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Forst (Gerhardshofen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Forst
Gemeinde Gerhardshofen
Koordinaten: 49° 37′ 32″ N, 10° 41′ 12″ O
Höhe: 280–291 m ü. NHN
Einwohner: 55 (7. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 91466
Vorwahl: 09163
St. Katharina

Forst ist ein Ortsteil der Gemeinde Gerhardshofen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Geografie

Das Kirchdorf liegt am östlichen Ufer der Aisch. Im Süden liegt das Flurgebiet Auf der Höhe.[2]

Geschichte

Der Ort wird 1361/64 als „Forst“ im burggräflichen Urbar erstmals urkundlich erwähnt.[3] Die Filialkirche St. Katharina wurde im 14. Jahrhundert errichtet.[4] Im Dreißigjährigen Krieg wurde Forst 1632 geplündert und gebrandschatzt.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Forst 13 Haushalte. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach aus. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Bayreuth als Grundherrn (Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach: 11, Klosteramt Birkenfeld: 2).[6]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Forst dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Dachsbach zugeordnet, ab 1813 gehörte es der Ruralgemeinde Gerhardshofen an.[7]

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 2: Evang.-luth. Filialkirche St. Katharina
  • Scheune am östlichen Ortsausgang, konstruktives Fachwerk. Zwischen den Scheunentoren Flachrelief mit Pferdefuhrwerk und Inschrift: Johan Kolb / SOLO (sic!) DEO GLORJA / 1826.[8]

Baubeschreibungen: Liste der Baudenkmäler in Gerhardshofen#Forst

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002016
Einwohner 86 113 101 99 109 77 84 106 84 83 58 55
Häuser[9] 20 18 16 15 14 14 15 16
Quelle [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [1]

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch. Die Bewohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Peter (Gerhardshofen) gepfarrt.

Verkehr

Forst wird von der Bundesstraße 470 tangiert, die nach Gerhardshofen bzw. nach Diespeck führt. Ein landwirtschaftlicher Verkehrsweg führt zur Vahlenmühle.

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Einwohnerzahlen auf der Website gerhardshofen.de
  2. Forst im BayernAtlas
  3. H. Sponholz (Hrsg.), S. 97.
  4. Ortsteile auf der Website gerhardshofen.de
  5. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a. d. Aisch 1950, OCLC 42823280; Neuauflage anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978. Ebenda 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 243.
  6. H. H. Hofmann, S. 96.
  7. H. H. Hofmann, S. 185.
  8. R. Strobel, S. 69. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt ggf. abgerissen.
  9. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1846, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  10. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 26 (Digitalisat).
  11. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 198 (Digitalisat).
  12. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1056, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1221, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1155 (Digitalisat).
  15. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1228 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1266 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1097 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 804 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 175 (Digitalisat).
  20. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 339 (Digitalisat).
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