Olympische Sommerspiele 1996/Leichtathletik – 4 × 400 m (Frauen) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 1996/Leichtathletik – 4 × 400 m (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 4-mal-400-Meter-Staffel
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 59 Athletinnen aus 14 Ländern
Wettkampfort Centennial Olympic Stadium
Wettkampfphase 2. August 1996 (Vorrunde)
3. August 1996 (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
NigeriaNigeria NGR
DeutschlandDeutschland GER

Die 4-mal-400-Meter-Staffel der Frauen bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta wurde am 2. und 3. August 1996 im Centennial Olympic Stadium ausgetragen. In vierzehn Staffeln nahmen 59 Athletinnen teil.

Olympiasieger wurde die Staffel der USA mit Rochelle Stevens, Maicel Malone, Kim Graham und Jearl Miles sowie der im Vorlauf außerdem eingesetzten Linetta Wilson. Die Silbermedaille ging an Nigeria (Olabisi Afolabi, Fatima Yusuf, Charity Opara, Falilat Ogunkoya), Bronze an Deutschland in der Besetzung Uta Rohländer, Linda Kisabaka, Anja Rücker und Grit Breuer.
Auch die in den Vorläufen für die Medaillengewinnerinnen eingesetzte Läuferin erhielt entsprechendes Edelmetall.

Staffeln aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträgerinnen

Olympiasieger 1992 Vereintes Team
 Vereintes Team
3:20,20 min Barcelona 1992
Weltmeister 1995 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:22,39 min Göteborg 1995
Europameister 1994 FrankreichFrankreich Frankreich 3:22,34 min Helsinki 1994
Panamerikanischer Meister 1995 Kuba
 Kuba
3:27,45 min Mar del Plata 1995
Zentralamerika und Karibik-Meister 1995 3:27,86 min Guatemala-Stadt 1995
Südamerika-Meister 1995 KolumbienKolumbien Kolumbien 3:33,37 min Manaus 1995
Asienmeister 1995 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 3:32,73 min Jakarta 1995
Afrikameister 1996 NigeriaNigeria Nigeria 3:39,2 min Yaoundé 1996
Ozeanienmeister 1994 NeuseelandNeuseeland Neuseeland 3:54,14 min Auckland 1994

Bestehende Rekorde

Weltrekord 3:15,17 min SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
(Tazzjana Ljadouskaja, Olga Nasarowa, Marija Pinigina, Olha Bryshina)
Seoul, Südkorea 1. Oktober 1988[1]
Olympischer Rekord Finale von Seoul, Südkorea

Anmerkung: Alle Zeitangaben sind Ortszeit Atlanta (UTC−5).

Vorrunde

2. August 1996[2]

Die Staffeln wurden in zwei Läufe gelost. Für das Finale qualifizierten sich pro Lauf die ersten drei Mannschaften. Darüber hinaus kamen die zwei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Teams sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Vorlauf 1

Platz Staffel Besetzung Zeit (min) Anmerkung
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Rochelle Stevens
Linetta Wilson
Kim Graham
Maicel Malone
3:22,71
2 NigeriaNigeria Nigeria Olabisi Afolabi
Fatima Yusuf
Charity Opara
Falilat Ogunkoya
3:23,24
3 FrankreichFrankreich Frankreich Francine Landre
Viviane Dorsile
Evelyne Elien
Elsa Devassoigne
3:28,07
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Phylis Smith
Allison Curbishley
Donna Fraser
Georgina Oladapo
3:28,13
5 UkraineUkraine Ukraine Viktorija Fomenko
Ljudmila Koschtschei
Jana Manujlowa
Olha Moroz
3:28,16
6 Antigua und BarbudaAntigua und Barbuda Antigua und Barbuda Dine Potter
Sonia Williams
Charmaine Thomas
Heather Samuel
3:44,98
DSQ IndienIndien Indien Kalayathumkuzhi Beenamol
Rosakutty Kunnath Chacko
Jyotirmoyee Sikdar
Shiny Abraham
DNS Jungferninseln Amerikanische
 Amerikanische Jungferninseln

Vorlauf 2

Platz Staffel Besetzung Zeit (min) Anmerkung
1 DeutschlandDeutschland Deutschland Uta Rohländer
Linda Kisabaka
Anja Rücker
Grit Breuer
3:24,08
2 Kuba
 Kuba
Idalmis Bonne
Julia Duporty
Surella Morales
Ana Fidelia Quirot
3:24,23
3 RusslandRussland Russland Tatjana Tschebykina
Olga Kotljarowa
Jekaterina Kulikowa
Swetlana Gontscharenko
3:24,86
4 Jamaika
 Jamaika
Juliet Campbell
Tracey Ann Barnes
Merlene Frazer
Inez Turner
3:25,33
5 TschechienTschechien Tschechien Naděžda Koštovalová
Ludmila Formanová
Helena Fuchsová
Hana Benešová
3:26,82
6 AustralienAustralien Australien Lee Naylor
Kylie Hanigan
Melinda Gainsford-Taylor
Renée Poetschka
3:33,78
7 Saint Kitts Nevis
 St. Kitts und Nevis
Bernadeth Prentice
Diane Francis
Valma Bass
Tamara Wigley
3:35,12

Finale

Platz Staffel Besetzung Zeit (min) Anmerkung
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Rochelle Stevens
Maicel Malone
Kim Graham
Jearl Miles
in den Vorläufen außerdem:
Linetta Wilson
3:20,91
2 NigeriaNigeria Nigeria Olabisi Afolabi
Fatima Yusuf
Charity Opara
Falilat Ogunkoya
3:21,04
3 DeutschlandDeutschland Deutschland Uta Rohländer
Linda Kisabaka
Anja Rücker
Grit Breuer
3:21,14
4 Jamaika
 Jamaika
Merlene Frazer
Sandie Richards
Juliet Campbell
Deon Hemmings
in den Vorläufen außerdem:
Tracey Ann Barnes
Inez Turner
3:21,69
5 RusslandRussland Russland Tatjana Tschebykina
Swetlana Gontscharenko
Jekaterina Kulikowa
Olga Kotljarowa
3:22,22
6 Kuba
 Kuba
Idalmis Bonne
Julia Duporty
Surella Morales
Ana Fidelia Quirot
3:25,85
7 TschechienTschechien Tschechien Naděžda Koštovalová
Ludmila Formanová
Helena Fuchsová
Hana Benešová
3:26,99
8 FrankreichFrankreich Frankreich Francine Landre
Viviane Dorsile
Evelyne Elien
Elsa Devassoigne
3:28,46

3. August 1996[2]

Als Favoritinnen galten die US-Läuferinnen, als stärkste Gegnerinnen die Mannschaft aus Russland. In dieser Reihenfolge waren die beiden Teams auch bei den letzten Weltmeisterschaften ins Ziel gelaufen. Im Finale des 400-Meter-Laufs hatte allerdings keine russische Läuferin gestanden und Jearl Miles hatte dort als beste und einzige US-Finalistin Platz fünf belegt. Weitere Medaillenkandidatinnen waren die Australierinnen als WM-Dritte und die Nigerianerinnen als einzige Nation mit zwei Finalteilnehmerinnen über 400 Meter.

Gegenüber den Vorläufen gab es in zwei Staffeln folgende drei Besetzungsänderungen:

  • USA – Jearl Miles lief für Linetta Wilson.
  • Jamaika – Sandie Richards ersetzte Tracey Ann Barnes und Deon Hemmings lief anstelle von Inez Turner.

Im Finale gingen Olabisi Afolabi für Nigeria sehr schnell an und beim ersten Wechsel führte das Team mit acht Metern Vorsprung vor Russland und den Vereinigten Staaten. Die Deutsche Linda Kisabaka zog bei Stabübernahme an zwei Gegnerinnen vorbei auf den vierten Platz. In der zweiten Runde setzten sich fünf Mannschaften deutlich von ihren Gegnerinnen ab. Fatima Yusufs Vorsprung für Nigeria wurde deutlich geringer. Es folgten Maicel Malone für die USA, Kisabaka, Swetlana Gontscharenko für Russland und Sandie Richards für Jamaika. So ging es in die die dritte Runde. Beim letzten Wechsel war die USA vorne, Kim Graham hatte die Lücke zu Charity Opara geschlossen und war vorbeigezogen. Nigeria lag jetzt auf Platz zwei, dahinter liefen Jamaika, Deutschland und Russland. Die US-Schlussläuferin Jearl Miles hatte einen leichten Vorsprung, den sie auf der Gegengeraden weiter ausbaute. Doch in der letzten Kurve kam die Nigerianerin Falilat Ogunkoya wieder heran und es wurde sehr eng an der Spitze. Beide Athletinnen hatten sich sehr verausgabt und setzten alles ein, um die letzten dreißig Meter zu überstehen. Die deutsche Staffel kam mit der Schlussläuferin Grit Breuer noch ganz stark auf. Jearl Miles rettete für die US-Staffel schließlich mit dreizehn Hundertstelsekunden Vorsprung den Olympiasieg. Die Nigerianerinnen wurden mit gerade noch einer Zehntelsekunde Zweite vor Deutschland. Die Plätze vier und fünf belegten Jamaika und Russland.

Nigeria gewann die erste Medaille in der 4-mal-400-Meter-Staffel der Frauen.

Literatur

  • Gerd Rubenbauer (Hrsg.), Olympische Sommerspiele Atlanta 1996 mit Berichten von Britta Kruse, Johannes Ebert, Andreas Schmidt und Ernst Christian Schütt, Kommentare: Gerd Rubenbauer und Hans Schwarz, Chronik Verlag im Bertelsmann Verlag, Gütersloh / München 1996, S. 46

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 804 (engl.), abgerufen am 13. März 2018
  2. a b Offizieller Report, Teil III zu den Olympischen Spielen in Atlanta, S. 88, englisch/französisch (PDF, 13.520 MB), abgerufen am 13. März 2018
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Olympische Sommerspiele 1996/Leichtathletik – 4 × 400 m (Frauen)
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