Olympische Sommerspiele 2008/Leichtathletik – 4 × 400 m (Männer) - Wikiwand
For faster navigation, this Iframe is preloading the Wikiwand page for Olympische Sommerspiele 2008/Leichtathletik – 4 × 400 m (Männer).

Olympische Sommerspiele 2008/Leichtathletik – 4 × 400 m (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Sportart Leichtathletik
Disziplin 4-mal-400-Meter-Staffel
Geschlecht Männer
Ort Nationalstadion Peking
Teilnehmer 70 Athleten in 16 Staffeln
Wettkampfphase 22. und 23. August 2008
Medaillengewinner
Gold
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Silber
BahamasBahamas BAH
Bronze
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR

Der 4-mal-400-Meter-Staffellauf der Männer bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde am 22. und 23. August 2008 im Nationalstadion Peking ausgetragen. In 16 Mannschaften nahmen siebzig Läufer teil.

Olympiasieger wurde das Team der USA in der Besetzung LaShawn Merritt, Angelo Taylor, David Neville und Jeremy Wariner. Im Vorlauf wurden außerdem Kerron Clement und Reggie Witherspoon eingesetzt. Bahamas gewann die Silbermedaille mit |Andretti Bain, Michael Mathieu, Andrae Williams, Chris Brown sowie den im Vorlauf eingesetzten Avard Moncur und Ramon Miller. Bronze ging an Großbritannien (Andrew Steele, Robert Tobin, Michael Bingham, Martyn Rooney).

Auch die in den Vorläufen für die Medaillengewinner eingesetzten Läufer erhielten entsprechendes Edelmetall.

Aktuelle Titelträger

Olympiasieger 2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Otis Harris, Derrick Brew,
Jeremy Wariner, Darold Williamson
2:55,91 min Athen 2004
Weltmeister 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
LaShawn Merritt, Angelo Taylor,
Darold Williamson, Jeremy Wariner
2:55,56 min Ōsaka 2007
Europameister 2006 FrankreichFrankreich Frankreich
Leslie Djhone, Ydrissa M’Barke,
Naman Keïta, Marc Raquil
3:01,10 min Göteborg 2006
Panamerikanischer Meister 2007 BahamasBahamas Bahamas
Andrae Williams, Avard Moncur,
Michael Mathieu, Chris Brown
3:01,94 min Rio de Janeiro 2007
Zentralamerika und Karibik-Meister 2008 Kuba
 Kuba
William Collazo, Yunier Pérez,
Omar Cisneros, Yeimer López
3:02,10 min Cali 2008[1]
Südamerika-Meister 2007 BrasilienBrasilien Brasilien
Raphael Fernandes, Eduardo Vasconcelos,
Rodrigo Bargas, Fernando de Almeida
3:04,36 min São Paulo 2007[2]
Asienmeister 2007 Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien
Yonas Al-Hosah, Mohammed Shaween,
Ismail Al-Sabani, Mohammed Obeid Al-Salhi
3:05,96 min Amman 2007[3]
Afrikameister 2008 SudafrikaSüdafrika Südafrika 3:03,58 min Addis Abeba 2008
Ozeanienmeister 2008 Wettbewerb nicht im Meisterschaftsprogramm Saipan 2008[4]

Bestehende Rekorde

Weltrekord 2:54,29 min Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
(Andrew Valmon, Quincy Watts, Harry Reynolds, Michael Johnson)
Stuttgart, Deutschland 22. August 1992[5]
Olympischer Rekord 2:55,74 min Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
(Andrew Valmon, Quincy Watts, Michael Johnson, Steve Lewis)
Finale von Barcelona, Spanien 8. August 1992

Vorläufe

Es fanden zwei Vorläufe statt. Die jeweils drei ersten Teams – hellblau unterlegt – sowie weitere zwei zeitschnellste Staffeln – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Finale.

Bedingt durch die später erfolgte Disqualifikation der russischen Staffel wegen des gedopten Läufers Denis Alexejew[6] hätte auch die ausgeschiedene Staffel Südafrikas ein Startrecht für das Finale gehabt. Dies war jedoch nicht mehr zu realisieren und Südafrika gegenüber nicht gutzumachen.

Vorlauf 1

22. August 2008, 20:10 Uhr

Platz Nation Besetzung Zeit Anmerkung
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA David Neville
Kerron Clement
Reggie Witherspoon
Angelo Taylor
2:59,98 min
2 BelgienBelgien Belgien Cédric Van Branteghem
Jonathan Borlée
Arnaud Ghislain
Kevin Borlée
3:00,67 min NR
3 AustralienAustralien Australien Joel Milburn
Mark Ormrod
John Steffensen
Clinton Hill
3:00,68 min
4 PolenPolen Polen Marek Plawgo
Piotr Klimczak
Piotr Kędzia
Rafał Wieruszewski
3:00,74 min
5 SudafrikaSüdafrika Südafrika Pieter Smith
Ofentse Mogawane
Alwyn Myburgh
Louis Jacobus van Zyl
3:01,26 min eigentlich für das Finale qualifiziert
6 Kuba
 Kuba
Yunier Perez
Yunior Díaz
William Collazo
Omar Cisneros
3:02,24 min
7 FrankreichFrankreich Frankreich Teddy Venel
Ydrissa M’Barke
Brice Panel
Richard Maunier
3:03,19 min
DOP RusslandRussland Russland Maxim Dyldin
Wladislaw Frolow
Anton Kokorin
Denis Alexejew
3:00,14 min Denis Alexejew gedopt[6], aber im Finale dabei

Vorlauf 2

22. August 2008, 20:22 Uhr

Platz Nation Besetzung Zeit Anmerkung
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Andrew Steele
Robert Tobin
Michael Bingham
Martyn Rooney
2:59,33 min
2 BahamasBahamas Bahamas Michael Mathieu
Avard Moncur
Ramon Miller
Andrae Williams
2:59,88 min
3 Jamaika
 Jamaika
Michael Blackwood
Allodin Fothergill
Sanjay Ayre
Ricardo Chambers
3:00,09 min
4 DeutschlandDeutschland Deutschland Simon Kirch
Kamghe Gaba
Ruwen Faller
Bastian Swillims
3:03,49 min
5 Trinidad und Tobago
 Trinidad und Tobago
Ato Modibo
Jovon Toppin
Cowin Mills
Stann Waithe
3:04,12 min
6 JapanJapan Japan Mitsuhiro Abiko
Dai Tamesue
Yoshihiro Horigome
Kenji Narisako
3:04,18 min
7 GriechenlandGriechenland Griechenland Stelios Dimotsios
Dimitrios Gravalos
Pantelis Melachroinoudis
Konstadinos Anastasiou
3:04,30 min
8 Dominikanische Republik
 Dominikanische Republik
Carlos Yohelin Santa
Arismendy Peguero
Pedro Mejía
Yoel Tapia
3:04,31 min

Finale

Platz Nation Besetzung Zeit Anmerkung
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA LaShawn Merritt
Angelo Taylor
David Neville
Jeremy Wariner
im Vorlauf außerdem:
Kerron Clement
Reggie Witherspoon
2:55,39 min OR
2 BahamasBahamas Bahamas Andretti Bain
Michael Mathieu
Andrae Williams
Chris Brown
im Vorlauf außerdem:
Avard Moncur
Ramon Miller
2:58,03 min
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Andrew Steele
Robert Tobin
Michael Bingham
Martyn Rooney
2:58,81 min
4 BelgienBelgien Belgien Kevin Borlée
Jonathan Borlée
Cédric Van Branteghem
Arnaud Ghislain
2:59,37 min NR
5 AustralienAustralien Australien Sean Wroe
John Steffensen
Clinton Hill
Joel Milburn
im Vorlauf außerdem:
Mark Ormrod
3:00,02 min
6 PolenPolen Polen Rafał Wieruszewski
Piotr Klimczak
Piotr Kędzia
Marek Plawgo
3:00,32 min
7 Jamaika
 Jamaika
Michael Blackwood
Ricardo Chambers
Sanjay Ayre
Lanceford Spence
im Vorlauf außerdem:
Allodin Fothergill
3:01,45 min
DOP RusslandRussland Russland Maxim Dyldin
Wladislaw Frolow
Anton Kokorin
Denis Alexejew
2:58,06 min

23. August 2008, 21:05 Uhr

Für das Finale kam es zu folgenden Besetzungsänderungen:

  • USA – In die Mannschaft kamen LaShawn Merritt und Jeremy Wariner. Sie ersetzten Kerron Clement und Reggie Witherspoon.
  • Bahamas – Anstelle von Avard Moncur und Ramon Miller liefen Andretti Bain und Chris Brown.
  • Australien – Sean Wroe ersetzte Mark Ormrod.
  • Jamaika – Lanceford Spence lief anstelle von Allodin Fothergill.

Die Staffel Russlands wurde im September 2016 durch das IOC disqualifiziert und Bronze nachträglich der britischen Staffel zugesprochen, weil die Nachkontrolle der Dopingprobe von Denis Alexejew positiv war.[6]

Die eindeutige Favoritenposition für dieses Rennen hatten die Vereinigten Staaten. Im 400-Meter-Einzelfinale hatten die US-Läufer die ersten drei Plätze belegt. Im Vorjahr hatte das US-Team überlegen den Weltmeistertitel gewonnen. Kandidaten für die weiteren Medaillen waren die Mannschaft des Vizeweltmeisters Bahamas, die Staffeln aus Polen als WM-Dritte, aus Russland – später allerdings dopingbedingt disqualifiziert, Großbritannien und Belgien mit den Borlée-Brüdern.

Schon nach dem ersten Wechsel lag die US-Staffel mit Startläufer LaShawn Merritt klar vorn. Angelo Taylor baute diese Führung weiter aus. Dahinter ging es eng zu. Belgien war Zweiter vor den Bahamas und Großbritannien – die russische Staffel lag auch in diesem Verfolgerpulk, wird jedoch wegen ihrer Disqualifikation hier nicht weiter berücksichtigt.

Beim zweiten Wechsel hatte Belgien weiterhin die Position zwei inne vor den Bahamas. Jamaika hatte sich auf Rang vier vor Großbritannien geschoben. Auch vor dem letzten Wechsel blieben die ersten fünf Positionen unverändert, der Abstand zwischen Belgien und den Bahamas zu den nächsten Staffeln war allerdings etwas größer geworden. Die US-Staffel lief mit Jeremy Wariner einem sicheren Sieg entgegen. Bezüglich der weiteren Medaillen kam es jetzt auf die Schlussläufer an. Der Olympiavierte des 400-Meter-Einzelfinales Chris Brown sicherte seinem Team von den Bahamas souverän die Silbermedaille. Dahinter gelang es dem Briten Martyn Rooney, die fast enteilten Belgier noch abzufangen. So gab es Bronze für Großbritannien, Belgien belegte Rang vier vor Australien, Polen und Jamaika.

Bei ihrem Sieg verbesserten die vier US-Läufer den olympischen Rekord ihrer Landsleute von den Spielen 1992 in Barcelona um 35 Hundertstelsekunden und verfehlten den Weltrekord nur um eine gute Sekunde.

Die US-Staffel erlief die 16. Goldmedaille im 22. olympischen Finale.

Die belgische Staffel konnte während des Wettbewerbes ihren Landesrekord gleich zweimal verbessern.

Video

Einzelnachweise

  1. Campeonato CAC de Atletismo 2008 auf athlecac.org, abgerufen am 5. Juni 2018
  2. Campeonato Sudamericano de Atletismo 2007 auf athlecac.org, abgerufen am 5. Juni 2018
  3. 17th Asian Athletics Championship 2007 auf athleticsasia.org (PDF, 417 KB), abgerufen am 5. Juni 2018
  4. Oceania Area Championships - 25/06/2008 to 28/06/2008 auf athletics-oceania.com (PDF, 130 KB), abgerufen am 5. Juni 2018
  5. IAAF, 4 × 400 m Männer, abgerufen am 5. Juni 2018
  6. a b c Obergföll bekommt Silber zugesprochen, Spiegel Online. 13. September 2016. Abgerufen am 5. Juni 2018. 
{{bottomLinkPreText}} {{bottomLinkText}}
Olympische Sommerspiele 2008/Leichtathletik – 4 × 400 m (Männer)
Listen to this article