,39
10 Cormac Finnerty IrlandIrland Irland 14:08,88
11 Shadrack Hoff SudafrikaSüdafrika Südafrika 14:16,14
12 Julian Paynter AustralienAustralien Australien 14:23,60
13 Jim Spivey Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 14:27,72
14 Manuel Pancorbo SpanienSpanien Spanien 14:39,64
DNS Luís Jesus PortugalPortugal Portugal

Finale

3. August 1996[2]

Für das Finale hatten sich alle drei Kenianer und alle drei Marokkaner qualifiziert. Sie liefen gegen zwei Deutsche und zwei Algerier sowie je einen Teilnehmer aus Äthiopien, Burundi, Italien, Spanien und den USA.

Der amtierende Weltmeister, Ismael Kirui aus Kenia, war nicht dabei. Auch der Weltrekordler Haile Gebrselassie aus Äthiopien fehlte, er hatte sich wegen der für Langstreckler zu harten Bahn bei seinem Olympiasieg über 10.000 Meter die Füße so wund gelaufen, dass ein Start nur wenige Tage später nicht möglich war. Zum Favoritenkreis gehörten vor allem die Athleten, die bei den Weltmeisterschaften des Vorjahres vorne gelegen hatten. Dies waren die drei Marokkaner Khalid Boulami, Vizeweltmeister, Ismaïl Sghyr, WM-Vierter, und Brahim Lahlafi, WM-Fünfter, der kenianische , WM-Dritte Shem Kororia sowie der US-amerikanische WM-Siebte Bob Kennedy. Hinzu kamen der Olympiasieger von 1992 und Europameister von 1994 Dieter Baumann aus Deutschland und der Silbermedaillengewinner von Barcelona Paul Bitok. Ein weiterer hoch gehandelter Medaillenkandidat war Vénuste Niyongabo aus Burundi, der jedoch eher als 1500-Meter-Läufer galt und vor Atlanta erst zwei 5000-Meter-Rennen absolviert hatte.

Im Finale wurde ein zügiges Tempo gelaufen, das vor allem vom zweiten Kilometer an eine schnelle Fahrt aufnahm. Weltrekordreife Zwischenzeiten kamen dabei allerdings nicht zustande. Das Feld blieb lange zusammen und wurde von den Kenianern angeführt. Immer wieder kam es zu einer kleinen Lücke zwischen dem jeweils Führenden Kororia bzw. Nyariki und seinen Verfolgern. Zwei Runden vor Schluss ergriff Kennedy die Initiative und forcierte nun das Tempo. So zog sich das Feld immer mehr auseinander. Die ersten Verfolger waren Niyongabo und Bitok. Kurz vor Beginn der letzten Runde zog Niyongabo an Kennedy vorbei und es wurde noch einmal schneller. Der Läufer aus Burundi setzte sich jetzt ab von seinen Konkurrenten. Hinter ihm gab es eine Dreiergruppe mit Bitok, Boulami und Baumann. So ging es auch auf die Zielgerade. Vénuste Niyongabo brachte seinen Vorsprung, ohne in Gefahr zu geraten, ins Ziel. Paul Bitok gewann wie schon vor vier Jahren die Silbermedaille. Baumann versuchte noch einmal alles, um an Boulami vorbeizukommen, was ihm jedoch nicht gelang. So ging Bronze an Khalid Boulami, Dieter Baumann wurde Vierter vor Tom Nyariki und Bob Kennedy.

Vénuste Niyongabo war der erste Medaillengewinner und zugleich erster Olympiasieger überhaupt aus Burundi.

Zwischenzeiten
Zwischenzeit-
Marke
Zwischenzeit Führende(r) 1000-m-Zeit
1000 m 2:45,40 min Tom Nyariki vor dem geschlossenen Feld 2:45,40 min
2000 m 5:20,87 min Shem Kororia vor dem geschlossenen Feld 2:35,47 min
3000 m 8:00,05 min Shem Kororia vor dem geschlossenen Feld 2:39,18 min
4000 m 10:40,42 min Tom Nyariki vor dem geschlossenen Feld 2:40,37 min
5000 m 13:07,96 min Vénuste Niyongabo 2:27,54 min
Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Vénuste Niyongabo BurundiBurundi Burundi 13:07,96
2 Paul Bitok Kenia
 Kenia
13:08,16
3 Khalid Boulami MarokkoMarokko Marokko 13:08,37
4 Dieter Baumann DeutschlandDeutschland Deutschland 13:08,81
5 Tom Nyariki Kenia
 Kenia
13:12,29
6 Bob Kennedy Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13:12,35
7 Enrique Molina SpanienSpanien Spanien 13:12,91
8 Brahim Lahlafi MarokkoMarokko Marokko 13:13,26
9 Shem Kororia Kenia
 Kenia
13:14,63
10 Fita Bayisa Athiopien 1996
 Äthiopien
13:18,30
11 Ismaïl Sghyr MarokkoMarokko Marokko 13:22,89
12 Gennaro Di Napoli ItalienItalien Italien 13:28,36
13 Réda Benzine AlgerienAlgerien Algerien 13:42,34
14 Stéphane Franke DeutschlandDeutschland Deutschland 13:44,64
15 Aïssa Belaout AlgerienAlgerien Algerien 14:06,52

Literatur

  • Gerd Rubenbauer (Hrsg.), Olympische Sommerspiele Atlanta 1996 mit Berichten von Britta Kruse, Johannes Ebert, Andreas Schmidt und Ernst Christian Schütt, Kommentare: Gerd Rubenbauer und Hans Schwarz, Chronik Verlag im Bertelsmann Verlag, Gütersloh / München 1996, S. 33f

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 672 (engl.), abgerufen am 27. Februar 2018
  2. a b c Offizieller Report, Teil III zu den Olympischen Spielen in Atlanta (Memento des Originals vom 7. Oktober 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/library.la84.org, Resultate Leichtathletik: S. 78, englisch/französisch (PDF, 13.520 MB), abgerufen am 27. Februar 2018
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Olympische Sommerspiele 1996/Leichtathletik – 5000 m (Männer)
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