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Olympische Sommerspiele 1956/Leichtathletik – 100 m (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 100-Meter-Lauf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 37 Athletinnen aus 10 Ländern
Wettkampfort Melbourne Cricket Ground
Wettkampfphase 24. November 1956 (Vorläufe/Halbfinale)
25. November 1956 (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Betty Cuthbert (AustralienAustralien AUS)
Christa Stubnick (Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 GER)
Marlene Mathews (AustralienAustralien AUS)

Der 100-Meter-Lauf der Frauen bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne wurde am 24. und 26. November 1956 im Melbourne Cricket Ground ausgetragen. 37 Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde die Australierin Betty Cuthbert. Die Deutsche Christa Stubnick verhinderte mit ihrer Silbermedaille einen australischen Doppelsieg. Bronze gewann die Australierin Marlene Mathews.

Neben Christa Stubnick gingen auch Gisela Birkemeyer und Inge Fuhrmann für Deutschland an den Start. Während Fuhrmann in ihrem Vorlauf ausschied, konnte Birkemeyer ins Halbfinale laufen, schied aber dort als Vierte aus. Schweizer und österreichische Athletinnen nahmen nicht teil.

Bestehende Rekorde

Weltrekord 11,3 s Shirley de la Hunty (AustralienAustralien Australien) Warschau, Polen 4. August 1955[1]
Olympischer Rekord 11,5 s Marjorie Jackson (AustralienAustralien Australien) Halbfinale und Finale von Helsinki, Finnland 21. Juli 1952

Durchführung des Wettbewerbs

Die Athletinnen traten am 24. November zu sechs Vorläufen an. Die jeweils zwei besten Läuferinnen qualifizierten sich für das Halbfinale am gleichen Tag. Aus den Halbfinals erreichten die jeweils drei Erstplatzierten das Finale am 26. November.

Anmerkung: Die qualifizierten Athletinnen sind hellblau unterlegt.

Zeitplan

24. November, 14.45 Uhr: Vorläufe

24. November, 16.40 Uhr: Halbfinale

26. November, 17.20 Uhr: Finale[2]

Anmerkung: Alle Zeitangaben sind Ortszeit von Melbourne (UTC + 10)

Vorläufe

Vorlauf 1

Datum: 24. November 1956, ab 14.45 Uhr[3]

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Giuseppina Leone ItalienItalien Italien 11,8 s 12,00 s
2 Wera Krepkina Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
11,9 s 12,08 s
3 Mae Faggs Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 12,2 s 12,36 s
4 Micheline Fluchot Frankreich 1946
 Frankreich
12,4 s 12,55 s
5 Janet Jesudason Singapur 1946
 Singapur
13,2 s 13,41 s
DNF Mary Leela Rao IndienIndien Indien

Vorlauf 2

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Marlene Mathews AustralienAustralien Australien 11,5 s 11,81 s ORe
2 Galina Restschikowa Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
11,8 s 12,11 s
3 Lucinda Williams Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 12,0 s 12,14 s
4 Maria Kusion-Bibro Polen 1944
 Polen
12,2 s 12,34 s
5 Maureen Rever Kanada 1921
 Kanada
12,2 s 12,36 s
6 Franca Peggion ItalienItalien Italien 12,4 s 12,55 s
7 Mary Klass Singapur 1946
 Singapur
12,6 s 12,57 s

Vorlauf 3

Betty Cuthbert (AUS) gewann im Finale die Goldmedaille.
Betty Cuthbert (AUS) gewann im Finale die Goldmedaille.
Die Polin Barbara Sobotta schied in ihrem Vorlauf aus
Die Polin Barbara Sobotta schied in ihrem Vorlauf aus
Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Betty Cuthbert AustralienAustralien Australien 11,4 s 11,72 s OR
2 Isabelle Daniels Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 11,6 s 11,91 s
3 Anne Pashley Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 11,7 s 11,94 s
4 Barbara Sobotta Polen 1944
 Polen
12,2 s 12,37 s
5 Maria Musso ItalienItalien Italien 12,2 s 12,40 s
6 Diane Matheson Kanada 1921
 Kanada
12,4 s 12,59 s

Vorlauf 4

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Heather Armitage Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 11,5 s 11,81 s
2 Gisela Birkemeyer Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
11,7 s 11,85 s
3 Shirley Strickland AustralienAustralien Australien 11,7 s 11,86 s
4 Eleanor Haslam Kanada 1921
 Kanada
11,8 s 11,98 s
5 Halina Herrmann Polen 1944
 Polen
12,2 s 12,38 s
6 Maeve Kyle IrlandIrland Irland 12,3 s 12,48 s

Vorlauf 5

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Galina Popowa Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
11,6 s 11,86 s
2 Catherine Capdevielle Frankreich 1946
 Frankreich
11,7 s 12,10 s
3 Inge Fuhrmann Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
12,2 s 12,31 s
4 Annie Choong Malaya Foderation
 Malaya
12,5 s 12,73 s

Vorlauf 6

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Christa Stubnick Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
11,7 s 11,89 s
2 June Foulds Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 11,9 s 12,15 s
3 Margaret Stuart NeuseelandNeuseeland Neuseeland 12,3 s 12,38 s
4 Elaine Winter Sudafrika 1928
 Südafrikanische Union
12,5 s 12,59 s
5 Claudette Masdammer Britisch-Guayana 1919
 Britisch-Guayana
12,7 s 12,87 s

Halbfinale

Datum: 24. November 1956, ab 16.40 Uhr[3]

Lauf 1

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Christa Stubnick Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
11,9 s 12,05 s
2 Betty Cuthbert AustralienAustralien Australien 12,0 s 12,08 s
3 Giuseppina Leone ItalienItalien Italien 12,1 s 12,22 s
4 June Foulds Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 12,1 s 12,24 s
5 Galina Popowa Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
12,2 s 12,34 s
6 Catherine Capdevielle Frankreich 1946
 Frankreich
12,4 s 12,53 s

Lauf 2

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Marlene Mathews AustralienAustralien Australien 11,6 s 11,80 s
2 Heather Armitage Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 11,6 s 11,87 s
3 Isabelle Daniels Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 11,7 s 11,94 s
4 Gisela Birkemeyer Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
11,9 s 12,07s
5 Wera Krepkina Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
11,9 s 12,07 s
6 Galina Restschikowa Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
12,1 s 12,23 s

Finale

Zieleinlauf des Finals (v. l. n. r.): Isabelle Daniels, Giuseppina Leone, Betty Cuthbert, Marlene Mathews, Heather Armitage, Christa Stubnick
Zieleinlauf des Finals (v. l. n. r.): Isabelle Daniels, Giuseppina Leone, Betty Cuthbert, Marlene Mathews, Heather Armitage, Christa Stubnick
Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Betty Cuthbert AustralienAustralien Australien 11,5 s 11,82 s
2 Christa Stubnick Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
11,7 s 11,92 s
3 Marlene Mathews AustralienAustralien Australien 11,7 s 11,94 s
4 Isabelle Daniels Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 11,8 s 11,98 s
5 Giuseppina Leone ItalienItalien Italien 11,9 s 12,07 s
6 Heather Armitage Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 12,0 s 12,10 s

Datum: 26. November 1956, 17.20 Uhr[3]

Die erst 18-jährige Weltrekordhalterin Betty Cuthbert aus Australien galt vor heimischen Publikum als Favoritin. Aber im Halbfinale war die Deutsche Christa Stubnick nach einem ganz schwachen Start noch vor Cuthbert im Ziel, sodass auch ihr Chancen auf olympisches Gold durchaus eingeräumt wurden. Aber die Australierin hatte hier wohl noch nicht ihr ganzes Können aufgeboten.

Im Finale lag Betty Cuthbert nach einem wiederum schlechten Start Stubnicks von Anfang an deutlich vorn. Die Australierin zog nun durch und gewann fast mühelos ihre erste Goldmedaille von dreien bei diesen Olympischen Spielen. Christa Stubnick wurde Zweite hauchdünn vor der zeitgleichen Australierin Marlene Mathews. Wiederum nur knapp dahinter belegte Isabelle Daniels als beste US-Amerikanerin Rang vier.[4]

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 154f

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 640 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Offizieller Bericht S. 284, engl. (PDF), abgerufen am 10. Oktober 2017
  3. a b c Offizieller Bericht S. 347, engl. (PDF), abgerufen am 10. Oktober 2017
  4. SportsReference (engl.)
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