Forza Italia (2013) - Wikiwand
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Forza Italia (2013)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Forza Italia
Parteivorstand Silvio Berlusconi (Präsident - Presidente)
Antonio Tajani (Vizepräsident - Vicepresidente)
Gründung 16. November 2013 (hervorgegangen aus: Il Popolo della Libertà)
Ideologie Liberaler Konservatismus
Christdemokratie Wirtschaftsliberalismus
Populismus (Berlusconismus)
Europäische Partei EVP
EP-Fraktion EVP
Abgeordnete
93/630
Senatoren
55/315
Europa­abgeordnete
7/76
Haupt­sitz ItalienItalien Rom, Piazza San Lorenzo in Lucina 4
Website forza-italia.it

Forza Italia (deutsch Die Kraft Italien, ursprünglich ein Schlachtruf im Sport) ist eine politische Partei in Italien, die am 16. November 2013 aus der Regierungspartei Popolo della Libertà (PdL) hervorging. Formal lediglich eine Umbenennung, war die PdL nach mehreren Abspaltungen de facto auseinandergebrochen. Insbesondere die PdL-Minister im Kabinett Letta trugen nach einer Reihe von Zerwürfnissen auch die Umbenennung nicht mit, woraus sich die Partei Nuovo Centrodestra entwickelte.

Die Partei nahm den Namen von Silvio Berlusconis langjähriger Vorgängerpartei Forza Italia (1994–2009) an.

Geschichte

Bereits am 25. Oktober 2013 hatte Berlusconi als Präsident des Popolo della Libertà erklärt, dass seine Partei nunmehr wieder Forza Italia heißen solle.[1] Vor dem Hintergrund der ohnehin schwelenden Konflikte kündigten PdL-Generalsekretär Angelino Alfano und seine Ministerkollegen im Kabinett Letta an, diese Entscheidung nicht mitzutragen. Eine Spaltung deutete sich da bereits klar an.[2]

Zur Klärung wurde ein Parteitag einberufen, an dem jedoch Alfano und seine Regierungskollegen, wie schon im Vorfeld angekündigt, nicht teilnahmen. Rund 800 der verbleibenden Parteimitglieder entschieden sich am 16. November 2013 gleichwohl für einen Neuanfang unter altem Namen.[3] Berlusconi wurde zitiert: „Ich bin glücklich, dass wir zu diesem Namen zurückgekehrt sind, den wir alle noch im Herzen haben: Forza Italia.“[4]

Am Abend stellte Alfano seine neue Partei Nuovo Centrodestra vor, ihr werden neben den fünf PdL-Ministern insgesamt 30 der 98 Senatoren sowie 27 der 97 Abgeordneten in der Abgeordnetenkammer zugerechnet, genug um die Regierungsmehrheit auch ohne Forza Italia halten zu können. Zwar äußerten sich beide Parteichefs, im Parlament auch weiterhin zusammenarbeiten zu wollen, jedoch drohte Berlusconi für den Fall seines Senatsausschlusses erneut mit einem Rückzug aus der Regierungskoalition.[5]

Weitere Symbole der Partei

  • Wahlkampflogo der Forza Italia mit dem Namen Berlusconis
    Wahlkampflogo der Forza Italia mit dem Namen Berlusconis
  • Wahlkampflogo der Forza Italia
    Wahlkampflogo der Forza Italia

Wahlergebnisse

Ergebnisse bei den Regionalwahlen
Jahr Region Stimmen Anteil Mandate Platz
2019 Abruzzen 54.223 9,0 %
3/31
4.
2018 Aostatal 1.862 2,9 %
0/35
10.
2015 Apulien 181.896 10,8 %
6/51
3.
2019 Basilikata 26.457 9,1 %
3/21
3.
2020 Emilia-Romagna 55.317 2,6 %
1/50
7.
2018 Friaul-Julisch Venetien 50.908 12,1 %
5/49
3.
2020 Kalabrien 96.067 12,6 %
5/31
2.
2015 Kampanien 405.550 17,8 %
7/51
2.
2018 Latium 371.155 14,6 %
6/51
3.
2015 Ligurien 68.283 12,7 %
3/31
4.
2018 Lombardei 750.628 14,3 %
14/80
4.
2015 Marken 49.884 9,4 %
2/31
4.
2018 Molise 13.627 9,4 %
4/21
2.
2019 Piemont 161.137 8,4 %
3/51
4.
2019 Sardinien 56.450 8,0 %
6/60
5.
2017 Sizilien 315.056 16,4 %
14/70
2.
2018 Südtirol 2.825 1,0 %
0/35
12.
2015 Toskana 112.658 8,5 %
2/41
4.
2018 Trentino 7.204 2,8 %
1/35
10.
2019 Umbrien 22.991 5,5 %
1/21
5.
2015 Venetien 110.573 6,0 %
3/51
5.
Ergebnisse bei den Parlamentswahlen
Jahr Stimmen Anteil Mandate Platz
2018 4.596.956 14,0 %
106/630
4.
Ergebnisse bei den Senatswahlen
Jahr Stimmen Anteil Mandate Platz
2018 4.358.004 14,4 %
58/315
4.
Ergebnisse bei den Europawahlen
Jahr Stimmen Anteil Mandate Platz
2014 4.614.364 16,8 %
13/73
3.
2019 2.351.673 8,8 %
7/76
4.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Italiens Ex-Premier: Berlusconi verschärft Streit in eigener Partei. In: Spiegel online. 26. Oktober 2013, abgerufen am 26. Oktober 2013.
  2. Machtkampf in Italien: Berlusconis Partei droht die Spaltung. In: rp-online. 27. Oktober 2013, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  3. Berlusconi-Partei spaltet sich. In: Süddeutsche Zeitung. 16. November 2013, abgerufen am 17. November 2013.
  4. Berlusconi reanimiert Forza Italia. In: dradio.de. 16. November 2013, abgerufen am 17. November 2013.
  5. Berlusconis Minister wechseln zu Alfano. In: Der Standard. 16. November 2013, abgerufen am 17. November 2013.
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