Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – Hammerwurf (Frauen) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – Hammerwurf (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Hammerwurf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 47 Athletinnen aus 25 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Athen
Wettkampfphase 23. August 2004 (Qualifikation)
25. August 2004 (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Olga Kusenkowa (RusslandRussland RUS)
Yipsi Moreno (KubaKuba CUB)
Yunaika Crawford (KubaKuba CUB)

Der Hammerwurf der Frauen bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde am 23. und 25. August 2004 im Olympiastadion Athen ausgetragen. 47 Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde Olga Kusenkowa aus Russland. Sie gewann vor den beiden Kubanerinnen Yipsi Moreno und Yunaika Crawford.

Mit Andrea Bunjes, Betty Heidler und Susanne Keil gingen drei deutsche Teilnehmerinnen an den Start. Heidler und Bunjes erreichten das Finale, in dem Heidler Rang vier und Bunjes Rang elf belegte. Keil schied in der Qualifikation aus.
Athletinnen aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein waren nicht unter den Teilnehmerinnen.

Aktuelle Titelträgerinnen

Olympiasiegerin 2000 Kamila Skolimowska (PolenPolen Polen) 71,16 m Sydney 2000
Weltmeisterin 2003 Yipsi Moreno (KubaKuba Kuba) 73,33 m Paris 2003
Europameisterin 2002 Olga Kusenkowa (RusslandRussland Russland) 72,94 m München 2002
Panamerikanische Meisterin 2003 Yipsi Moreno (KubaKuba Kuba) 74,25 m Santo Domingo 2003
Zentralamerika und Karibik-Meisterin 2003 Wettbewerb nicht im Meisterschaftsprogramm St. George’s 2003[1]
Südamerika-Meisterin 2003 Katiuscia de Jesus (BrasilienBrasilien Brasilien) 61,01 m Barquisimeto 2003[2]
Asienmeisterin 2003 Gu Yuan (China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China) 70,78 m Manila 2003[3]
Afrikameisterin 2004 Marwa Hussein (AgyptenÄgypten Ägypten) 66,14 m Brazzaville 2004
Ozeanienmeisterin 2002 Sharyn Tennent (AustralienAustralien Australien) 54,63 m Christchurch 2002[4]

Bestehende Rekorde

Weltrekord 76,07 m Mihaela Melinte (RumänienRumänien Rumänien) Rüdlingen, Schweiz 29. August 1999[5]
Olympischer Rekord 71,16 m Kamila Skolimowska (PolenPolen Polen) Finale von Sydney, Australien 29. September 2000

Anmerkungen:

  • Alle Zeitangaben sind auf Ortszeit Athen (UTC+2) bezogen.
  • Alle Weiten sind in Metern (m) angegeben.

Qualifikation

Die Qualifikation wurde in zwei Gruppen durchgeführt. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 68,50 m. Da nur elf Athletinnen diese Weite erreichten (hellblau unterlegt), wurde das Finalfeld mit der nächstbesten Sportlerin beider Gruppen auf zwölf Teilnehmerinnen aufgefüllt (hellgrün unterlegt). Für die Teilnahme waren schließlich 68,27 m zu erbringen.

Gruppe A

23. August 2004, 9:05 Uhr

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Gu Yuan China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 71,65 OR - - 71,65 OR
2 Irina Sekatschowa UkraineUkraine Ukraine 66,57 71,63 - 71,63
3 Andrea Bunjes DeutschlandDeutschland Deutschland 70,73 - - 70,73
4 Yipsi Moreno KubaKuba Kuba 70,56 - - 70,56
5 Kamila Skolimowska PolenPolen Polen 67,29 68,66 - 68,66
6 Ivana Brkljačić KroatienKroatien Kroatien 63,21 68,21 68,15 68,21
7 Jelena Konewzewa RusslandRussland Russland 66,88 67,83 x 67,83
8 Katalin Divós UngarnUngarn Ungarn 67,39 67,64 x 67,64
9 Julianna Tudja UngarnUngarn Ungarn 62,80 65,94 66,85 66,85
10 Erin Gilreath Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 66,71 65,46 66,52 66,71
11 Berta Castells SpanienSpanien Spanien 64,30 x 66,05 66,05
12 Maryia Smaliachkova WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 65,68 65,31 x 65,68
13 Ester Belassini ItalienItalien Italien x 54,97 65,58 65,58
14 Yuka Murofushi JapanJapan Japan 65,33 x 63,42 65,33
15 Clarissa Claretti ItalienItalien Italien 62,43 x 65,06 65,06
16 Bronwyn Eagles AustralienAustralien Australien x 64,09 x 64,09
17 Brooke Krueger AustralienAustralien Australien 63,00 x 63,88 63,88
18 Vânia Silva PortugalPortugal Portugal 63,81 61,77 61,44 63,81
19 Evdokia Tsamoglou GriechenlandGriechenland Griechenland 57,56 62,76 x 62,76
20 Shirley Webb Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 61,60 x x 61,60
21 Lucie Vrbenská TschechienTschechien Tschechien x 60,14 60,29 60,29
22 Jennifer Dahlgren ArgentinienArgentinien Argentinien x x 59,52 59,52
23 Sanja Gavrilović KroatienKroatien Kroatien 56,79 x x 56,79
ogV Elena Teloni Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern x x x ohne Weite

Gruppe B

23. August 2004, 10:50 Uhr

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Olga Kusenkowa RusslandRussland Russland 73,71 OR x x 73,71 OR
2 Yunaika Crawford KubaKuba Kuba 71,74 x x 71,74
3 Zhang Wenxiu China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 71,56 x x 71,56
4 Betty Heidler DeutschlandDeutschland Deutschland 66,20 69,81 x 69,81
5 Wolha Zander WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 66,20 x 69,61 69,61
6 Alexandra Papayeoryiou GriechenlandGriechenland Griechenland 64,59 68,58 x 68,58
7 Candice Scott Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago Trinidad und Tobago x 66,97 68,27 68,27
8 Liu Yinghui China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 66,67 66,30 68,12 68,12
9 Manuela Montebrun FrankreichFrankreich Frankreich 64,31 67,74 67,90 67,90
10 Tatjana Lyssenko RusslandRussland Russland x 65,57 66,82 66,82
11 Susanne Keil DeutschlandDeutschland Deutschland 66,35 x x 66,35
12 Sini Poyry FinnlandFinnland Finnland 66,05 x 64,35 66,05
13 Éva Orbán UngarnUngarn Ungarn 65,76 63,68 63,31 65,76
14 Anna Mahon Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 64,11 64,99 64,65 64,99
15 Lorraine Shaw Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 63,06 63,13 64,79 64,79
16 Sviatlana Sudak WeissrusslandWeißrussland Weißrussland x x 64,42 64,42
17 Violeta Guzmán MexikoMexiko Mexiko 62,76 58,18 61,45 62,76
18 Aldenay Vasallo KubaKuba Kuba 62,64 60,71 61,08 62,64
19 Marwa Hussein AgyptenÄgypten Ägypten 62,27 x 57,24 62,27
20 Jackie Jeschelnik Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 58,00 x 62,23 62,23
21 Stiliani Papadoupolou GriechenlandGriechenland Griechenland 61,48 61,61 x 61,61
22 Deborah Sosimenko AustralienAustralien Australien x 57,79 57,62 57,79
23 Marina Lapina AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 55,34 50,60 x 55,34
ogV Lisa Misipeka Samoa Amerikanisch
 Amerikanisch-Samoa
x x x ohne Weite

Finale

25. August 2004, 22:10 Uhr

Für das Finale hatten sich zwölf Athletinnen qualifiziert, elf von ihnen über die Qualifikationsweite, eine weitere über ihre Platzierung. Vertreten waren zwei Chinesinnen, zwei Deutsche und zwei Kubanerinnen sowie je eine Teilnehmerin aus Griechenland, Russland, Weißrussland, Polen, Trinidad und Tobago und der Ukraine.

Für diesen Wettkampf gab es zwei Topfavoritinnen. Die Kubanerin Yipsi Moreno hatte die Weltmeisterschaften 2001 und 2003 gewonnen. Die Russin Olga Kusenkowa war jeweils Vizeweltmeisterin und im Jahr 2002 Europameisterin geworden. Weitere Athletinnen mit Medaillenchancen waren die französische WM-Dritte von 2003 Manuela Montebrun, die WM-Vierte und Asienmeisterin Gu Yuan sowie die Olympiasiegerin von 2000 Kamila Skolimowska. Von ihnen scheiterte Montebrun bereits in der Qualifikation.

Im Finale ging es im Kampf um den Olympiasieg und die Medaillen bis zum Schluss sehr eng zu. Wie sich schon in der Qualifikation angedeutet hatte, war das Niveau der noch jungen Disziplin sehr hoch. Kusenkowa kam in Runde eins mit 73,16 m nah an ihren olympischen Rekord aus dem Vorkampf heran. Die Kubanerin Yunaika Crawford lag mit 70,98 m auf Platz zwei, Moreno hatte einen ungültigen Versuch. In Runde zwei gab es sechs Würfe über die 70-Meter-Marke. Kusenkowa verbesserte ihren Olympiarekord auf 74,27 m. Moreno gelangen 72,68 m, damit war sie Zweite. Die Chinesin Zhang Wenxiu lag mit 72,03 m knapp dahinter auf Rang drei vor Crawford mit 71,43 m.

Kusenkowa verbesserte sich auch mit ihrem nächsten Wurf, der bei 75,02 m landete. Crawford gelangen 73,76 m, womit sie wieder Zweite war. Auch dahinter verschob sich wieder alles. Die Deutsche Betty Heidler warf 72,73 m und lag damit auf Rang drei. Moreno hatte einen ungültigen Versuch und war Vierte vor Skolimowska mit 72,57 m und der Weißrussin Wolha Zander, die sich auf 72,27 m verbesserte. Zhang fiel damit zurück auf Platz sieben. Für das Finale der besten Acht hatten sich genau die Athletinnen qualifiziert, die weiter als siebzig Meter geworfen hatten. In Runde vier gab es keine Veränderungen. Im fünften Durchgang gelangen Moreno 73,36 m, damit verbesserte sich die Mitfavoritin auf den zweiten Platz und verdrängte die bis dahin vor ihr liegenden Crawford und Heidler um jeweils einen Rang nach hinten.

Damit war die Entscheidung gefallen, im letzten Durchgang gab es keine Verschiebungen mehr. Olga Kusenkowa war Olympiasiegerin und stellte mit 75,02 m einen neuen olympischen Rekord auf. Yipsi Moreno gewann Silber, ihre Landsfrau Yunaika Crawford Bronze. Betty Heidler belegte mit neuem Deutschen Rekord einen überraschenden vierten Platz vor Kamila Skolimowska und Wolha Zander. Siebte wurde Zhang Wenxiu, Achte die Ukrainerin Irina Sekatschowa.

Zwischen Platz eins und sieben lagen nur knapp drei Meter, die Zweite trennte nicht einmal ein Meter von der Fünften. Die Olympiasiegerin von Sydney Kamila Skolimowska hatte ihre Weite von vor vier Jahren um knapp eineinhalb Meter gesteigert und musste sich dennoch mit Rang fünf zufriedengeben.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Endresultat Anmerkung
1 Olga Kusenkowa RusslandRussland Russland 73,18 74,27 OR 75,02 OR x 72,60 74,92 75,02 OR
2 Yipsi Moreno KubaKuba Kuba x 72,68 x x 73,36 x 73,36
3 Yunaika Crawford KubaKuba Kuba 70,98 71,43 73,16 x x 70,06 73,16
4 Betty Heidler DeutschlandDeutschland Deutschland x 67,71 72,73 DR 72,41 70,21 68,49 72,73 DR
5 Kamila Skolimowska PolenPolen Polen 69,51 68,50 72,57 x x 67,06 72,57
6 Wolha Zander WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 66,91 70,15 72,27 65,01 x 68,63 72,27
7 Zhang Wenxiu China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China x 72,03 x 68,03 x x 72,03
8 Irina Sekatschowa UkraineUkraine Ukraine 69,40 70,11 67,34 66,40 70,40 x 70,40
9 Candice Scott Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago Trinidad und Tobago 63,13 69,94 NR 68,51 nicht im Finale der
besten acht Werferinnen
69,94 NR
10 Gu Yuan China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 67,59 68,62 69,76 69,76
11 Andrea Bunjes DeutschlandDeutschland Deutschland 68,40 61,78 68,22 68,40
12 Alexandra Papayeoryiou GriechenlandGriechenland Griechenland x 63,26 66,83 66,83
  • Die Deutsche Betty Heidler belegte im Finale Rang vier
    Die Deutsche Betty Heidler belegte im Finale Rang vier
  • Die Olympiasiegerin von 2000 Kamila Skolimowska aus Polen kam hier in Athen auf Platz fünf
    Die Olympiasiegerin von 2000 Kamila Skolimowska aus Polen kam hier in Athen auf Platz fünf
  • Die Olympiasiebte Zhang Wenxiu aus China
    Die Olympiasiebte Zhang Wenxiu aus China

Video

Einzelnachweise

  1. Central American and Caribbean Championships (Women) auf gbrathletics.com, abgerufen am 16. Mai 2018
  2. South American Championships (Women) auf gbrathletics.com, abgerufen am 16. Mai 2018
  3. Asian Championships auf gbrathletics.com, abgerufen am 16. Mai 2018
  4. Oceania Championships auf gbrathletics.com, abgerufen am 16. Mai 2018
  5. IAAF Statistics Weltrekorde, Hammerwurf Frauen, abgerufen am 16. Mai 2018
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Olympische Sommerspiele 2004/Leichtathletik – Hammerwurf (Frauen)
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