Olympische Sommerspiele 1960/Leichtathletik – Speerwurf (Frauen) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 1960/Leichtathletik – Speerwurf (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Speerwurf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 20 Athletinnen aus 14 Ländern
Wettkampfort Stadio Olimpico
Wettkampfphase 3. September 1960 (Qualifikation)
5. September 1960 (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Elvīra Ozoliņa (Sowjetunion 1955
 URS)
Dana Zátopková (Tschechoslowakei
 TCH)
Birutė Kalėdienė (Sowjetunion 1955
 URS)

Der Speerwurf der Frauen bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom wurde am 1. September 1960 im Stadio Olimpico ausgetragen. Zwanzig Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde Elvīra Ozoliņa aus der Sowjetunion vor der Tschechoslowakin Dana Zátopková. Die Bronzemedaille ging an Birutė Kalėdienė, ebenfalls aus der UdSSR.

Drei Deutsche und eine Österreicherin gingen an den Start, Athletinnen aus der Schweiz und Liechtenstein nahmen nicht teil. Die Österreicherin Erika Strasser und die beiden Deutschen Erika Strößenreuther und Almut Brömmel scheiterten in der Qualifikation. Anneliese Gerhards konnte sich für das Finale qualifizieren und belegte dort Platz elf.

Bestehende Rekorde

Weltrekord 59,55 m Elvīra Ozoliņa (Sowjetunion 1955
 Sowjetunion)
Bukarest, Rumänien 4. Juni 1960[1]
Olympischer Rekord 53,86 m Inese Jaunzeme (Sowjetunion 1955
 Sowjetunion)
Finale von Melbourne, Australien 28. November 1956

Durchführung des Wettbewerbs

Die Athletinnen traten am 1. September zu einer Qualifikationsrunde an. Die geforderte Qualifikationsweite betrug 48,00 m. Für alle qualifizierten Teilnehmerinnen fand am Nachmittag des gleichen Tages das Finale statt. Dort standen jeder Werferin zunächst drei Versuche zu. Die besten sechs Athletinnen konnten dann drei weitere Versuch absolvieren.

Anmerkung: Die qualifizierten Athletinnen sind hellblau unterlegt.

Zeitplan

1. September, 9.00 Uhr: Qualifikation

1. September, 15.00 Uhr: Finale[2]

Qualifikation

Olympiasiegerin Elvīra Ozoliņa (URS)
Olympiasiegerin Elvīra Ozoliņa (URS)

Datum: 1. September 1960, 9.00 Uhr[3]

Die Bestweiten sind fett gedruckt. Bei gleicher Weite entschied das zweitbeste Resultat über die Platzierung.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Elvīra Ozoliņa Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
53,25 m - - 53,25 m
2 Dana Zátopková Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei
47,94 m 51,64 m - 51,64 m
3 Sue Platt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 50,67 m - - 50,67 m
4 Karen Oldham Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 43,96 m 44,26 m 50,62 m 50,62 m
5 Vlasta Pešková Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei
50,61 m - - 50,61 m
6 Márta Rudas Ungarn 1957
 Ungarn
x 47,56 m 50,01 m 50,01 m
7 Maria Diţi Rumänien 1952
 Rumänien
49,80 m - - 49,80 m
8 Anna Bocson AustralienAustralien Australien 45,66 m 49,20 m - 49,20 m
9 Alewtina Schastitko Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
48,91 m - - 48,91 m
10 Birutė Kalėdienė Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
48,59 m - - 48,59 m
11 Marlene Ahrens ChileChile Chile 44,61 m 48,36 m - 48,36 m
12 Anneliese Gerhards Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
45,89 m x 48,33 m 48,33 m
13 Urszula Figwer Polen 1944
 Polen
48,04 m - - 48,04 m
14 Ingrid Almqvist SchwedenSchweden Schweden x 44,33 m 47,67 m 47,67 m
15 Erika Strößenreuther Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
45,88 m x 46,85 m 46,85 m
16 Almut Brömmel Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
34,76 m 45,52 m 41,20 m 45,52 m
17 Erika Strasser OsterreichÖsterreich Österreich 43,79 m 43,80 m x 43,80 m
18 Lise Koch DanemarkDänemark Dänemark 43,01 m x 40,36 m 43,01 m
19 Averil Williams Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 42,44 m x 40,03 m 42,44 m
20 Unn Thorvaldsen NorwegenNorwegen Norwegen x x 41,99 m 41,99 m

Finale

Datum: 1. September 1960, 15.00 Uhr[4]

13 Teilnehmerinnen hatten die Qualifikationsweite geschafft. Die sowjetischen Werferinnen Elvīra Ozoliņa als aktuelle Weltrekordhalterin und Birutė Kalėdienė, Vizeeuropameisterin von 1958, galten zusammen mit der in der Vergangenheit äußerst erfolgreichen Tschechoslowakin Dana Zátopková als Favoritinnen für diesen Wettbewerb.

Schon im ersten Versuch gelang Ozoliņa mit einem neuen Olympiarekord die Bestweite, die von keiner ihrer Konkurrentinnen mehr erreicht wurde. Hinter ihr ging es sehr knapp zu im Kampf um die Medaillen. Der dritte Durchgang brachte, wie am Ende klar wurde, die Entscheidung. Zátopková verbesserte sich vom bis dahin siebten Platz auf den Silberrang und Kalėdienė von bis dahin Platz neun auf Rang drei. In den Finaldurchgängen konnte sich nur noch Zátopkovás Landsfrau Vlasta Pešková verbessern. Sie wurde am Ende Vierte.[5]

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Endresultat Anmerkung
1 Elvīra Ozoliņa Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
55,98 m OR x 51,54 m 54,80 m x x 55,98 m OR
2 Dana Zátopková Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei
49,84 m 50,36 m 53,78 m 51,02 m 46,13 m 50,70 m 53,78 m
3 Birutė Kalėdienė Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
50,17 m 49,81 m 53,45 m 50,87 m 49,58 m x 53,45 m
4 Vlasta Pešková Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei
50,94 m x 51,28 m 52,56 m 49,00 m 48,82 m 52,56 m
5 Urszula Figwer Polen 1944
 Polen
52,33 m x 47,92 m 50,16 m 46,53 m - 52,33 m
6 Anna Bocson AustralienAustralien Australien 51,15 m 47,04 m x 42,76 m 47,35 m x 51,15 m
7 Sue Platt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 51,01 m 50,84 m x nicht im Finale der
besten sechs Werferinnen
51,01 m
8 Alewtina Schastitko Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
47,43 m 50,83 m 50,92 m 50,92 m
9 Márta Rudas Ungarn 1957
 Ungarn
50,25 m 48,41 m 49,66 m 50,25 m
10 Maria Diţi Rumänien 1952
 Rumänien
49,56 m 47,49 m 48,83 m 49,56 m
11 Anneliese Gerhards Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
47,76 m 49,27 m x 49,27 m
12 Marlene Ahrens ChileChile Chile 46,39 m 47,53 m 45,34 m 47,53 m
13 Karen Oldham Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 44,39 m 46,52 m 44,24 m 46,52 m

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 230f

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 648 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive), abgerufen am 22. Oktober 2017
  2. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 63 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 22. Oktober 2017
  3. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 211 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 22. Oktober 2017
  4. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 212 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 22. Oktober 2017
  5. SportsReference (engl.), abgerufen am 22. Oktober 2017
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Olympische Sommerspiele 1960/Leichtathletik – Speerwurf (Frauen)
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