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Gotha G.I

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Gotha G.I
Typ: Bomber
Entwurfsland:

Deutsches Reich

 Deutsches Reich

Hersteller: Gothaer Waggonfabrik
Erstflug: Anfang 1915
Produktionszeit:

1914–1916

Stückzahl: 18

Die Gotha G.I war ein Bomber der deutschen Fliegertruppen im Ersten Weltkrieg. Als „Groß-Kampfflugzeug Nummer 1 der Gothaer Waggonfabrik“ begründete es eine Baureihe, zu der noch die Typen G.II bis G.VI zählten.

Konstruktion

Es handelte sich um einen Doppeldecker von ungewöhnlicher Konstruktion: Im Gegensatz zu normalen Doppeldeckern, bei denen der untere Flügel am Rumpf befestigt ist, war bei der G.I der obere Flügel am Rumpf befestigt; der untere Flügel ging quer unter dem Rumpf durch. Der Entwickler Carl Oskar Ursinus ließ sich diese Anordnung patentieren. Das Schussfeld des vorne sitzenden MG-Schützen war nicht wie bei herkömmlichen Konstruktionen durch den oberen Flügel eingeschränkt. Weiterhin konnten die beiden Motoren am unteren Flügel eng nebeneinander montiert werden, wodurch bei Ausfall eines Motors die verbleibende Zugkraft ein geringeres Drehmoment um die Gierachse erzeugte als bei der üblichen Anordnung. Ein Nachteil dieser Konstruktion war allerdings, dass der Schütze stärker gefährdet war, wenn es bei einer Bruchlandung zu einem Kopfstand kam.

Ursinus hatte den Bomber ursprünglich als Wasserflugzeug entworfen. Der erste Prototyp flog Anfang 1915 und war mit zwei Motoren vom Typ Benz Bz II ausgerüstet, die je 74 kW (100 PS) leisteten.

Nach der Erprobung durch die Idflieg (Inspektion der Fliegertruppen) wurde im März 1915 die Gothaer Waggonfabrik mit der Herstellung betraut. Die ursprüngliche Ursinus-Konstruktion wurde von deren Chefingenieur Hans Burkhard noch überarbeitet und die Firma baute die Maschinen als Landflugzeuge. Das erste Exemplar wurde am 27. Juli 1915 fertiggestellt, und bis 1916 wurden insgesamt achtzehn Stück produziert. Diese Ausführung war mit zwei je 110 kW (150 PS) leistenden Benz-Bz-III-Motoren ausgestattet und lief unter der Bezeichnung „GUH“ (Gotha-Ursinus-Heeresflugzeug). Der Bomber war mit einem MG ausgerüstet, die maximale Bombenlast betrug ca. 150 kg[1][2].

Die Kaiserliche Marine beauftragte im April 1915 unter der Bezeichnung „UWD“ (Ursinus-Wasser-Doppeldecker) die Herstellung eines Wasserflugzeugs nach dem ursprünglichen Konzept Ursinus’. Im Januar 1916 wurde das einzige Exemplar fertiggestellt.

Technische Daten

Kenngröße Daten
Besatzung 3
Spannweite 22,0 bzw. 19,7 m
Länge 12,9 m
Höhe 3,9 m
Flügelfläche 82,0 m²
Flügelstreckung
Nutzlast
Startmasse 2810 kg
Reisegeschwindigkeit 130 km/h
Höchstgeschwindigkeit 130 km/h
Dienstgipfelhöhe 2700 m
Reichweite 540 km
Triebwerke 2 × Benz Bz III, je 110 kW (150 PS)

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Kopenhagen/Beek: Das große Flugzeugtypenbuch 2005 ISBN 3-613-02522-1: das Buch gibt die maximale Bombenlast mit 150 kg an.
  2. Luftfahrtmuseum (Memento vom 2. Dezember 2008 im Internet Archive) (abgefragt am 22. Mai 2008) gibt folgende Bewaffnung an: „2* MG 7,9 mm, 200 kg Bomb.“
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Gotha G.I
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