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Olympische Sommerspiele 2012/Leichtathletik – Marathon (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Marathonlauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 105 Athleten aus 67 Ländern
Wettkampfort London
Wettkampfphase 12. August 2012
Medaillengewinner
Stephen Kiprotich (UgandaUganda UGA)
Abel Kirui (Kenia
 KEN)
Wilson Kipsang (Kenia
 KEN)

Der Marathonlauf der Männer bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurde am 12. August 2012 auf einem Kurs in der Innenstadt von London ausgetragen. 105 Athleten nahmen teil, von denen 85 das Ziel erreichten.

Olympiasieger wurde der Ugander Stephen Kiprotich, der vor den beiden Kenianern Abel Kirui und Wilson Kipsang gewann.

Der Schweizer Viktor Röthlin kam als Elfter ins Ziel, Marcel Tschopp aus Liechtenstein belegte Rang 75, der Österreicher Günther Weidlinger musste das Rennen aufgeben.

Athleten aus Deutschland nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträger

Olympiasieger Samuel Wanjiru (Kenia
 Kenia)
2:06:32 h Peking 2008
Weltmeister Abel Kirui (Kenia
 Kenia)
2:07:38 h Daegu 2011
Europameister Wettbewerb nicht im Meisterschaftsprogramm Helsinki 2012
Zentralamerika und Karibik-Meister Mayagüez 2011
Südamerika-Meister Buenos Aires 2011
Asienmeister Mohammed Abduh Bakhet (KatarKatar Katar) 2:21:06 h Pattaya 2011
Afrikameister Wettbewerb nicht im Meisterschaftsprogramm Porto-Novo 2012
Ozeanienmeister Jonathan Peters (AustralienAustralien Australien) 2:20:05 h Gold Coast 2012

Bestehende Rekorde

Weltrekord Patrick Musyoki (Kenia
 Kenia)
2:03:38 h Berlin, Deutschland 25. September 2011[1]
Olympischer Rekord Samuel Wanjiru (Kenia
 Kenia)
2:06:32 h Marathon von Peking, Volksrepublik China 24. August 2008

Anmerkung:
Alle Zeiten in diesem Beitrag sind nach Londoner Ortszeit (UTC±0) angegeben.

Streckenführung

Streckenplan des Marathonlaufes
Streckenplan des Marathonlaufes
Höhenprofil der Strecke
Höhenprofil der Strecke

Start und Ziel des Marathonlaufes befanden sich auf der Straße The Mall in Sichtweite des Buckingham Palace. Zuerst ging es Richtung Nordosten bis zum Trafalgar Square, dann nach rechts bis zum Ufer der Themse. Dort ging es weiter rechts in Richtung Süden entlang der Uferstraße. Am Londoner Wahrzeichen Big Ben bog der Kurs wiederum nach rechts in Richtung Westen ab. Weiter ging es entlang des St. James’ Parks und an dessen Ende in einem Bogen nach Norden. So führte die Strecke am Victoria Memorial wieder auf die Straße The Mall.

Der Weg verlief nun bis zur Themse, dort diesmal nach links Richtung Norden, wo die Strecke in einen Rundkurs von ca. zwölf Kilometern mündete, der drei Mal zu absolvieren war. Der Weg folgte dem Nordufer der Themse bis zur Blackfriars Bridge und bog dann nach links in die Innenstadt ab. Die St Paul’s Cathedral wurde passiert, anschließend das Museum of London. Dann wandte sich der Weg nach Osten und folgte einer kurvenreichen Streckenführung. Es ging vorbei am Mansion House, an der Bank of England und am Leadenhall Market bis zum Tower of London. Hier wendete der Kurs in Richtung Themseufer. Es ging zurück bis zum Big Ben, entlang des St. James’ Parks zum Victoria Memorial und dann zum Start- und Zielpunkt. Nach zwei weiteren Runden endete das Rennen schließlich auf The Mall.

Insgesamt hatten die Athleten einen Höhenunterschied von ca. sechzehn Metern zu bewältigen. Start und Ziel lagen auf fünf Metern Höhe, die tiefste Stelle auf ca. 1,5 Metern am Themseufer. Der höchste Punkt von 17,7 Metern wurde bei der St Paul’s Cathedral erreicht.[2]

Rennverlauf

12. August 2012, 11.00 Uhr

Das Rennen war von Beginn an nicht übermäßig schnell, aber von Bummeltempo konnte zu keiner Zeit die Rede sein. Bereits vor der 10-km-Marke setzte sich mit dem Brasilianer Franck de Almeida eine erster Läufer einige Sekunden vom Feld ab. Er wurde jedoch bald wieder gestellt. Schon wenig später gab es durch den Kenianer Wilson Kipsang einen erneuten Versuch, sich zu lösen. Kipsang legte nun ein sehr hohes Tempo vor und lief mit 14:20, 14:59 und 15:01 min die drei schnellsten 5-km-Abschnitte des gesamten Rennens überhaupt. Es bildete sich eine achtköpfige Verfolgergruppe. Kipsang arbeitete zwar zwischenzeitlich einen Vorsprung von bis zu fünfzehn Sekunden heraus, doch seine Gegner ließen sich nicht entscheidend abschütteln. Bei Kilometer dreißig schlossen sein Landsmann Abel Kirui und Stephen Kiprotich aus Uganda zu Kipsang auf. Direkt hinter ihnen folgte der Äthiopier Ayele Abshero, der jedoch nicht herankam und bald zurückfiel. Bei Kilometer 35 führten die drei Spitzenreiter mit einem Vorsprung von über einer Minute auf den Brasilianer Marílson dos Santos. Eine weitere Minute zurück folgten der Japaner Kentarō Nakamoto und der US-Amerikaner Meb Keflezighi.

Kiprotich griff nach 37 Kilometern an und zog an den beiden Kenianern vorbei. Kirui lag bei Kilometer vierzig neunzehn Sekunden zurück, Kipsang weitere 32 Sekunden dahinter. Stephen Kiprotich gewann schließlich das Rennen und kam 26 Sekunden vor Abel Kirui ins Ziel. Dritter wurde Wilson Kipsang mit einem Rückstand von 1:36 min auf Stephen Kiprotich. Meb Keflezighi zog auf den letzten Kilometern noch vorbei an Marílson dos Santos. Keflezighis Rückstand auf den Bronzemedaillengewinner betrug 1:29 Minuten, sein Vorsprung auf dos Santos ganze vier Sekunden. Der Japaner Kentarō Nakamoto belegte sechs Sekunden hinter dos Santos den sechsten Rang.

Stephen Kiprotich ist der erste Olympiasieger und Medaillengewinner Ugandas im Marathonlauf. Es war der zweite Olympiasieg Ugandas überhaupt in der olympischen Geschichte nach 1972, als John Akii-Bua in München den 400-Meter-Hürdenlauf gewann.

Der als unabhängiger Olympiateilnehmer startende Guor Marial stammt aus dem Südsudan.

Zwischenzeiten
Zwischenzeit-
Marke
Zwischenzeit Führende(r) 5-km-Zeit
5 km 15:23 min Wilson Kipsang Kiprotich in großer Gruppe 15:23 min
10 km 30:38 min Franck de Almeida – 8 s vor großer Verfolgergruppe 15:15 min
15 km 44:58 min Wilson Kipsang – 13 s vor 8köpfiger Verfolgergruppe 14:20 min
20 km 59:57 min Wilson Kipsang – 14 s vor 7köpfiger Verfolgergruppe 14:59 min
25 km 1:14:58 h Kipsang – 7 s vor Kirui, Kiprotich, Abshero 15:01 min
30 km 1:30:15 h Kirui, Kipsang, Kiprotich – 36 s vor Abshero und 40 s vor dos Santos 15:16 min
35 km 1:46:03 h Kirui, Kipsang, Kiprotich – 1:13 min vor dos Santos und 2:12 min vor Nakamoto, Keflezighi 15:38 min
40 km 2:01:12 h Kiprotich – 19 s vor Kirui / 51 s vor Kipsang und 2:32 min vor dos Santos 15:08 min

Ergebnis

Platz Name Bild Nation Zeit (h)
0 1 Stephen Kiprotich
UgandaUganda Uganda 2:08:01
0 2 Abel Kirui
Kenia
 Kenia
2:08:27
0 3 Wilson Kipsang
Kenia
 Kenia
2:09:37
0 4 Meb Keflezighi
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2:11:06
0 5 Marílson dos Santos
BrasilienBrasilien Brasilien 2:11:10
0 6 Kentarō Nakamoto
JapanJapan Japan 2:11:16
0 7 Cuthbert Nyasango
Simbabwe
 Simbabwe
2:12:08
0 8 Paulo Roberto Paula
BrasilienBrasilien Brasilien 2:12:17
0 9 Henryk Szost
PolenPolen Polen 2:12:28
10 Ruggero Pertile
ItalienItalien Italien 2:12:45
11 Viktor Röthlin
SchweizSchweiz Schweiz 2:12:48
12 Oleksandr Sitkowskyj
UkraineUkraine Ukraine 2:12:56
13 Franck de Almeida
BrasilienBrasilien Brasilien 2:13:35
14 Alexei Reunkow
RusslandRussland Russland 2:13:49
15 Wirimai Juwawo Simbabwe
 Simbabwe
2:14:09
16 Michael Shelley
AustralienAustralien Australien 2:14:10
17 Emmanuel Mutai
Kenia
 Kenia
2:14:49
18 Rachid Kisri
MarokkoMarokko Marokko 2:15:09
19 Yared Asmerom
Eritrea
 Eritrea
2:15:24
20 Dylan Wykes
KanadaKanada Kanada 2:15:26
21 Raúl Pacheco
PeruPeru Peru 2:15:35
22 Eric Gillis
KanadaKanada Kanada 2:16:00
23 Dmitri Safronow
RusslandRussland Russland 2:16:04
24 Carles Castillejo
SpanienSpanien Spanien 2:16:17
25 Iaroslav Mușinschi
Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 2:16:25
26 Marius Ionescu
RumänienRumänien Rumänien 2:16:28
27 Reid Coolsaet
KanadaKanada Kanada 2:16:29
28 Martin Dent
AustralienAustralien Australien 2:16:29
29 Witalij Schafar
UkraineUkraine Ukraine 2:16:36
30 Lee Merrien
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 2:17:00
31 Ignacio Cáceres SpanienSpanien Spanien 2:17:11
32 Lee Du-haeng Korea SudSüdkorea Südkorea 2:17:19
33 Faustine Mussa
TansaniaTansania Tansania 2:17:39
34 José Carlos Hernández
SpanienSpanien Spanien 2:17:48
35 Miguel Barzola
ArgentinienArgentinien Argentinien 2:17:54
36 Urige Buta
NorwegenNorwegen Norwegen 2:17:58
37 Grigori Andrejew
RusslandRussland Russland 2:18:20
38 José Amado García
GuatemalaGuatemala Guatemala 2:18:23
39 Daniel Vargas
MexikoMexiko Mexiko 2:18:26
40 Ryo Yamamoto
JapanJapan Japan 2:18:34
41 Jesper Faurschou
DanemarkDänemark Dänemark 2:18:44
42 Kári Steinn Karlsson
IslandIsland Island 2:18:47
43 Lusapho April
SudafrikaSüdafrika Südafrika 2:19:00
44 Mike Tebulo
Malawi
 Malawi
2:19:11
45 Arata Fujiwara
JapanJapan Japan 2:19:11
46 Primož Kobe
SlowenienSlowenien Slowenien 2:19:28
47 Guor Marial
Olympia
 Unabhängige Olympiateilnehmer
2:19:32
48 Luís Feiteira
PortugalPortugal Portugal 2:19:40
49 Stephen Mokoka
SudafrikaSüdafrika Südafrika 2:19:52
50 Miguel Ángel Almachi
Ecuador
 Ecuador
2:19:53
51 Bat-Otschiryn Ser-Od
Mongolei
 Mongolei
2:20:10
52 Pak Song-chol
Korea Nord
 Nordkorea
2:20:20
53 Kim Kwang-hyok
Korea Nord
 Nordkorea
2:20:20
54 Dong Guojian
China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 2:20:39
55 Anuradha Cooray
Sri Lanka
 Sri Lanka
2:20:41
56 Methkal Abu Drais
Jordanien
 Jordanien
2:21:00
57 Mark Kenneally
IrlandIrland Irland 2:21:13
58 Yonas Kifle
Eritrea
 Eritrea
2:21:25
59 Iwan Babaryka
UkraineUkraine Ukraine 2:21:52
60 Carlos Cordero MexikoMexiko Mexiko 2:22:08
61 Scott Overall
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 2:22:37
62 Pedro Mora
Venezuela
 Venezuela
2:22:40
63 Jeff Hunt
AustralienAustralien Australien 2:22:59
64 Stsiapan Rahautsou
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 2:23:23
65 César Lizano
Costa RicaCosta Rica Costa Rica 2:24:16
66 Samson Ramadhani
TansaniaTansania Tansania 2:24:53
67 Jan Kreisinger
TschechienTschechien Tschechien 2:25:03
68 Mohammed Abduh Bakhet
KatarKatar Katar 2:25:17
69 Jussi Utriainen
FinnlandFinnland Finnland 2:26:25
70 Arturo Malaquías
MexikoMexiko Mexiko 2:26:37
71 Wissem Hosni
TunesienTunesien Tunesien 2:26:43
72 Tamás Kovács
UngarnUngarn Ungarn 2:27:48
73 Jang Sin-kweon
Korea SudSüdkorea Südkorea 2:28:20
74 Antoni Bernadó
AndorraAndorra Andorra 2:28:34
75 Marcel Tschopp
LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 2:28:54
76 Bekir Karayel
TurkeiTürkei Türkei 2:29:38
77 Chang Chia-che
Chinesisch Taipeh
 Chinesisch Taipeh
2:29:58
78 Ram Singh Yadav
IndienIndien Indien 2:30:06
79 Jean Pierre Mvuyekure
Ruanda
 Ruanda
2:30:19
80 Konstantinos Poulios
GriechenlandGriechenland Griechenland 2:33:17
81 Zohar Zemiro
IsraelIsrael Israel 2:34:59
82 Jeong Jin-hyeok
Korea SudSüdkorea Südkorea 2:38:45
83 Juan Carlos Cardona
KolumbienKolumbien Kolumbien 2:40:13
84 Augusto Ramos Soares
Osttimor
 Osttimor
2:45:09
85 Tsepo Ramonene
Lesotho
 Lesotho
2:55:54
DNF Abdihakem Abdirahman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Ayele Abshero
Athiopien
 Äthiopien
Abderrahime Bouramdane
MarokkoMarokko Marokko
Ali Mabruk El-Zaidi Libyen
 Libyen
Getu Feleke Athiopien
 Äthiopien
Tayeb Filali
AlgerienAlgerien Algerien
Ilunga Mande Zatara
Kongo Demokratische Republik
 Demokratische Republik Kongo
Ryan Hall
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Abraham Kiprotich FrankreichFrankreich Frankreich
Li Zicheng China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
Abdellatif Meftah
FrankreichFrankreich Frankreich
Coolboy Ngamole
SudafrikaSüdafrika Südafrika
Roman Prodius Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau
Dino Sefir Athiopien
 Äthiopien
Rui Pedro Silva
PortugalPortugal Portugal
Patrick Tambwé
FrankreichFrankreich Frankreich
Samuel Tsegay
Eritrea
 Eritrea
Günther Weidlinger OsterreichÖsterreich Österreich
Darko Živanović
SerbienSerbien Serbien
Valērijs Žolnerovičs LettlandLettland Lettland

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 687 (englisch), abgerufen am 11. September 2018
  2. David Monti im Portal Running.competitor am 24. April 2012 (englisch), abgerufen am 11. September 2018
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Olympische Sommerspiele 2012/Leichtathletik – Marathon (Männer)
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