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Blut-Johannisbeere

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Blut-Johannisbeere

Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Stachelbeergewächse (Grossulariaceae)
Gattung: Johannisbeeren (Ribes)
Art: Blut-Johannisbeere
Wissenschaftlicher Name
Ribes sanguineum
Pursh

Die Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Johannisbeeren (Ribes) in der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Dieser Strauch ist in Nordamerika beheimatet.

Beschreibung

Die Blut-Johannisbeere wächst als laubabwerfender, locker beasteter Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 4 m. Die Rinde ist graubraun bis rotbraun. Die Laubblätter sind fünflappig und mit 2 bis 7 cm etwa genauso breit wie lang. Der frische Blattaustrieb im Frühling duftet harzig.

Blütentraube
Blütentraube
Früchte
Früchte

Die Blüten erscheinen gleichzeitig mit den Blättern im April bis Mai. Die Blüten stehen zu 5 bis 30 in 3–7 cm langen traubigen Blütenständen zusammen. Die Blüten sind 5 bis 10 mm groß. Die fünf Kronblätter kräftig rot bis rosafarben. Die Blüten werden in Kalifornien gern von Kolibris, in Europa von Schmetterlingen und Hummeln besucht.

Im Juli reifen die dann dunkel-purpurfarben, blau bereiften, etwa 1 cm großen Beeren (weshalb die Art auch Blaue Johannisbeere genannt wird). Sie sind essbar und besitzen wenig Aroma.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.[1]

Verbreitung

Die Blut-Johannisbeere stammt aus dem Westen Nordamerikas und kommt dort von British Columbia bis nach Nordkalifornien vor. Sie kommt in Kalifornien in Höhenlagen bis 2200 m vor.

Systematik

In der Art Ribes sanguineum werden folgende Varietäten (teilweise auch als Unterarten angesehen) unterschieden:

  • Ribes sanguineum var. glutinosum (Benth.) Loudon
  • Ribes sanguineum Pursh var. sanguineum

Diese Systematik ist umstritten. Es wird auch die Ansicht vertreten, dass R. glutinosum Benth. eine eigenständige Art ist. Sie zeichnet sich durch Drüsenhaare aus, die bei Berührung einen starken aromatischen Geruch verbreiten, und die Blattunterseite ist grün und nicht weißfilzig wie bei R. sanguineum.

Blätter und Blütenknospen
Blätter und Blütenknospen

Nutzung

Wegen der leuchtend roten Blüte wird die Blut-Johannisbeere seit 1826 häufig als Zierstrauch in Gärten gepflanzt.

Zuchtformen

Es sind viele Sorten gezüchtet worden; die Blütenfarben decken das Spektrum von weiß bis dunkelrot ab. Hier einige Sorten:

  • 'King Edward VII': Besitzt rote Blüten.
  • 'Pulborough Scarlet': Besitzt ebenso rote Blüten.
  • 'White Icicle': Diese Zuchtform besitzt weiße Blüten.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 496.
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