Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – 4 × 400 m (Frauen) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – 4 × 400 m (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 4-mal-400-Meter-Staffel
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 61 Athletinnen aus 16 Ländern
Wettkampfort Estádio Nilton Santos
Wettkampfphase 19. August 2016 (Vorläufe)
20. August 2016 (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Jamaika
 Jamaika
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien

Die 4-mal-400-Meter-Staffel der Frauen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde am 19. und 20. August 2016 im Estádio Nilton Santos ausgetragen. In sechzehn Staffeln nahmen 61 Athletinnen teil.

Die Goldmedaille gewann die Staffel der USA in der Besetzung Courtney Okolo, Natasha Hastings, Phyllis Francis und Allyson Felix sowie den im Vorlauf außerdem eingesetzten Taylor Ellis-Watson und Francena McCorory. Silber ging an Jamaika mit Stephenie Ann McPherson, Anneisha McLaughlin-Whilby, Shericka Jackson und Novlene Williams-Mills sowie den im Vorlauf außerdem eingesetzten Christine Day und Chrisann Gordon. Bronze errang Großbritannien (Eilidh Doyle, Anyika Onuora, Emily Diamond, Christine Ohuruogu / im Vorlauf außerdem: Kelly Massey).

Auch die in den Vorläufen für die Medaillenstaffeln eingesetzten Läuferinnen erhielten entsprechendes Edelmetall.

Die deutsche Staffel schied in der Vorrunde aus.
Staffeln aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträgerinnen

Olympiasiegerinnen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:16,87 min London 2012
Weltmeisterinnen Jamaika
 Jamaika
3:19,13 min Peking 2015
Europameisterinnen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 3:25,05 min Amsterdam 2016
Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meisterinnen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:25,39 min San José 2015
Südamerika-Meisterinnen BrasilienBrasilien Brasilien 3:34,51 min Lima 2015
Asienmeisterinnen China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 3:33,44 min Wuhan 2015
Afrikameisterinnen SudafrikaSüdafrika Südafrika 3:28,49 min Durban 2016
Ozeanienmeisterinnen Papua-Neuguinea
 Papua-Neuguinea
3:52,66 min Cairns 2015

Bestehende Rekorde

Weltrekord SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
(Tazzjana Ljadouskaja, Olga Nasarowa, Marija Pinigina, Olha Bryshina)
3:15,17 min Seoul, Südkorea 1. Oktober 1988[1]
Olympischer Rekord Finale von Seoul, Südkorea

Anmerkung: Alle Zeitangaben sind auf die Ortszeit Rio (UTC-3) bezogen.

Vorrunde

Die Vorrunde wurde in zwei Läufen durchgeführt. Für das Finale qualifizierten sich pro Lauf die ersten drei Staffeln. Darüber hinaus kamen die beiden nachfolgend zeitschnellsten Mannschaften, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Teams sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Lauf 1

Szene aus dem 1. Vorlauf:Zweiter Wechsel bei den USA von Taylor Ellis-Watson auf Francena McCorory
Szene aus dem 1. Vorlauf:
Zweiter Wechsel bei den USA von Taylor Ellis-Watson auf Francena McCorory
Letzter Wechsel bei Brasilien von Letícia de Souza auf Jaílma de Lima, rechts die Australierin Caitlin Sargent-Jones und die Französin Marie Gayot, links Bianca Răzor aus Rumänien
Letzter Wechsel bei Brasilien von Letícia de Souza auf Jaílma de Lima, rechts die Australierin Caitlin Sargent-Jones und die Französin Marie Gayot, links Bianca Răzor aus Rumänien

19. August 2016, 20:40 Uhr

Platz Nation Besetzung Zeit (min) Anmerkung
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Courtney Okolo
Taylor Ellis-Watson
Francena McCorory
Phyllis Francis
3:21,42
2 UkraineUkraine Ukraine Alina Lohwynenko
Olha Bibik
Tetjana Melnyk
Olha Semljak
3:24,54
3 PolenPolen Polen Małgorzata Hołub
Patrycja Wyciszkiewicz
Iga Baumgart
Justyna Święty
3:25,34
4 AustralienAustralien Australien Jessica Thornton
Anneliese Rubie
Caitlin Sargent-Jones
Morgan Mitchell
3:25,71
5 FrankreichFrankreich Frankreich Phara Anacharsis
Brigitte Ntiamoah
Marie Gayot
Floria Gueï
3:26,18
6 NiederlandeNiederlande Niederlande Madiea Ghafoor
Lisanne de Witte
Nicky van Leuveren
Laura de Witte
3:26,98 NR
7 RumänienRumänien Rumänien Adelina Pastor
Anamaria Ioniță
Andrea Miklós
Bianca Răzor
3:29,87
8 BrasilienBrasilien Brasilien Joelma Sousa
Geisa Aparecida Coutinho
Letícia de Souza
Jaílma de Lima
3:30,27

Lauf 2

Szene aus dem 2. Vorlauf:Wechsel bei Jamaika von McLaughlin-Whilby auf Gordon, links dahinter die Britin Massey
Szene aus dem 2. Vorlauf:
Wechsel bei Jamaika von McLaughlin-Whilby auf Gordon, links dahinter die Britin Massey

19. August 2016, 20:51 Uhr

Platz Nation Besetzung Zeit (min) Anmerkung
1 Jamaika
 Jamaika
Christine Day
Anneisha McLaughlin-Whilby
Chrisann Gordon
Novlene Williams-Mills
3:22,38
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Emily Diamond
Anyika Onuora
Kelly Massey
Christine Ohuruogu
3:24,81
3 KanadaKanada Kanada Carline Muir
Alicia Brown
Noelle Montcalm
Sage Watson
3:24,94
4 ItalienItalien Italien Maria Benedicta Chigbolu
Maria Enrica Spacca
Ayomide Folorunso
Libania Grenot
3:25,16 NR
5 DeutschlandDeutschland Deutschland Laura Müller
Friederike Möhlenkamp
Lara Hoffmann
Ruth Spelmeyer
3:26,02
6 BahamasBahamas Bahamas Lanece Clarke
Anthonique Strachan
Carmiesha Cox
Christine Amertil
3:26,36 NR
7 IndienIndien Indien Nirmala Sheoran
Tintu Lukka
M. R. Poovamma
Anilda Thomas
3:29,53
8 Kuba
 Kuba
Lisneidy Veitia
Gilda Casanova
Roxana Gomez
Daisurami Bonne
3:30,11

Finale

20. August 2016, 22:00 Uhr

Als Favoritinnen galten die Olympiasiegerinnen aus den USA, die Weltmeisterinnen aus Jamaika und die Weltjahresbesten aus Großbritannien. Zu den Teams mit guten Aussichten auf vordere Platzierungen gehörten zudem Frankreich und Kanada. Die Französinnen hatten allerdings den Endlauf nicht erreicht.

Es gab folgende Besetzungsänderungen gegenüber den Vorläufen:

  • USA – Natasha Hastings für Taylor Ellis-Watson und Allyson Felix für Francena McCorory
  • Jamaikas – Stephenie McPherson für Christine Day und Shericka Jackson für Chrisann Gordon
  • Großbritannien – Eilidh Doyle für Kelly Massey

Das Finale begann mit einem Angriff der Jamaikanerin Stephenie Ann McPherson, die bis zur zweiten Kurve auf die US-Läuferin Courtney Okolo aufholen konnte. Doch auf der Zielgeraden zum ersten Wechsel kam Okolo wieder auf und konnte als Erste wechseln. Hinter Jamaika lagen die Britinnen und die Kanadierinnen. Die US-Staffel lief nun einen Vorsprung von fünf Metern auf Jamaika heraus, zehn Meter dahinter folgte die britische Staffel vor Kanada und Polen. Auf der Geraden vor dem zweiten Wechsel wurde die Britin Anyika Onuora noch von der Kanadierin Alicia Brown und der Polin Patrycja Wyciszkiewicz überholt. Jamaika hatte den Rückstand auf die USA auf zwei Meter verkürzen können. Beim vorletzten Wechsel kam es zwischen der Polin Iga Baumgart und der Kanadierin Alicia Brown zu einer kleinen Kollision, die jedoch keine weiteren Auswirkungen hatte.

Die dritte Läuferin der USA Phyllis Francis konnte den Vorsprung auf Jamaika zwischenzeitlich wieder vergrößern, doch nach der Gegengeraden verkürzte Jamaika den Abstand wieder. Hinter Kanada auf Platz drei kamen die Australierinnen auf, die zuerst Polen und dann die Britinnen überholen konnten. Doch die Britin Emily Diamond konterte den Angriff, zog an Polen und Australien vorbei und schloss zu der Kanadierin Noelle Montcalm auf. Beim letzten Wechsel hatte Jamaika den US-Vorsprung auf einen Meter verkürzt. Vierzig Meter dahinter folgte Großbritannien, dahinter lagen Kanada und Australien.

Auf der letzten Runde lief Allyson Felix für die USA, für Jamaika ging die älteste Teilnehmerin des Wettbewerbs Novlene Williams-Mills ins Rennen. Williams-Mills kam anfangs immer näher an Felix heran, doch in der zweiten Kurve wurde klar, dass sich die Jamaikanerin übernommen hatte, die US-Amerikanerin kam mit acht Metern Vorsprung vor Williams-Mills ins Ziel. Dahinter lagen die Britinnen, die die kanadische Staffel auf Distanz halten konnten. Hinter Kanada kam die Ukraine auf Platz fünf vor Italien, Polen und Australien. Damit ergab sich auf den Medaillenplätzen der exakt gleiche Einlauf wie bei der 4-mal-100-Meter-Staffel.

Im zwölften olympischen Finale gab es den siebten Sieg einer US-Staffel. Es war zugleich der sechste Sieg in Folge. Allyson Felix gewann hier ihre sechste Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Zusätzlich hatte sie noch drei Silbermedaillen auf ihrem Konto.

Platz Nation Besetzung Zeit (min) Anmerkung
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Courtney Okolo
Natasha Hastings
Phyllis Francis
Allyson Felix
im Vorlauf außerdem:
Taylor Ellis-Watson
Francena McCorory
3:19,06
2 Jamaika
 Jamaika
Stephenie Ann McPherson
Anneisha McLaughlin-Whilby
Shericka Jackson
Novlene Williams-Mills
im Vorlauf außerdem:
Christine Day
Chrisann Gordon
3:20,34
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Eilidh Doyle
Anyika Onuora
Emily Diamond
Christine Ohuruogu
im Vorlauf außerdem:
Kelly Massey
3:25,88
4 KanadaKanada Kanada Carline Muir
Alicia Brown
Noelle Montcalm
Sage Watson
3:26,43
5 UkraineUkraine Ukraine Alina Lohwynenko
Olha Bibik
Tetjana Melnyk
Olha Semljak
3:26,64
6 ItalienItalien Italien Maria Benedicta Chigbolu
Maria Enrica Spacca
Ayomide Folorunso
Libania Grenot
3:27,05
7 PolenPolen Polen Małgorzata Hołub
Patrycja Wyciszkiewicz
Iga Baumgart
Justyna Święty
3:27,28
8 AustralienAustralien Australien Jessica Thornton
Anneliese Rubie
Caitlin Sargent-Jones
Morgan Mitchell
3:27,45

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 804 (englisch), abgerufen am 13. Oktober 2018
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