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Barton Childs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Barton Childs (* 29. Februar 1916 in Hinsdale, Illinois; † 18. Februar 2010 in Baltimore, Maryland) war ein US-amerikanischer Kinderarzt und Genetiker an der Johns Hopkins University School of Medicine.

Leben und Wirken

Childs studierte Biologie am Williams College (Bachelor 1938) und Medizin an der Johns Hopkins University (JHU), wo er 1942 einen M.D. erwarb. Nach seinem Militärdienst zwischen 1943 und 1946 absolvierte er an der JHU und dem Boston Children’s Hospital seine Facharztausbildung zum Kinderarzt. Anschließend übernahm er die Kinderärztliche Ambulanz am Harriet Lane Hospital, dem Kinderkrankenhaus der JHU. 1952/53 verbrachte Childs bei Lionel Penrose am University College London, wo er in Genetik ausgebildet wurde. Seit 1953 gehörte er zum Lehrkörper der JHU. 1981 wurde er als Professor für Kinderheilkunde und für Biologie emeritiert, blieb aber bis kurz vor seinem Tod wissenschaftlich aktiv.

Childs konnte (gemeinsam mit Ronald G. Davidson und Harold Nitowsky) die Lyon-Hypothese der Inaktivierung eines von zwei X-Chromosomen in den Zellen von weiblichen Embryonen bestätigen. Gemeinsam mit William H. Zinkham konnte er zeigen, dass der Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel einem X-chromosomal rezessiven Erbgang folgt. Außerdem untersuchte er die genetischen Ursachen von Störungen wie Dyslexie, Nebennierenrindenhyperplasie oder Schizophrenie. Er forderte, moderne Medizin müsse auf der jeweiligen individuellen Beziehung von Genen und Umwelt basieren.

Barton Childs war zweimal verheiratet, seine erste Frau starb 1980 bei einem Verkehrsunfall. Mit ihr hatte er zwei Kinder.

Auszeichnungen (Auswahl)

Die American Society of Human Genetics vergibt den Arno Motulsky-Barton Childs Award for Excellence in Human Genetics Education (bis 2015 ASHG Award for Excellence in Human Genetics Education).[8]

Schriften

  • als Herausgeber: Genetics of Neurological Disorders, 1985
  • Inborn Factors in Disease, 1989
  • Genetic Medicine: A Logic of Disease, 1999

Quellen

Einzelnachweise

  1. GE. Mead Johnson Award in Pediatric Research. In: aps-spr.org. Abgerufen am 28. Dezember 2017 (englisch).
  2. Past ASHG Award Recipients – ASHG. In: ashg.org. Abgerufen am 28. Dezember 2017 (englisch).
  3. Book of Members 1780–present, Chapter C. (PDF; 1,3 MB) In: American Academy of Arts and Sciences (amacad.org). Abgerufen am 28. Dezember 2017 (englisch).
  4. History of the ASHG – ASHG. In: ashg.org. Abgerufen am 28. Dezember 2017 (englisch).
  5. C. R. Scriver: Howland Award presentation to Barton Childs. In: Pediatric research. Band 26, Nummer 4, Oktober 1989, S. 388–389, ISSN 0031-3998. PMID 2677952.
  6. B. Childs: Acceptance of the Howland Award. In: Pediatric research. Band 26, Nummer 4, Oktober 1989, S. 390–393, ISSN 0031-3998. PMID 2797952.
  7. APPA: Awards. In: appassn.org. Abgerufen am 26. August 2019.
  8. Awards – ASHG. In: ashg.org. Abgerufen am 28. Dezember 2017 (englisch).
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