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Airco DH.4

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Airco DH.4
Eine erhaltene DH.4 im US-Luftwaffenmuseum
Typ: Bomber
Entwurfsland:

Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich

Hersteller: Aircraft Manufacturing Company
Erstflug: August 1916
Indienststellung: 1917
Stückzahl: > 6000
Anwerfen einer DH.4
Anwerfen einer DH.4

Die Airco DH.4 war ein einmotoriger zweisitziger Doppeldecker, der im Ersten Weltkrieg als Bomber eingesetzt wurde. Er wurde von der britischen Firma Airco entwickelt. Die Fertigung erfolgte in Großbritannien und als DH-4A, DH-4B und DH-4M in den USA. Sie wurde auf britischer und US-amerikanischer Seite ab März 1917 eingesetzt.

Die von Geoffrey de Havilland konstruierte Maschine erreichte eine Gipfelhöhe von über 7000 m und eine Geschwindigkeit von 170 km/h, so dass die deutschen Jagdflugzeuge Schwierigkeiten hatten, diese Maschine abzufangen. Bis zum Waffenstillstand wurden 3227 Maschinen in den USA gebaut, von denen 1885 Einheiten nach Frankreich verschifft worden waren. Die Gesamtproduktion der drei US-amerikanischen Unternehmen Dayton-Wright, Boeing und Fokker-Atlantic umfasste 4846 DH-4. Die britische Produktion betrug insgesamt 1449 Maschinen.[1]

Zivile Verwendung

Die britische Regierung genehmigte die Wiederaufnahme des zivilen Luftverkehrs mit Wirkung vom 15. Juli 1919. Noch am gleichen Tag beförderte Englands erste Fluggesellschaft, die Aircraft Transport & Travel (AT & T), ihren ersten zahlenden Passagier auf einem Charterflug von London nach Paris. Die AT & T besaß, bevor sie Ende 1920 infolge wirtschaftlicher Probleme ihren Betrieb einstellen musste, zwei DH.4, vier DH.4A, 16 DH.9/DH.9B, acht DH.16 und drei DH.18.

Die DH.4 waren ehemalige RAF-Maschinen, deren Bewaffnung ausgebaut worden war und in deren hinteres Cockpit zwei Passagiersitze eingebaut waren. Dagegen war die DH.4A ein echter Zivilumbau mit einer geschlossenen Passagierkabine für zwei Fluggäste hinter dem vorderen Cockpit.

Neben den für AT & T umgebauten Maschinen wurden noch zwei Einheiten für Handley Page Transport Ltd. für ihre Routen nach Paris und Amsterdam fertiggestellt sowie eine weitere für Instone Air Line. Dieses Flugzeug mit der Zulassung G-EAMU war eine ehemalige DH.4 der RAF und trug, als es den Flugbetrieb am 12. Oktober 1919 aufnahm, den Instone-Flottennamen City of Cardiff. Sechzehn Monate später wurde sie bei Airco zur DH.4A umgebaut und als City of York zwischen London-Croydon und Paris-Le Bourget linienmäßig eingesetzt. Sie wurde 1924 von Imperial Airways übernommen, gelangte dort aber nicht mehr zum Einsatz.

Militärische Nutzung

Belgien Belgien
Chile Chile
Erste Hellenische Republik
 Griechenland
Kanada 1921
 Kanada
Kuba Kuba
Mexiko Mexiko
Nicaragua 1908
 Nicaragua
Neuseeland Neuseeland
Persien
 Persien
Sowjetunion 1923
 Sowjetunion
Spanien 1875
 Spanien
Sudafrika 1912
 Südafrikanische Union
Turkei Türkei
  • Türkische Luftwaffe
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten

Technische Daten (DH.4 von 1919)

Kenngröße Daten
Besatzung 1
Passagiere 2
Länge 9,30 m
Spannweite 12,93 m
Höhe 3,35 m
Startmasse 1685 kg
Reisegeschwindigkeit 195 km/h
Höchstgeschwindigkeit ? km/h
Dienstgipfelhöhe 5000 m
Reichweite 485 km
Triebwerke ein flüssigkeitsgekühlter 12-Zylinder-V-Motor Rolls-Royce Eagle VIII mit 258 kW (350 PS)

Siehe auch

Literatur

  • Enzo Angelucci (Hrsg.): World Encyclopedia of Military Aircraft. Jane’s, London 1991, ISBN 0-7106-0148-4.
  • J.M. Bruce: The De Havilland D.H.4. In: Flight. 17. Oktober 1952, S. 506–510.
  • A.J. Jackson: De Havilland Aircraft since 1909. 3. Ausg., Putnam, London 1987, ISBN 0-85177-802-X.
  • Maurer Maurer (Hrsg.): The U.S. Air Service in World War I. Volume IV Postwar Review. The Office of Air Force History Headquarters USAF, Washington 1979.
  • Ray Sturtivant, Gordon Page: The D.H.4/D.H.9 File. Air-Britain (Historians) Ltd., Kent 2000, ISBN 0-85130-274-2.
  • Owen Thetford: British Naval Aircraft since 1912. 4. Ausg., Putnam, London 1978, ISBN 0-370-30021-1.

Einzelnachweise

  1. A.J. Jackson: De Havilland Aircraft since 1909. 3. Auflage. Putnam, London 1987, ISBN 0-85177-802-X, S. 58 (englisch).
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