Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – Dreisprung (Frauen) - Wikiwand
For faster navigation, this Iframe is preloading the Wikiwand page for Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – Dreisprung (Frauen).

Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – Dreisprung (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Dreisprung
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 33 Athletinnen aus 24 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Athen
Wettkampfphase 21. August 2004 (Qualifikation)
23. August 2004 (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Françoise Mbango Etone (KamerunKamerun CMR)
Chrysopigi Devetzi (GriechenlandGriechenland GRE)
Tatjana Lebedewa (RusslandRussland RUS)

Der Dreisprung der Frauen bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde am 21. und 23. August 2004 im Olympiastadion Athen ausgetragen. 33 Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde Françoise Mbango Etone aus Kamerun. Sie gewann vor der Griechin Chrysopigi Devetzi und der Russin Tatjana Lebedewa, die vier Tage später Gold im Weitsprung errang.

Athletinnen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein waren nicht unter den Teilnehmerinnen.

Aktuelle Titelträgerinnen

Olympiasiegerin 2000 Teresa Marinowa (BulgarienBulgarien Bulgarien) 15,20 m Sydney 2000
Weltmeisterin 2003 Tatjana Lebedewa (RusslandRussland Russland) 15,18 m Paris 2003
Europameisterin 2002 Ashia Hansen (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien) 15,00 m München 2002
Panamerikanische Meisterin 2003 Mabel Gay (KubaKuba Kuba) 14,42 m Santo Domingo 2003
Zentralamerika und Karibik-Meisterin 2003 Suzette Lee (JamaikaJamaika Jamaika) 13,89 m St. George’s 2003[1]
Südamerika-Meisterin 2003 Keila Costa (BrasilienBrasilien Brasilien) 13,62 m Barquisimeto 2003[2]
Asienmeisterin 2003 Huang Qiuyan (China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China) 14,39 m Manila 2003[3]
Afrikameisterin 2004 Yamilé Aldama (SudanSudan Sudan) 14,90 m Brazzaville 2004
Ozeanienmeisterin 2002 Véronique Boyer (Franzosisch-PolynesienFranzösisch-Polynesien Französisch-Polynesien) 12,64 m Christchurch 2002[4]

Bestehende Rekorde

Weltrekord 15,50 m Inessa Krawez (UkraineUkraine Ukraine) Göteborg, Schweden 10. August 1995[5]
Olympischer Rekord 15,33 m Finale von Atlanta, USA 31. Juli 1996

Anmerkungen:

  • Alle Zeitangaben sind auf Ortszeit Athen (UTC+2) bezogen.
  • Alle Weiten sind in Metern (m) angegeben.

Qualifikation

21. August 2004, 20:35 Uhr

Die Qualifikation wurde in zwei Gruppen durchgeführt. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 14,45 m. Da mit fünfzehn Athletinnen sogar mehr als zwölf Dreispringerinnen diese Weite erreichten (hellblau unterlegt), wurde das Finalfeld nicht weiter aufgefüllt.

Gruppe A

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Chrysopigi Devetzi GriechenlandGriechenland Griechenland 15,32 - - 15,32
2 Baya Rahouli AlgerienAlgerien Algerien 14,89 - - 14,89
3 Kéné Ndoye SenegalSenegal Senegal 14,79 - - 14,79
4 Tatjana Lebedewa RusslandRussland Russland 14,71 - - 14,71
5 Magdelín Martínez ItalienItalien Italien 14,57 - - 14,57
6 Olena Howorowa UkraineUkraine Ukraine 14,56 - - 14,56
7 Olga Vasdeki GriechenlandGriechenland Griechenland x 14,54 - 14,54
8 Yusmay Bicet KubaKuba Kuba 14,21 14,53 - 14,53
9 Natalja Safronowa WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 14,52 - - 14,52
10 Mariana Solomon RumänienRumänien Rumänien x 14,29 14,42 14,42
11 Maria Dimitrowa BulgarienBulgarien Bulgarien x x 14,16 14,16
12 Ineta Radēviča LettlandLettland Lettland 14,12 14,03 14,06 14,12
13 Tiombe Hurd Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,98 13,97 13,93 13,98
14 Olga Bolsova Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 13,90 13,87 13,64 13,90
15 Tatjana Botscharowa KasachstanKasachstan Kasachstan 13,18 13,41 13,81 13,81
16 Šárka Kašpárková TschechienTschechien Tschechien x x 13,79 13,79
17 Zhang Hao China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China x 13,30 x 13,30

Gruppe B

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Yamilé Aldama SudanSudan Sudan 14,80 - - 14,80
2 Huang Qiuyan China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 14,09 14,29 14,66 14,66
3 Trecia Smith JamaikaJamaika Jamaika x 14,65 - 14,65
4 Anna Pjatych RusslandRussland Russland x 14,62 - 14,62
5 Françoise Mbango Etone KamerunKamerun Kamerun 14,61 - - 14,61
6 Adelina Gavrilă RumänienRumänien Rumänien 14,56 - - 14,56
7 Simona La Mantia ItalienItalien Italien 14,00 14,39 x 14,39
8 Carlota Castrejana SpanienSpanien Spanien 14,32 14,37 x 14,37
9 Wiktorija Gurowa RusslandRussland Russland 14,04 x 14,03 14,04
10 Heli Koivula Kruger FinnlandFinnland Finnland x 13,70 13,98 13,98
11 Anastasiya Juravleva UsbekistanUsbekistan Usbekistan 13,64 13,52 13,51 13,64
12 Yuliana Perez Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA x 13,62 13,51 13,62
13 Liliana Zagacka PolenPolen Polen 13,36 13,59 13,41 13,59
14 Tetyana Schurenko UkraineUkraine Ukraine x 13,12 13,55 13,55
15 Julia Dubina GeorgienGeorgien Georgien 13,36 12,61 12,90 13,36
16 Athanasia Perra GriechenlandGriechenland Griechenland 13,19 x - 13,19

Finale

23. August 2004, 18:45 Uhr

Für das Finale hatten sich fünfzehn Athletinnen qualifiziert, die alle die Qualifikationsweite erreicht hatten. Vertreten waren je zwei Griechinnen und Russinnen sowie je eine Teilnehmerin aus Algerien, China, Italien, Jamaika, Kamerun, Kuba, Rumänien, Senegal, dem Sudan, der Ukraine und Weißrussland.

Als Favoritin trat vor allem die zweifache russische Weltmeisterin von 2001 und 2003 Tatjana Lebedewa an, die auch im vier Tage später stattfindenden Weitsprung zu den aussichtsreichsten Medaillenkandidatinnen gehörte und dort schließlich Gold gewinnen sollte. Ihre wohl stärkste Konkurrentin war die zweifache Vizeweltmeisterin Françoise Mbango Etone aus Kamerun. Nach ihrem starken Auftreten in der Qualifikation war gerade vor ihrem Heimpublikum sicherlich auch mit der Griechin Chrysopigi Devetzi zu rechnen. Zum weiteren Kreis der Anwärterinnen auf vordere Platzierungen gehörten die italienische WM-Dritte Magdelín Martínez sowie die russische WM-Vierte Anna Pjatych.

Das Finale begann recht nervös, im ersten Durchgang gab es sieben ungültige Sprünge. Zur Freude der Zuschauer führte Devetzi mit 14,96 m. In Runde zwei gab es dann durch Mbango Etone mit 15,30 m und der Jamaikanerin Trecia Smith mit 15,02 m die ersten Resultate über der 15-Meter-Marke. Es ging sehr eng zu nach diesem Durchgang. Devetzi, die sich zunächst nicht hatte verbessern können, war Dritte, es folgte die gebürtige Kubanerin Yamilé Aldama, die hier für den Sudan startete, mit 14,90 m vor der Algerierin Baya Rahouli – 14,86 m, der Italienerin Magdelín Martínez – 14,85 m – und Lebedewa 14,84 m. Die dritte Runde brachte wieder zwei Weiten von mehr als fünfzehn Meter. Die führende Mbango Etone sprang 15,02 m und Devetzi gelangen jetzt 15,14 m, womit sie sich auf Rang zwei verbesserte. Smith blieb Dritte, während Lebedewa sich mit ihren 14,95 m auf Platz vier schob. Im vierten Durchgang demonstrierte Mbango Etone mit 15,17 m wiederum ihre Überlegenheit. Mit Ausnahme des ersten ungültigen Versuchs waren all ihre Sprünge weiter als fünfzehn Meter. Devetzi steigerte sich auf 15,25 m. Damit kam sie bis auf fünf Zentimeter an Mbango Etones Bestweite heran und untermauerte ihren zweiten Platz. Aldama verdrängte mit ihren 14,99 m Lebedewa vom vierten Rang. Zwischen dem dritten Platz für Smith und dem fünften für Lebedewa lagen nur sieben Zentimeter, und jede Athletin hatte noch zwei Versuche. Diese nutzte Lebedewa. In Durchgang fünf übertraf sie mit ihren 15,04 m Smiths Bestweite um zwei Zentimeter und war damit Dritte. Tatjana Lebedewas letzter Sprung ging schließlich auf 15,14 m, womit sie elf Zentimeter hinter Chrysopigi Devetzi Bronze gewann. Olympiasiegerin wurde Françoise Mbango Etone mit ihren 15,30 m aus dem zweiten Durchgang. Platz vier belegte Trecia Smith vor Yamilé Aldama, Baya Rahouli und Magdelín Martínez.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Endresultat Anmerkung
1 Françoise Mbango Etone KamerunKamerun Kamerun x 15,30 15,03 15,17 15,21 15,30 15,30 AF
2 Chrysopigi Devetzi GriechenlandGriechenland Griechenland 14,96 14,49 15,14 15,25 x 14,92 15,25
3 Tatjana Lebedewa RusslandRussland Russland x 14,84 14,95 x 15,04 15,14 15,14
4 Trecia Smith JamaikaJamaika Jamaika x 15,02 13,23 x x 14,70 15,02
5 Yamilé Aldama SudanSudan Sudan x 14,90 14,74 14,99 13,92 14,19 14,99
6 Baya Rahouli AlgerienAlgerien Algerien 14,75 14,86 14,57 14,76 x 14,68 14,86
7 Magdelín Martínez ItalienItalien Italien 14,70 14,85 14,58 14,50 14,51 14,76 14,85
8 Anna Pjatych RusslandRussland Russland 14,16 14,58 x x x 14,79 14,79
9 Yusmay Bicet KubaKuba Kuba x x 14,57 nicht im Finale der
besten acht Springerinnen
14,57
10 Olena Howorowa UkraineUkraine Ukraine 14,07 14,35 14,35 14,35
11 Olga Vasdeki GriechenlandGriechenland Griechenland 14,34 14,08 x 14,34
12 Huang Qiuyan China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 13,85 14,33 14,04 14,33
13 Natalja Safronowa WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 14,20 x 14,22 14,22
14 Kéné Ndoye SenegalSenegal Senegal x 14,09 14,18 14,18
15 Adelina Gavrilă RumänienRumänien Rumänien x x 13,86 13,86
  • Silbermedaillengewinnerin Chrysopigi Devetzi aus Griechenland
    Silbermedaillengewinnerin Chrysopigi Devetzi aus Griechenland
  • Bronzemedaillengewinnerin Tatjana Lebedewa aus Russland – vier Tage später auch Olympiasiegerin im Weitsprung
    Bronzemedaillengewinnerin Tatjana Lebedewa aus Russland – vier Tage später auch Olympiasiegerin im Weitsprung
  • Die Olympiafünfte Yamilé Aldama – hier für den Sudan am Start
    Die Olympiafünfte Yamilé Aldama – hier für den Sudan am Start
  • Die beiden Italienerinnen Simona La Mantia (Mitte., in der Qualifikation ausgeschieden) und Magdelín Martínez (re., im Finale auf Rang sieben)
    Die beiden Italienerinnen Simona La Mantia (Mitte., in der Qualifikation ausgeschieden) und Magdelín Martínez (re., im Finale auf Rang sieben)

Video

Einzelnachweise

  1. Central American and Caribbean Championships (Women) auf gbrathletics.com, abgerufen am 14. Mai 2018
  2. South American Championships (Women) auf gbrathletics.com, abgerufen am 14. Mai 2018
  3. Asian Championships auf gbrathletics.com, abgerufen am 14. Mai 2018
  4. Oceania Championships auf gbrathletics.com, abgerufen am 14. Mai 2018
  5. IAAF Weltrekorde, Dreisprung Frauen, abgerufen am 14. Mai 2018
{{bottomLinkPreText}} {{bottomLinkText}}
Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – Dreisprung (Frauen)
Listen to this article