Olympische Sommerspiele 1964/Leichtathletik – 3000 m Hindernis (Männer) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 1964/Leichtathletik – 3000 m Hindernis (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 3000-Meter-Hindernislauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 29 Athleten aus 19 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Tokio
Wettkampfphase 15. Oktober 1964 (Vorläufe)
17. Oktober 1964 (Finale)
Medaillengewinner
Gaston Roelants (BelgienBelgien BEL)
Maurice Herriott (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR)
Iwan Bjeljajew (Sowjetunion 1955
 URS)

Der 3000-Meter-Hindernislauf der Männer bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio wurde am 15. und 17. Oktober 1964 im Olympiastadion Tokio ausgetragen. 29 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der Belgier Gaston Roelants. Er gewann vor dem Briten Maurice Herriott und Iwan Bjeljajew aus der Sowjetunion.

Drei Deutsche gingen an den Start: Dieter Hartmann, Alfred Döring und Rainer Dörner scheiterten in den Vorläufen. Athleten aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Bestehende Rekorde

Weltrekord 8:29,6 min Gaston Roelants (BelgienBelgien Belgien) Löwen, Belgien 7. September 1963[1]
Olympischer Rekord 8:34,2 min Zdzisław Krzyszkowiak (Polen 1944
 Polen)
Finale von Rom, Italien 3. September 1960

Durchführung des Wettbewerbs

Die Athleten traten am 15. Oktober zu insgesamt drei Vorläufen an. Die jeweils besten drei Starter sowie der nachfolgend Zeitschnellste qualifizierten sich für das Finale am 17. Oktober.

Zeitplan

15. Oktober, 15.50 Uhr: Vorläufe

17. Oktober, 16.50 Uhr: Finale[2]

Anmerkung: Alle Zeiten sind Ortszeit Tokio (UTC + 9)

Die für die nächste Runde direkt qualifizierten Athleten sind hellblau, die über die Zeit qualifizierten Athleten hellgrün unterlegt.

Vorläufe

Datum: 16. Oktober 1964, ab 15.50 Uhr[3]

Wetterbedingungen: heiter, 21–22 °C, Luftfeuchtigkeit 51–58 %

Vorlauf 1

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Manuel de Oliveira PortugalPortugal Portugal 8:40,8 min
2 Iwan Bjeljajew Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
8:42,0 min
3 Ben Assou El Ghazi MarokkoMarokko Marokko 8:42,8 min
4 Vic Zwolak Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 8:43,6 min
5 Zenji Okuzawa Japan 1870
 Japan
8:50,0 min
6 Slavko Špan Jugoslawien
 Jugoslawien
8:57,6 min
7 József Mácsár Ungarn 1957
 Ungarn
9:08,8 min
8 Dieter Hartmann Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
9:09,2 min
9 Jean Toffey Ekonian ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste 9:47,4 min

Vorlauf 2

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Maurice Herriott Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 8:33,0 min OR
2 Lars-Erik Gustafsson SchwedenSchweden Schweden 8:34,2 min
3 George Young Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 8:34,2 min
4 Guy Texereau FrankreichFrankreich Frankreich 8:34,6 min
5 Lazar Narodizki Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
8:43,0 min
6 Alfred Döring Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
8:43,2 min
7 Taketsugu Saruwatari Japan 1870
 Japan
8:46,6 min
8 Edward Szklarczyk Polen 1944
 Polen
8:48,0 min
9 Labidi Ayachi TunesienTunesien Tunesien 9:02,0 min
10 Cahit Önel TurkeiTürkei Türkei 9:15,6 min

Vorlauf 3

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Adolfas Aleksejūnas Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
8:31,8 min OR
2 Gaston Roelants BelgienBelgien Belgien 8:33,8 min
3 Ernie Pomfret Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 8:45,2 min
4 Jeff Fishback Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 8:50,2 min
5 Benjamin Kogo Kenia
 Kenia
8:51,0 min
6 Rainer Dörner Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch
 Deutschland
8:55,0 min
7 Attila Simon Ungarn 1957
 Ungarn
8:57,8 min
8 Trevor Vincent AustralienAustralien Australien 8:58,8 min
9 Saburo Yokomizo Japan 1870
 Japan
9:04,6 min
10 Dilbagh Singh Kler MalaysiaMalaysia Malaysia 9:18,8 min

Finale

Olympiasieger Gaston Roelants (BEL)
Olympiasieger Gaston Roelants (BEL)
Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Gaston Roelants BelgienBelgien Belgien 8:30,8 min OR
2 Maurice Herriott Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 8:32,4 min
3 Iwan Bjeljajew Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
8:33,8 min
4 Manuel de Oliveira PortugalPortugal Portugal 8:36,2 min
5 George Young Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 8:38,2 min
6 Guy Texereau FrankreichFrankreich Frankreich 8:38,6 min
7 Adolfas Aleksejūnas Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
8:39,0 min
8 Lars-Erik Gustafsson SchwedenSchweden Schweden 8:41,8 min
9 Ben Assou El Ghazi MarokkoMarokko Marokko 8:43,6 min
10 Ernie Pomfret Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 8:43,8 min

Datum: 17. Oktober 1964, 16.50 Uhr[4]

Wetterbedingungen: heiter, ca. 20 °C, Luftfeuchtigkeit ca. 69 %

Favorit war der Belgier Gaston Roelants, Weltrekordhalter und Europameister von 1962. Seit dem 5. August 1961 blieb er in 25 Rennen ungeschlagen. Das Niveau in dieser Disziplin war schon in den Vorläufen sehr hoch. Gleich zweimal wurde der olympische Rekord verbessert und der neue Rekordinhaber Adolfas Aleksejūnas aus der UdSSR hatte im dritten Vorlauf sogar Roelants besiegt. Der Finalausgang war nach den Vorläufen offener als zuvor erwartet.

Zwei Tage darauf setzte Roelants im Finale von Beginn an voll auf die Tempokarte. 1960 in Rom hatte er Platz vier belegt, nun wollte er die Goldmedaille. Nach einem Kilometer hatte Roelants sich zwar einen kleinen Vorsprung von ca. fünf Metern erarbeitet, aber Aleksejūnas, der Franzose Guy Texereau und völlig überraschend auch der Portugiese Manuel de Oliveira hielten zunächst noch einigermaßen Tuchfühlung. Dann verschärfte der führende Belgier noch einmal erheblich. Jetzt konnte niemand mehr folgen und Roelants vergrößerte den Abstand auf zwischenzeitlich 50 Meter. In der letzten Runde musste er nicht mehr alles geben, sein Olympiasieg war sicher und er gewann das Rennen mit neuem Olympiarekord. Hinter ihm kämpften die Verfolger nun um die weiteren Medaillen. Der Brite Maurice Herriott übernahm als erster die Initiative und sicherte sich mit einem langgezogenen Spurt die Silbermedaille. Dritter wurde Iwan Bjeljajew aus der UdSSR und auf dem vierten Rang lief der portugiesische Außenseiter Manuel de Oliveira ein, der zum zweiten Mal nach dem Vorlauf den Rekord seines Landes verbesserte.[5]

Gaston Roelants lief zum ersten belgischen Olympiasieg in dieser Disziplin.

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 269f

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 553 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive), abgerufen am 27. Oktober 2017
  2. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1964 (Memento des Originals vom 30. Juni 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/library.la84.org S. 17 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 27. Oktober 2017
  3. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1964 (Memento des Originals vom 30. Juni 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/library.la84.org S. 38 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 27. Oktober 2017
  4. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1964 (Memento des Originals vom 30. Juni 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/library.la84.org S. 39 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 27. Oktober 2017
  5. SportsReference (engl.), abgerufen am 27. Oktober 2017
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Olympische Sommerspiele 1964/Leichtathletik – 3000 m Hindernis (Männer)
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