Olympische Sommerspiele 1992/Leichtathletik – 4 × 400 m (Männer) - Wikiwand
For faster navigation, this Iframe is preloading the Wikiwand page for Olympische Sommerspiele 1992/Leichtathletik – 4 × 400 m (Männer).

Olympische Sommerspiele 1992/Leichtathletik – 4 × 400 m (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 4-mal-400-Meter-Staffel
Geschlecht Männer
Teilnehmer 102 Athleten aus 24 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Barcelona
Wettkampfphase 7. August 1992 (Vorrunde)
8. August 1992 (Finale)
Medaillengewinner
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Kuba
 CUB
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR

Die 4-mal-400-Meter-Staffel der Männer bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde am 7. und 8. August 1992 in zwei Runden im Olympiastadion Barcelona ausgetragen. 102 Athleten nahmen in 24 Staffeln teil.

Die Staffel der USA gewann in der Besetzung Andrew Valmon, Quincy Watts, Michael Johnson und Steve Lewis sowie den im Vorlauf eingesetzten Charles Jenkins und Darnell Hall in neuer Weltrekordzeit die Goldmedaille. Silber ging an Kuba (Lázaro Martínez, Héctor Herrera, Norberto Téllez, Roberto Hernández), Bronze an Großbritannien mit Roger Black, David Grindley, Kriss Akabusi und John Regis sowie den im Vorlauf eingesetzten Du’aine Ladejo und Mark Richardson.

Auch die in den Vorläufen für die Medaillengewinner eingesetzten Läufer erhielten entsprechendes Edelmetall. Der Weltrekord dagegen stand alleine den im Finale eingesetzten Läufern zu.

Die Staffel aus Deutschland konnte ihren Vorlauf nach einem Stabverlust nicht beenden.
Staffeln aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträger

Olympiasieger 1988 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2:56,16 min Seoul 1988
Weltmeister 1991 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2:57,53 min Tokio 1991
Europameister 1990 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 2:58,22 min Split 1990
Panamerikanischer Meister 1991 Kuba
 Kuba
3:01,93 min Havanna 1991
Zentralamerika und Karibik-Meister 1991 BahamasBahamas Bahamas 3:06,08 min Xalapa 1991
Südamerika-Meister 1991 BrasilienBrasilien Brasilien 3:05,60 min Manaus 1991
Asienmeister 1991 JapanJapan Japan 3:05,22 min Kuala Lumpur 1991
Afrikameister 1992 Sudafrika 1961
 Südafrika
3:06,95 min Belle Vue Maurel 1992
Ozeanienmeister 1990 Fidschi
 Fidschi
3:15,29 min Suva 1990

Bestehende Rekorde

Weltrekord 2:56,16 min Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
(Vince Matthews, Ron Freeman, Larry James, Lee Evans)
Mexiko-Stadt, Mexiko 20. Oktober 1968
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
(Danny Everett, Steve Lewis, Kevin Robinzine, Harry Reynolds)
Seoul, Südkorea 1. Oktober 1988[1]
Olympischer Rekord Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
(Vince Matthews, Ron Freeman, Larry James, Lee Evans)
Finale von Mexiko-Stadt, Mexiko 20. Oktober 1968
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
(Danny Everett, Steve Lewis, Kevin Robinzine, Harry Reynolds)
Finale von Seoul, Südkorea 1. Oktober 1988

Vorrunde

Datum: 7. August 1992[2]

In der Vorrunde wurden die 24 Staffeln in drei Läufe gelost. Für das Finale qualifizierten sich pro Lauf die ersten beiden Teams. Darüber hinaus kamen die zwei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Staffeln sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Vorlauf 1

Platz Staffel Besetzung Zeit Anmerkung
1 Trinidad und Tobago
 Trinidad und Tobago
Patrick Delice
Alvin Daniel
Neil de Silva
Ian Morris
3:01,05 min
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Mark Richardson
Kriss Akabusi
Roger Black
Du’aine Ladejo
3:01,20 min
3 JapanJapan Japan Masayoshi Kan
Susumu Takano
Yoshihiko Saito
Takahiro Watanabe
3:01,35 min
4 FrankreichFrankreich Frankreich Jean-Louis Rapnouil
Yann Quentrec
Stéphane Caristan
Stéphane Diagana
3:04,25 min
5 KanadaKanada Kanada Mark Jackson
Anthony Wilson
Mark Anthony Graham
Frederick Williams
3:04,69 min
6 ThailandThailand Thailand Athiaporn Koonjarthong
Yuthana Thonglek
Sarapong Kumsup
Aktawat Sakoolchan
3:08,00 min
7 PortugalPortugal Portugal José Paulo Mendes
Pedro Afonso Rodrigues
Álvaro Silva
Pedro Curvelo
3:10,11 min
8 Zaire
 Zaire
Ilunga Kafila
Luasa Batungile
Kaleka Mutoke
Shintu Kibambe
3:21,91 min

Vorlauf 2

Platz Staffel Besetzung Zeit Anmerkung
1 Kuba
 Kuba
Lázaro Martínez
Héctor Herrera
Norberto Téllez
Roberto Hernández
2:59,13 min
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Darnell Hall
Michael Johnson
Charles Jenkins
Quincy Watts
2:59,14 min
3 Kenia
 Kenia
David Kitur
Samson Kitur
Simon Kipkemboi
Simon Kemboi
2:59,63 min
4 NigeriaNigeria Nigeria Udeme Ekpeyong
Emmanuel Okoli
Hassan Bosso
Sunday Bada
3:00,39 min
5 IOC
 EUN
Dmitri Kosow
Dmitri Kliger
Dmitri Golowastow
Oleh Twerdochleb
3:05,59 min
6 MexikoMexiko Mexiko Raymundo Escalante
Eduardo Nava
Luis Karin Toledo
Juan Jesús Gutiérrez
3:05,75 min
7 Saint Vincent Grenadinen
 St. Vincent und die Grenadinen
Lenford O’Garro
Michael Williams
Eversley Linley
Eswort Coombs
3:10,21 min
DSQ BarbadosBarbados Barbados Seibert Straughn
Roger Jordan
Edsel Chase
Stevon Roberts

Vorlauf 3

Platz Staffel Besetzung Zeit Anmerkung
1 BrasilienBrasilien Brasilien Eronilde de Araújo
Ediélson Rocha
Sérgio de Menezes
Sidney de Souza
3:01,38 min
2 ItalienItalien Italien Alessandro Aimar
Marco Vaccari
Fabio Grossi
Andrea Nuti
3:02,09 min
3 MarokkoMarokko Marokko Abdelali Kasbane
Abdelghani Guériguer
Bouchaib Bel Kaïd
Lahlou Ben Younès
3:02,28 min
4 SpanienSpanien Spanien Antonio Sánchez
Cayetano Cornet
Manuel Moreno Sánchez
Ángel de las Heras
3:04,60 min
5 KatarKatar Katar Sami Al-Abdullah
Masoud Abdul Khamis
Ibrahim Ismail
Fareh Ibrahim Ali
3:13,35 min
6 Papua-Neuguinea
 Papua-Neuguinea
Baobo Neuendorf
Kaminiel Selot
Bernard Manana
Subul Babo
3:05,75 min
DNF DeutschlandDeutschland Deutschland Ralph Pfersich
Rico Lieder
Jörg Vaihinger
Thomas Schönlebe
Stabverlust beim ersten Wechsel
DSQ Jamaika
 Jamaika
Dennis Blake
Devon Morris
Howard Davis
Patrick O’Connor

Finale

Platz Staffel Besetzung Zeit Anmerkung
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Andrew Valmon
Quincy Watts
Michael Johnson
Steve Lewis
in den Vorläufen außerdem:
Charles Jenkins
Darnell Hall
2:55,74 min WR
2 Kuba
 Kuba
Lázaro Martínez
Héctor Herrera
Norberto Téllez
Roberto Hernández
2:59,51 min
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Roger Black
David Grindley
Kriss Akabusi
John Regis
in den Vorläufen außerdem:
Du’aine Ladejo
Mark Richardson
2:59,73 min
4 BrasilienBrasilien Brasilien Robson da Silva
Ediélson Rocha
Sérgio de Menezes
Sidney de Souza
in den Vorläufen außerdem:
Eronilde de Araújo
3:01,61 min
5 NigeriaNigeria Nigeria Udeme Ekpeyong
Emmanuel Okoli
Hassan Bosso
Sunday Bada
3:01,71 min
6 ItalienItalien Italien Alessandro Aimar
Marco Vaccari
Fabio Grossi
Andrea Nuti
3:02,18 min
7 Trinidad und Tobago
 Trinidad und Tobago
Alvin Daniel
Patrick Delice
Neil de Silva
Ian Morris
3:03,31 min
DNF Kenia
 Kenia
Samson Kitur
Abednego Matilu
Simon Kipkemboi
Simon Kemboi
in den Vorläufen außerdem:
David Kitur

Datum: 8. August 1992[3]

Im Finalrennen am 8. August gab es mehrere Besetzungsänderungen:

Als Topfavorit galt die US-Staffel, die mit Steve Lewis und Quincy Watts die Olympiasieger des 400-Meter-Einzellaufs von 1988 und 1992 in ihren Reihen hatten. Es ging für die US-Mannschaft auch darum, vielleicht den Weltrekord ihrer Landsleute aus den Jahren 1968 und 1988 zu verbessern.

Schon nach dem ersten Wechsel lag das US-Team weit vor allen anderen Staffeln. Andrew Valmon hatte einen großen Vorsprung herausgelaufen. Dahinter kämpften Großbritannien, Kuba und Kenia um den zweiten Platz, als die Läufer sich auf die Innenbahn einsortierten. Kurz vor der nächsten Kurve scherte der Kenianer Abednego Matilu nach außen, verlangsamte seine Schritte und schied offensichtlich verletzt aus. Nun lagen die Briten und Kubaner mit engem Abstand untereinander deutlich vor dem Rest des Feldes und weit hinter dem führenden Quincy Watts. Das änderte sich auch in der dritten Runde nicht. Der Kubaner Norberto Téllez attackierte seinen britischen Gegner Kriss Akabusi mehrfach, kam jedoch nicht an ihm vorbei. So ging es in der Reihenfolge USA vor Großbritannien, Kuba und den weiteren Mannschaften in die Schlussrunde. Für die US-Staffel ging es nur noch um den Weltrekord, der Olympiasieg stand nicht mehr in Frage, zu groß war der Vorsprung. Gleich nach dem letzten Wechsel überholte der Kubaner Roberto Hernández im Kampf um Silber den Briten John Regis. Die US-Mannschaft siegte schließlich mit fast vierzig Metern Vorsprung in neuer Weltrekordzeit von 2:55,74 min. Der britische Schlussläufer versuchte auf der Zielgeraden noch einmal eine Attacke, doch Hernández wehrte den Angriff ab. So gab es Silber für Kuba und Bronze für Großbritannien. Dahinter hatte sich inzwischen Brasilien von den anderen Staffeln etwas abgesetzt und kam auf den vierten Platz. Fünfter wurde Nigeria vor Italien und Trinidad und Tobago.

Im achtzehnten olympischen Finale gewann die USA die dreizehnte Goldmedaille.

Kuba gewann erstmals eine Medaille in der 4-mal-400-Meter-Staffel.

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Rekorde. 4 × 400 m Männer auf rekorde-im-sport.de, abgerufen am 9. Februar 2018
  2. Offizieller Report zu den Olympischen Spielen in Barcelona, Resultate Leichtathletik: S. 55, katalanisch/spanisch/englisch/französisch (PDF, 38.871 MB), abgerufen am 9. Februar 2018
  3. Offizieller Report zu den Olympischen Spielen in Barcelona, Resultate Leichtathletik: S. 56, katalanisch/spanisch/englisch/französisch (PDF, 38.871 MB), abgerufen am 9. Februar 2018
{{bottomLinkPreText}} {{bottomLinkText}}
Olympische Sommerspiele 1992/Leichtathletik – 4 × 400 m (Männer)
Listen to this article