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Rashid Ramzi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Rashid Ramzi Leichtathletik


Rashid Ramzi bei der Weltmeisterschaft 2007

Nation BahrainBahrain Bahrain
Geburtstag 17. Juli 1980
Geburtsort SafiMarokko
Größe 172 cm
Gewicht 65 kg
Karriere
Disziplin Mittelstreckenlauf
Bestleistung 1:44,05 min (800 m)
3:29,14 min (1500 m)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Asienspiele 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
 Weltmeisterschaften
Gold Helsinki 2005 800 m
Gold Helsinki 2005 1500 m
Silber Osaka 2007 1500 m
 Asienspiele
Gold Busan 2002 1500 m
Bronze Doha 2006 1500 m
letzte Änderung: 26. August 2013

Rashid Ramzi (arabisch رشيد رمزي Raschid Ramzi, DMG Rašīd Ramzī; * 17. Juli 1980 in Safi) ist ein bahrainischer Mittelstreckenläufer marokkanischer Herkunft.

Karriere

Bei den Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki gewann er Gold über 800 und über 1500 Meter. Mit diesem Doppelsieg war er der erste Leichtathlet, dem bei Weltmeisterschaften ein Double über 800 und 1500 Meter gelang. Dies hatten zuvor nur zwei Mittelstreckler bei Olympischen Spielen erreicht: Der Neuseeländer Peter Snell gewann bei den Olympischen Spielen 1964 beide Distanzen, und Albert Hill war zuvor bei den Olympischen Spielen 1920 über beide Mittelstrecken erfolgreich.

Bei einem Autounfall in der Nähe von Rabat am 19. Januar 2013 wurde er schwer verletzt. Sein Trainingspartner Abderrahim Goumri kam dabei ums Leben.

Dopingaffäre

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking kam Ramzi über 1500 Meter als Erster ins Ziel. Am 29. April 2009 bestätigte das Nationale Olympische Komitee von Bahrain, dass Ramzi bei Nachkontrollen von Dopingproben, die während der Olympischen Spiele von Peking 2008 genommen worden waren, positiv auf das EPO-Mittel CERA getestet worden ist. Auch in der B-Probe wurde CERA gefunden. Daraufhin wurde ihm die olympische Goldmedaille aberkannt[1] und die IAAF sperrte ihn für zwei Jahre.[2]

Erfolge

  • 1999: Sieger der Afrikanischen Juniorenmeisterschaften (1500 m: 3:47:13 min)
  • 2001: Sieger der Marokkanischen Meisterschaften (1500 m: 3:41,5 min)
  • 2002: Zweiter der Asienmeisterschaften (1500 m: 3:46.41 min)
  • 2003: Sieger der Asienmeisterschaften (1500 m: 3:41,66 min)
  • 2004: Hallenasienmeister (800 m: 1:48,03 min, 1500 m: 3:55,73 min)
  • 2004: Vizeweltmeister (800 m: 1:46,15 min)
  • 2004: Teilnahme an den Olympischen Spielen (1500 m: 3:44,60 min – im Halbfinale ausgeschieden)
  • 2005: Weltmeister in Helsinki (800 m: 1:44,24 min, 1500 m: 3:37,88 min)
  • 2007: Zweiter bei den Weltmeisterschaften in Osaka (1500 m: 3:35,00 min)
  • 2008: Sieg bei den Olympischen Spielen in Peking (1500 m: 3:32,94 min), wegen Dopings aberkannt

Rashid Ramzi hat bei einer Körpergröße von 1,72 m ein Wettkampfgewicht von 65 kg.

Persönliche Bestleistungen

  • 800 Meter: 1:44,05 min, 17. Juli 2006 in Madrid
  • 1500 Meter: 3:29,14 min, 14. Juli 2006 in Rom
  • 1 Meile: 3:51,33 min, 4. Juni 2005 in Eugene

Leistungsentwicklung in der Übersicht

Jahr 800 Meter
(in min)
1500 Meter
(in min)
2002 1:47,12 3:44,85
2003  - 3:39,30
2004 1:46,15 (Halle) 3:30,25
2005 1:44,24 3:30,00
2006 1:44,05 3:29,14
2007 3:35,00
2008 3:32,94

Einzelnachweise

  1. Mittelstreckenläufer Ramzi muss Goldmedaille zurückgeben. faz.net, 18. November 2009, abgerufen am 21. April 2018.
  2. Ramzi nach Gold-Aberkennung gesperrt. Rheinische Post, 12. Januar 2010, abgerufen am 21. April 2018.
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