Olympische Sommerspiele 1956/Leichtathletik – Speerwurf (Frauen) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 1956/Leichtathletik – Speerwurf (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Speerwurf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 19 Athletinnen aus 12 Ländern
Wettkampfort Melbourne Cricket Ground
Wettkampfphase 28. November 1956
Medaillengewinnerinnen
Inese Jaunzeme (Sowjetunion 1955
 URS)
Marlene Ahrens (ChileChile CHL)
Nadeschda Konjajewa (Sowjetunion 1955
 URS)

Der Speerwurf der Frauen bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne wurde am 28. November 1956 im Melbourne Cricket Ground ausgetragen. Neunzehn Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde Inese Jaunzeme aus der Sowjetunion. Sie siegte vor der Chilenin Marlene Ahrens und Nadeschda Konjajewa aus der Sowjetunion.

Athletinnen aus der Schweiz und Österreich waren nicht am Start. Zwei deutsche Speerwerferinnen nahmen teil, die sich beide für das Finale qualifizieren konnten. Erika Raue belegte Platz zehn, Almut Brömmel kam auf Rang dreizehn.

Bestehende Rekorde

Weltrekord 55,48 m Nadeschda Konjajewa (Sowjetunion 1923
 Sowjetunion)
Kiew, Sowjetunion (heute Ukraine) 6. August 1954[1]
Olympischer Rekord 50,47 m Dana Zátopková (Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei)
Finale von Helsinki, Finnland 24. Juli 1952

Durchführung des Wettbewerbs

Die Athletinnen traten am 28. November zu einer Qualifikationsrunde an. Die geforderte Qualifikationsweite betrug 43,00 m. Alle qualifizierten Teilnehmerinnen bestritten am Nachmittag des gleichen Tages das Finale. Die in der Qualifikationsrunde erzielten Resultate wurden für den weiteren Wettkampfverlauf nicht mitgewertet. Im Finale standen jeder Athletin zunächst drei Versuche zu. Die besten sechs Finalistinnen konnten dann weitere drei Versuche machen.

Anmerkung: Die qualifizierten Athletinnen sind hellblau unterlegt. Die Bestweiten in der Qualifikation und im Finale sind fett gedruckt.

Zeitplan

28. November, 10.00 Uhr: Qualifikation
28. November, 15.30 Uhr: Finale[2]
Anmerkung: Alle Zeitangaben sind Ortszeit von Melbourne (UTC + 10)

Qualifikation

Datum: 28. November 1956, 10.00 Uhr[2]

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Resultat Anmerkung
1 Karen Anderson Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 49,64 m - - 49,64 m
2 Urszula Figwer Polen 1944
 Polen
47,76 m - - 47,76 m
3 Nadeschda Konjajewa Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
47,19 m - - 47,19 m
4 Dana Zátopková Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei
47,05 m - - 47,05 m
5 Marlene Ahrens ChileChile Chile 46,43 m - - 46,43 m
6 Inese Jaunzeme Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
46,19 m - - 46,19 m
7 Marjorie Larney Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 39,04 m 36,89 m 45,80 m 45,80 m
8 Yoriko Shida Japan 1870
 Japan
38,50 m 45,37 m - 45,37 m
9 Erzsébet Vígh Ungarn 1956
 Ungarn
44,60 m - - 44,60 m
10 Almut Brömmel Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
44,55 m - - 44,55 m
11 Amelia Wershoven Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 44,39 m - - 44,39 m
12 Anna Wojtaszek Polen 1944
 Polen
44,08 m - - 44,08 m
13 Erika Raue Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
43,85 m 54,89 m - 43,85 m
14 Ingrid Almqvist SchwedenSchweden Schweden 43,47 m - - 43,47 m
15 Paola Paternoster ItalienItalien Italien 39,69 m 42,68 m 41,25 m 39,69 m
16 Margaret George Kanada 1921
 Kanada
33,56 m 36,62 m 39,72 m 39,72 m
17 Maureen Wright AustralienAustralien Australien 36,75 m 38,81 m 36,91 m 38,81 m
18 Heather Innes AustralienAustralien Australien 38,72 m 35,57 m x 38,72 m
19 June Heath AustralienAustralien Australien 35,76 m 38,10 m x 38,10 m

Finale

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Endresultat Anmerkung
1 Inese Jaunzeme Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
51,63 m OR 46,62 m 50,46 m 53,40 m OR 49,08 m 53,86 m OR 53,86 m OR
2 Marlene Ahrens ChileChile Chile 47,47 m 49,36 m 44,68 m 46,30 m 50,38 m 39,31 m 50,38 m
3 Nadeschda Konjajewa Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
49,48 m 50,28 m 46,24 m 47,39 m 44,51 m 44,40 m 50,28 m
4 Dana Zátopková Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei
43,52 m 49,83 m 47,07 m 47,59 m 49,81 m 41,59 m 49,83 m
5 Ingrid Almqvist SchwedenSchweden Schweden 49,74 m 43,58 m 45,06 m 48,24 m 43,06 m 41,17 m 49,74 m
6 Urszula Figwer Polen 1944
 Polen
44,28 m 48,16 m 42,54 m 42,81 m 43,02 m 45,64 m 48,16 m
7 Erzsébet Vígh Ungarn 1956
 Ungarn
46,69 m 48,07 m 47,38 m nicht im Finale der
besten sechs Werferinnen
48,07 m
8 Karen Anderson Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 47,28 m 48,00 m 41,76 m 48,00 m
9 Anna Wojtaszek Polen 1944
 Polen
46,92 m 46,27 m 45,36 m 46,92 m
10 Erika Raue Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
43,27 m x 45,87 m 45,87 m
11 Marjorie Larney Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 41,44 m 45,27 m 42,09 m 45,27 m
12 Yoriko Shida Japan 1870
 Japan
44,96 m 43,34 m 37,20 m 44,96 m
13 Almut Brömmel Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956
 Deutschland
40,72 m 42,37 m 44,67 m 44,67 m
14 Amelia Wershoven Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 44,29 m 40,45 m 32,59 m 44,29 m

Datum: 28. November 1956, 15.30 Uhr[3]

Die Weltrekordlerin und Dritte der Europameisterschaften 1954, Nadeschda Konjajewa, war leicht favorisiert. Doch es ging eng zu in der Speerwurf-Weltspitze. Medaillenkandidatin war eindeutig ebenfalls die Olympiasiegerin von 1952 und Europameisterin von 1954, Dana Zátopková. Auch Almut Brömmel, die 1956 sowohl Konjajewa als auch Zátopková bereits hatte besiegen können, zählte zum erweiterten Favoritenkreis.
Doch Brömmel warf weit unter Form und wurde schließlich Dreizehnte. Auch Konjajewa konnte nicht ganz überzeugen, gewann jedoch immerhin die Bronzemedaille. Zweite wurde völlig überraschend die Chilenin Marlene Ahrens, die bislang international kaum in Erscheinung getreten war. Inese Jaunzeme, Dritte der Sowjetmeisterschaften, ging gleich mit neuem Olympiarekord im ersten Versuch in Führung. Den Rekord verbesserte sie mit ihren Würfen vier und sechs noch weiter. Sie beherrschte diese Konkurrenz dermaßen, dass jede ihrer vier besten Weiten für die Goldmedaille gereicht hätte. Die Olympiasiegerin von 1952, Dana Zátopková, belegte Platz vier.[4]

Marlene Ahrens gewann die erste olympische Medaille einer chilenischen Frau.
Die Polin Anna Wojtaszek, hier als Neunte platziert, startete dann 1960 und 1964 unter dem Namen Anna Bocson für Australien.

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 161f

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 648 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. a b Offizieller Bericht Seite 284 (engl.)
  3. Offizieller Bericht S. 363, engl. (PDF), abgerufen am 11. Oktober 2017
  4. SportsReference (engl.)
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Olympische Sommerspiele 1956/Leichtathletik – Speerwurf (Frauen)
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