Nutzenergie bezeichnet den Anteil der eingesetzten Energie, der tatsächlich genutzt wird. Formen der Nutzenergie sind zum Beispiel Wärme zur Raumheizung, Kälte zur Raumkühlung, Licht zur Arbeitsplatzbeleuchtung oder mechanische Arbeit, aber auch (aus Sicht eines Kraftwerksbetreibers) die von einem Kraftwerk erzeugte elektrische Energie. Bei der eingesetzten Energie kann es sich je nach Zusammenhang um Primär- oder Endenergie handeln. Entsprechend unterscheidet sich auch die jeweilige Definition der zugehörigen Nutzenergie.

Bei einer Glühbirne ist die eingesetzte Endenergie die elektrische Energie, die sie verbraucht. Die zugehörige Nutzenergie wäre das sichtbare Licht, das die Lampe emittiert.

Bei einem Gaskraftwerk ist die eingesetzte Primärenergie das Erdgas, mit dem das Kraftwerk betrieben wird. Die zugehörige Nutzenergie ist in diesem Fall die Sekundärenergie (also die elektrische Energie, die die Energiewirtschaftler als „Strom“ bezeichnen), die das Kraftwerk erzeugt.

Bei einer Wärmepumpe ist die Nutzenergie höher als die eingesetzte Endenergie. Hier ist die eingesetzte Energie der „Strom“-Verbrauch (Endenergieverbrauch), die Nutzenergie die erzeugte Wärme.[1]