Agfa ist ein ursprünglich deutsches Unternehmen der chemischen Industrie. „AGFA“ steht für „Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrication“. Das heutige Unternehmen Agfa-Gevaert entstand 1964 durch eine Fusion der deutschen Agfa AG und der belgischen Gevaert N.V. Der breiten Öffentlichkeit wurde das Unternehmen durch seine fotografischen Produkte bekannt. Agfa war über Jahrzehnte einer der größten europäischen Hersteller fotografischer Filme und Laborausrüstungen nach den weltweit führenden Konkurrenten Kodak und Fujifilm. Für den Massenmarkt wurden auch Kameras und Diaprojektoren hergestellt.

Quick facts: Agfa-Gevaert N.V. ...
Agfa-Gevaert N.V.
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Rechtsform Naamloze vennootschap
ISIN BE0003755692
Gründung 1867/1964
Sitz Mortsel, Belgien
Leitung Pascal Juéry, Präsident und CEO
Mitarbeiterzahl 10.423 (30. September 2015)[1]
Umsatz 2,620 Mrd. Euro (2014)[1]
Branche Medizintechnik, professionelle Fotografie, Druck
Website www.agfa.com
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Agfa-Werbung auf einem Triebwagen der Straßenbahn Lissabon, 1999

Die Unternehmen der heutigen Agfa-Gevaert-Gruppe (Graphics, Materials und Health Care bis 2020) konzentrieren sich auf Produktbereiche jenseits der chemischen Photographie (IT im Gesundheitswesen, Produkte für Druck und Druckvorstufe, spezielle Fotomaterialien). Der Bereich der Consumerphotographie wurde 2004 in die unabhängige, 2005 insolvente AgfaPhoto GmbH ausgegliedert, deren Tochterfirma AgfaPhoto Holding seit gerichtlicher Erstreitung des Lizenzrechts von Agfa-Gevaert im Jahr 2007 wieder Consumerfilme auf dem Markt anbietet. Heutige Kameras mit dem Namen AgfaPhoto sind Produkte, die nicht von der Agfa-Gevaert Gruppe oder der AgfaFoto Holding GmbH hergestellt werden, sondern durch Lizenznehmer so benannt werden dürfen.