Olympische Sommerspiele 1968/Leichtathletik – 110 m Hürden (Männer) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 1968/Leichtathletik – 110 m Hürden (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 110-Meter-Hürdenlauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 33 Athleten aus 24 Ländern
Wettkampfort Estadio Olímpico Universitario
Wettkampfphase 16. Oktober 1968 (Vorläufe/Halbfinale)
17. Oktober 1968 (Finale)
Medaillengewinner
Willie Davenport (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Ervin Hall (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Eddy Ottoz (ItalienItalien ITA)

Der 110-Meter-Hürdenlauf der Männer bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt wurde am 16. und 17. Oktober 1968 im Estadio Olímpico Universitario ausgetragen. 33 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der US-Amerikaner Willie Davenport. Er gewann vor seinem Landsmann Ervin Hall und dem Italiener Eddy Ottoz.

Während für die DDR – offiziell Ostdeutschland – keine Athleten an den Start gingen, wurde die Bundesrepublik Deutschland – offiziell Deutschland – durch Hinrich John und Werner Trzmiel vertreten. Beide überstanden die Vorrunde. John schied im Halbfinale aus, Trzmiel qualifizierte sich für das Finale, in dem er Fünfter wurde.
Für die Schweiz startete Daniel Riedo, der im Halbfinale ausschied.
Läufer aus der Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Bestehende Rekorde

Weltrekord 13,2 s Martin Lauer (Deutschland BR
 BR Deutschland)
Zürich, Schweiz 7. Juli 1959
Lee Calhoun (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) Bern, Schweiz 21. August 1960
Earl McCullouch (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) Minneapolis, USA 16. Juli 1967[1]
Olympischer Rekord 13,5 s Lee Calhoun (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA) Finale von Melbourne, Australien 28. November 1956
Jack Davis (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA)

Durchführung des Wettbewerbs

Die Athleten traten am 16. Oktober zu insgesamt fünf Vorläufen an. Die jeweils drei Laufbesten sowie der nachfolgend Zeitschnellste kamen ins Halbfinale, das am gleichen Tag stattfand. Hier qualifizierten sich die vier Laufbesten für das Finale am 17. Oktober.

Zeitplan

16. Oktober, 10.00 Uhr: Vorläufe
16. Oktober, 15.00 Uhr: Halbfinale
17. Oktober, 17.00 Uhr: Finale[2]

Anmerkung: Alle Zeiten sind Ortszeit Mexiko-Stadt (UTC −6)

Die direkt qualifizierten Athleten sind hellblau, die übrigen hellgrün unterlegt.

Vorrunde

Datum: 16. Oktober 1968, ab 10.00 Uhr[3]

Vorlauf 1

Wind: 0,0 m/s

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Ervin Hall Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,7 s 13,75 s
2 Pierre Schoebel FrankreichFrankreich Frankreich 13,8 s 13,83 s
3 Daniel Riedo SchweizSchweiz Schweiz 14,0 s 14,10 s
4 Giovanni Cornacchia ItalienItalien Italien 14,1 s 14,13 s
5 Franklin Blyden Jungferninseln Amerikanische
 Amerikanische Jungferninseln
14,7 s 14,74 s
6 Kimaru Songok Kenia
 Kenia
14,7 s 14,76 s

Vorlauf 2

Wind: +1,0 m/s

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Willie Davenport Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,6 s 13,65 s
2 Hinrich John Deutschland BR
 BR Deutschland
13,8 s 13,87 s
3 Arnaldo Bristol Puerto Rico
 Puerto Rico
13,9 s 13,92 s
4 Oleg Stepanenko Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
13,9 s 13,95 s
5 Hernando Arrechea KolumbienKolumbien Kolumbien 14,0 s 14,09 s
6 Ishtiaq Mubarak MalaysiaMalaysia Malaysia 14,3 s 14,36 s
7 Su Po-Tai Taiwan
 Taiwan
15,0 s 15,11 s

Vorlauf 3

Wind: +1,7 m/s

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Eddy Ottoz ItalienItalien Italien 13,5 s 13,61 s ORe
2 Werner Trzmiel Deutschland BR
 BR Deutschland
13,8 s 13,87 s
3 Juan Morales Kuba
 Kuba
13,9 s 13,95 s
4 Gary Knoke AustralienAustralien Australien 14,1 s 14,14 s
5 Stuart Storey Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 14,1 s 14,20 s
6 Simbara Maki ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste 14,3 s 14,32 s
7 Fernand Tovondray Madagaskar
 Madagaskar
14,9 s 15,00 s

Vorlauf 4

Wind: +3,0 m/s

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Leon Coleman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,7 s 13,77 s
2 Bo Forssander SchwedenSchweden Schweden 13,9 s 14,00 s
3 Kjellfred Weum NorwegenNorwegen Norwegen 14,0 s 14,08 s
4 Mike Parker Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 14,1 s 14,16 s
5 Patricio Saavedra Chile
 Chile
14,4 s 14,47 s
6 Rogelio Onofre Philippinen 1944
 Philippinen
15,0 s 15,01 s

Vorlauf 5

Wind: 0,0 m/s

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Wiktor Balikin Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
13,8 s 13,82 s
2 Marcel Duriez FrankreichFrankreich Frankreich 13,9 s 14,00 s
3 Sergio Liani ItalienItalien Italien 13,9 s 14,01 s
4 Alan Pascoe Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 13,9 s 14,01 s
5 Lubomír Nádeníček Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei
14,1 s 14,18 s
6 Alfredo Deza PeruPeru Peru 14,3 s 14,38 s
7 Radhamés Mora Dominikanische Republik
 Dominikanische Republik
16,8 s 16,85 s

Halbfinale

Datum: 16. Oktober 1968, ab 15.00 Uhr[4]

Lauf 1

Wind: +1,8 m/s

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Ervin Hall Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,3 s 13,38 s OR
2 Eddy Ottoz ItalienItalien Italien 13,5 s 13,53 s
3 Bo Forssander SchwedenSchweden Schweden 13,7 s 13,75 s
4 Pierre Schoebel FrankreichFrankreich Frankreich 13,7 s 13,78 s
5 Hinrich John Deutschland BR
 BR Deutschland
13,8 s 13,87 s
6 Daniel Riedo SchweizSchweiz Schweiz 14,0 s 14,07 s
7 Juan Morales Kuba
 Kuba
14,0 s 14,08 s
8 Wiktor Balikin Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
14,1 s 14,13 s

Lauf 2

Wind: 0,0 m/s

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Willie Davenport Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,5 s 13,53 s
2 Leon Coleman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,5 s 13,54 s
3 Werner Trzmiel Deutschland BR
 BR Deutschland
13,5 s 13,60 s
4 Marcel Duriez FrankreichFrankreich Frankreich 13,7 s 13,73 s
5 Oleg Stepanenko Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
13,8 s 13,83 s
6 Kjellfred Weum NorwegenNorwegen Norwegen 14,0 s 14,04 s
7 Sergio Liani ItalienItalien Italien 14,0 s 14,09 s
8 Arnaldo Bristol Puerto Rico
 Puerto Rico
14,1 s 14,13 s

Finale

Platz Name Nation Offizielle Zeit
handgestoppt
Inoffizielle Zeit
elektronisch
Anmerkung
1 Willie Davenport Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,3 s 13,33 s ORe
2 Ervin Hall Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,4 s 13,42 s
3 Eddy Ottoz ItalienItalien Italien 13,4 s 13,46 s
4 Leon Coleman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,6 s 13,67 s
5 Werner Trzmiel Deutschland BR
 BR Deutschland
13,6 s 13,68 s
6 Bo Forssander SchwedenSchweden Schweden 13,7 s 13,73 s
7 Marcel Duriez FrankreichFrankreich Frankreich 13,7 s 13,77 s
8 Pierre Schoebel FrankreichFrankreich Frankreich 14,0 s 14,02 s

Datum: 17. Oktober 1968, 17.00 Uhr[4]

Wind: 0,0 m/s

Es gab zwei Favoriten für dieses Rennen, beide aus den Vereinigten Staaten: Willie Davenport und Ervin Hall, der sich durch die Verbesserung des olympischen Rekords in seinem Halbfinallauf besonders stark präsentiert hatte. Earl McCullouch, ein weiterer US-Hürdensprinter, hatte im Vorjahr den Weltrekord eingestellt, war jedoch schon vor der Olympiasaison ins Lager der Profi-Footballer gewechselt und so bei diesen Spielen nicht dabei.

Im Finalrennen kam Davenport sehr gut aus den Startblöcken und hatte früh die Führung inne, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Mit ca. einem Meter Vorsprung unter Einstellung des Olympischen Rekords wurde er Olympiasieger vor Ervin Hall. Der Italiener Eddy Ottoz, Europameister 1966, verhinderte mit seinem dritten Platz zeitgleich mit Hall einen totalen US-Erfolg. Leon Coleman, USA, kam zwei Zehntelsekunden dahinter auf Platz vier und der Deutsche Werner Trzmiel wurde zeitgleich mit Coleman überraschend Fünfter.[5]

Im sechzehnten olympischen Finale über 110 Meter Hürden lief Willie Davenport zur vierzehnten US-Goldmedaille. Es war der achte US-Sieg in Folge.

Zugleich war es für die USA der elfte Doppelsieg, der sechste in Folge.

Eddy Ottoz gewann die erste italienische Medaille in dieser Disziplin.

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 349–351

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Weltrekorde. 110 m Hürden Männer auf rekorde-im-sport.de, abgerufen am 5. November 2017
  2. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1968 S. 10, engl./frz. (PDF), abgerufen am 5. November 2017
  3. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1968 S. 523f, engl./frz. (PDF), abgerufen am 5. November 2017
  4. a b Offizieller Report der Olympischen Spiele 1968 S. 524, engl./frz. (PDF), abgerufen am 5. November 2017
  5. SportsReference (engl.), abgerufen am 5. November 2017
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Olympische Sommerspiele 1968/Leichtathletik – 110 m Hürden (Männer)
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