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Hürfeld (Sugenheim)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hürfeld
Markt Sugenheim
Koordinaten: 49° 37′ 20″ N, 10° 26′ 17″ O
Höhe: 317 m ü. NHN
Einwohner: 43 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91484
Vorwahl: 09165

Hürfeld (umgangssprachlich: Hurafeld[2]) ist ein Ortsteil des Marktes Sugenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Geografische Lage

Ca. 200 Meter südlich des Dorfes fließt der Tiefenbach, der ein rechter Zufluss des Ehebachs ist. Ca. 0,5 km südwestlich des Ortes liegt das Flurgebiet Kipperland, im Nordwesten grenzt das Schwadenfeld an, ca. 1 km östlich liegt das Waldgebiet Hart, ca. 1,25 km nordöstlich das Untere Holz.[3]

Geschichte

Der Ort wurde im 14. Jahrhundert als „Hirfeld“ und „Hyrnfeld“ erstmals urkundlich erwähnt, 1480 als „Hurnfeld“. Der Ortsname leitet sich vom gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Bestimmungswort das althochdeutsche Wort „horo“ (= Sumpf), d. h. das sumpfige Feld.[2]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hürfeld 9 Haushalte. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte die Herrschaft Sugenheim aus. Die einzelnen Anwesen unterstanden unterschiedlichen Grundherren: 7 Anwesen der Herrschaft Sugenheim und 2 Anwesen der Herrschaft Ullstadt.[4]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hürfeld dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Sugenheim und 1813 der Ruralgemeinde Sugenheim zugeordnet.[5]

Baudenkmal

  • Haus Nr. 10: hölzerner Glockenturm des ehemaligen Hirtenhauses

Baubeschreibung: Liste der Baudenkmäler in Sugenheim#Hürfeld

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 52 50 57 71 61 54 46 94 56 53 43
Häuser[6] 11 11 11 10 9 12 11 12
Quelle [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [1]

Religion

Der Ort ist seit der Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Erhard (Sugenheim) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach Mariä Himmelfahrt (Ullstadt) gepfarrt und sind jetzt nach St. Marien (Markt Bibart) gepfarrt.

Verkehr

Die Staatsstraße 2253 führt an Fuchsau vorbei nach Markt Bibart zur Bundesstraße 8 bzw. nach Sugenheim. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rüdern.

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 337 (Digitalisat).
  2. a b P. Schneider, S. 242.
  3. Hürfeld im BayernAtlas
  4. H. H. Hofmann, S. 103.
  5. H. H. Hofmann, S. 220.
  6. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  7. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 44 (Digitalisat).
  8. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 62 (Digitalisat).
  9. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1084, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  10. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1250, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  11. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1184 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1256 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1294 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1121 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 822 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 176 (Digitalisat).
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