Olympische Sommerspiele 1968/Leichtathletik – Speerwurf (Männer) - Wikiwand
For faster navigation, this Iframe is preloading the Wikiwand page for Olympische Sommerspiele 1968/Leichtathletik – Speerwurf (Männer).

Olympische Sommerspiele 1968/Leichtathletik – Speerwurf (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Speerwurf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 27 Athleten aus 18 Ländern
Wettkampfort Estadio Olímpico Universitario
Wettkampfphase 15. Oktober 1968 (Qualifikation)
16. Oktober 1968 (Finale)
Medaillengewinner
Jānis Lūsis (Sowjetunion 1955
 URS)
Jorma Kinnunen (FinnlandFinnland FIN)
Gergely Kulcsár (Ungarn 1957
 HUN)

Der Speerwurf der Männer bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt wurde am 15. und 16. Oktober 1968 im Estadio Olímpico Universitario ausgetragen. 27 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde Jānis Lūsis aus der Sowjetunion. Er gewann vor dem Finnen Jorma Kinnunen und dem Ungarn Gergely Kulcsár.

Für die BR Deutschland – offiziell Deutschland – traten Hermann Salomon, Rolf Herings und Klaus Wolfermann an. Herings und Wolfermann scheiterten in der Qualifikation, Salomon erreichte das Finale und wurde Zwölfter.
Die DDR – offiziell Ostdeutschland – wurde durch Manfred Stolle vertreten, der im Finale Rang fünf erreichte.
Für die Schweiz gingen Urs von Wartburg und Rolf Bühler an den Start. Bühler scheiterte an der Qualifikationsweite, von Wartburg erreichte im Finale Rang acht.
Auch der Österreicher Walter Pektor qualifizierte sich für das Finale und wurde Zehnter.
Athleten aus Liechtenstein nahmen nicht teil.

Bestehende Rekorde

Weltrekord 91,98 m Jānis Lūsis (Sowjetunion 1955
 Sowjetunion)
Saarijärvi, Finnland 23. Juni 1968[1]
Olympischer Rekord 85,71 m Egil Danielsen (NorwegenNorwegen Norwegen) Finale von Melbourne, Australien 26. November 1956

Durchführung des Wettbewerbs

Die Athleten traten am 15. Oktober zu einer Qualifikationsrunde an, die in zwei Gruppen absolviert wurde. Die besten zwölf Starter qualifizierten sich für das Finale. Außerdem war jeder Werfer mit Erreichen der Mindestweite von 80,00 m direkt für das Finale am 16. Oktober qualifiziert. Da weniger als zwölf Starter die Qualifikationsweite schaffen, wurde das Starterfeld mit den nächstbesten Werfern bis auf zwölf Teilnehmer aufgefüllt. Im Finale hatte jeder Athlet zunächst drei Versuche. Erstmals konnten dann die acht besten – und nicht wie bis 1964 sechs besten – Werfern drei weitere Versuche absolvieren.

Zeitplan

15. Oktober, 10.00 Uhr: Qualifikation
16. Oktober, 15.00 Uhr: Finale[2]

Anmerkung: Alle Zeiten sind Ortszeit Mexiko-Stadt (UTC −6)

Die über die Weite qualifizierten Athleten sind hellblau, die übrigen hellgrün unterlegt.

Qualifikation

Datum: 15. Oktober 1968, ab 10.00 Uhr[3]

Gruppe A

DDR-Werfer Manfred Stolle kam im Finale auf Platz fünf
DDR-Werfer Manfred Stolle kam im Finale auf Platz fünf
Der Schweizer Urs von Wartburg wurde im Finale Achter
Der Schweizer Urs von Wartburg wurde im Finale Achter
Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Karl-Åke Nilsson SchwedenSchweden Schweden x x 84,74 m 84,74 m
2 Jānis Lūsis Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
83,68 m - - 83,68 m
3 Jorma Kinnunen FinnlandFinnland Finnland x 74,16 m 83,16 m 83,16 m
4 Manfred Stolle Deutschland Demokratische Republik 1968
 DDR
81,88 m - - 81,88 m
5 Gergely Kulcsár Ungarn 1957
 Ungarn
81,56 m - - 81,56 m
6 Mark Murro Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 74,14 m 81,14 m - 81,14 m
7 Władysław Nikiciuk Polen 1944
 Polen
74,16 m 78,22 m 81,00 m 81,00 m
8 Urs von Wartburg SchweizSchweiz Schweiz 76,58 m 80,66 m - 80,66 m
9 Janusz Sidło Polen 1944
 Polen
74,90 m 80,12 m - 80,12 m
10 Hermann Salomon Deutschland BR
 BR Deutschland
79,48 m x 76,50 m 79,48 m
11 Rolf Herings Deutschland BR
 BR Deutschland
79,08 m 77,00 m 78,70 m 79,08 m
12 Pauli Nevala FinnlandFinnland Finnland x 77,90 m x 77,90 m
13 Mart Paama Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
74,18 m 77,26 m 74,64 m 77,26 m
14 Frank Covelli Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 70,30 m x 73,04 m 73,04 m

Gruppe B

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite Anmerkung
1 Walter Pektor OsterreichÖsterreich Österreich 82,16 m - - 82,16 m
2 Aurelio Janet Kuba
 Kuba
80,10 m - - 80,10 m
3 Klaus Wolfermann Deutschland BR
 BR Deutschland
75,78 m 71,40 m 75,02 m 75,78 m
4 Miklós Németh Ungarn 1957
 Ungarn
74,56 m 74,82 m 75,50 m 75,50 m
5 Dave Travis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 74,24 m 74,36 m 70,84 m 74,36 m
6 Lode Wyns BelgienBelgien Belgien 73,68 m x x 73,68 m
7 Gary Stenlund Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 73,52 m 68,88 m 71,44 m 73,52 m
8 Bill Heikkila KanadaKanada Kanada 70,10 m 71,20 m 70,78 m 71,20 m
9 Nashatar Singh Sidhu MalaysiaMalaysia Malaysia x 63,58 m 70,70 m 70,70 m
10 Rolf Hoppe Chile
 Chile
68,32 m 65,82 m 65,86 m 68,32 m
11 William Liga Fidschi
 Fidschi
x 61,62 m 62,32 m 62,32 m
12 Donald Vélez Nicaragua 1908
 Nicaragua
48,92 m x 61,32 m 61,32 m
13 Rolf Bühler SchweizSchweiz Schweiz 61,05 m x x 61,05 m

Finale

Datum: 16. Oktober 1968, 15.00 Uhr[3]

Als Topfavorit galt der sowjetische Werfer Jānis Lūsis, Bronzemedaillengewinner von 1964, Europameister von 1966 und Inhaber des Weltrekords, Aber sein Sieg stand bis zum letzten Durchgang auf des Messers Schneide.

In der ersten Finalrunde führte der Finne Jorma Kinnunen mit neuem Olympiarekord vor dem Schweden Karl-Åke Nilsson und dem Ungarn Gergely Kulcsár. Lūsis folgte auf Rang vier. Dieser eroberte im zweiten Versuch die Spitzenposition mit einer erneuten Rekordverbesserung. Der Pole Władysław Nikiciuk konnte sich auf Rang vier vor Nilsson platzieren. Im vierten Versuch übernahm dann Kulcsár die Führung, er warf den Speer mehr als siebzig Zentimeter weiter als Lūsis bei seinem Rekord. Lūsis blieb Zweiter vor Kinnunen. Im letzten Durchgang übertrafen sowohl Kinnunen als auch Lūsis Kulcsárs olympischen Rekord noch einmal. Jānis Lūsis warf dabei anderthalb Meter weiter und wurde somit Olympiasieger. Als einziger Werfer in diesem hochklassigen Wettbewerb gelang ihm ein Wurf über neunzig Meter. Silbermedaillengewinner wurde Jorma Kinnunen, Gergely Kulcsár blieb die Bronzemedaille.[4]

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Endresultat Anmerkung
1 Jānis Lūsis Sowjetunion 1955
 Sowjetunion
81,74 m 86,34 m OR 82,66 m 84,40 m x 90,10 m OR 90,10 m OR
2 Jorma Kinnunen FinnlandFinnland Finnland 86,30 m OR x x 79,00 m 85,82 m 88,58 m 88,58 m
3 Gergely Kulcsár Ungarn 1957
 Ungarn
83,10 m x 83,82 m 87,06 m OR 85,14 m 83,40 m 87,06 m
4 Władysław Nikiciuk Polen 1944
 Polen
x 85,70 m 82,24 m x 82,32 m 80,44 m 85,70 m
5 Manfred Stolle Deutschland Demokratische Republik 1968
 DDR
x 76,86 m 81,52 m 84,42 m x 79,72 m 84,42 m
6 Karl-Åke Nilsson SchwedenSchweden Schweden 83,48 m x x x 76,74 m 79,76 m 83,48 m
7 Janusz Sidło Polen 1944
 Polen
80,00 m 76,36 m 80,58 m 75,50 m 77,86 m 76,46 m 80,58 m
8 Urs von Wartburg SchweizSchweiz Schweiz 80,56 m 77,06 m 77,22 m x x x 80,56 m
9 Mark Murro Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 80,06 m 80,08 m x nicht im Finale der
besten acht Werfer
80,08 m
10 Walter Pektor OsterreichÖsterreich Österreich 75,64 m 77,40 m x 77,40 m
11 Aurelio Janet Kuba
 Kuba
x 74,88 m x 74,88 m
12 Hermann Salomon Deutschland BR
 BR Deutschland
x 71,64 m 73,50 m 73,50 m

Literatur

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 370–372

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 559 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive), abgerufen am 9. November 2017
  2. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1968 S. 10, engl./frz. (PDF), abgerufen am 9. November 2017
  3. a b Offizieller Report der Olympischen Spiele 1968 S. 530, engl./frz. (PDF), abgerufen am 9. November 2017
  4. Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 370f
{{bottomLinkPreText}} {{bottomLinkText}}
Olympische Sommerspiele 1968/Leichtathletik – Speerwurf (Männer)
Listen to this article