Call-by-Call

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Call-by-Call (CbC) bezeichnet die Möglichkeit, Telefongespräche oder Internetverbindungen über einen anderen Anbieter als den Telefonanschluss-Anbieter zu führen. Der Telefonanschluss wird dabei vom Teilnehmernetzbetreiber betrieben, während die Gesprächs- oder Internetverbindung im Fall des Call-by-Call durch einen abweichenden Verbindungsnetzbetreiber hergestellt wird. Für den Verbraucher ergibt sich dadurch die Möglichkeit, auf einfache Weise andere – oft günstigere – Anbieter zu verwenden. Der Begriff Call-by-Call ist ein Scheinanglizismus, der eigentliche englische Terminus lautet Dial-Around-Service, deutsch sinngemäß „Den (eigentlich) zugeordneten Dienst durch Wahl umgehen“, wörtlich „umwählen“.

Im Fall eines Telefongesprächs wählt der Anrufer vor der eigentlichen Rufnummer die Verbindungsnetzbetreiberkennzahl. Diese Sonderrufnummer wird umgangssprachlich auch Sparvorwahl, Vorvorwahl oder Call-by-Call-Nummer genannt. Diese Nummern sind in Deutschland nach dem Muster 010xy bzw. 0100xy, in Österreich 10xy und in der Schweiz 107xy und 108xy aufgebaut.

Im Fall des Zugangs zum Internet wird die Einwahlnummer des gewünschten Anbieters gewählt. Die Zugangsdaten – insbesondere der Benutzername und das Passwort – sind für alle Benutzer gleich und werden vom Internet Service Provider offen publiziert, was eine schnelle und unkomplizierte Nutzung ermöglicht.

Sowohl für Telefon- als auch Internet-by-Call existiert bei den in Deutschland vorherrschenden anmeldefreien Tarifen oftmals das Problem, dass Anbieter ihre zunächst günstigen Angebote kurzfristig verteuern. Daraus ergeben sich für den Kunden, der sich nicht vor jeder Nutzung über die aktuellen Tarife informiert, häufig deutlich höhere Kosten als erwartet.