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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – 800 m (Frauen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin 800-Meter-Lauf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 65 Athletinnen aus 46 Ländern
Wettkampfort Estádio Nilton Santos
Wettkampfphase 17. August 2016 (Vorläufe)
18. August 2016 (Halbfinale)
20. August 2016 (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Caster Semenya (SudafrikaSüdafrika RSA)
Francine Niyonsaba (BurundiBurundi BDI)
Margaret Wambui (Kenia
 KEN)

Der 800-Meter-Lauf der Frauen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde am 17., 18. und 20. August 2016 im Estádio Nilton Santos ausgetragen. 65 Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde die Südafrikanerin Caster Semenya. Silber errang Francine Niyonsaba aus Burundi. Die Kenianerin Margaret Wambui gewann die Bronzemedaille.

Für Deutschland starteten Christina Hering und Fabienne Kohlmann, die beide im Vorlauf ausschieden.
Die Schweizerin Selina Büchel scheiterte im Halbfinale.
Athletinnen aus Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Rose Lokonyen aus dem Südsudan nahm als aus ihrem Heimatland geflohene Flüchtlings-Athletin unter der olympischen Flagge und dem Kürzel ROT (Refugee Olympic Team) teil.

Geschlechtsstatusfrage

Immer wieder taucht im Zusammenhang mit der Athletin Caster Semenya die Frage nach dem Geschlechtsstatus auf. Hier handelt es sich um eine heikle Problematik, die Frage ist, wo sind die Grenzen zu setzen, wie sollen entsprechende Kontrollen gestaltet werden, inwieweit sind Athletinnen in ihrer Persönlichkeit beeinträchtigt oder verletzt. Auch in der Vergangenheit war die Frage nach dem Geschlechtsstatus immer wieder aktuell. In den 1930er Jahren ging es um den Deutschen Heinrich Ratjen, der als Hochspringerin bei zahlreichen nationalen und internationalen Veranstaltungen teilweise sehr erfolgreich teilnahm. Alle seine Resultate wurden nach 1938 gestrichen. Allerdings war er im Gegensatz zu Semenya eindeutig ein Mann.[1]

In den 1960er Jahren In den 1960er Jahren wurde das Thema noch einmal auf im Zusammenhang mit den Geschwistern Irina und Tamara Press aus der Sowjetunion aktuell, bei denen die Vermutung auftauchte, dass sie Hermaphroditen seien.[2] Beide verschwanden nach Einführung der sogenannten Sextests, die in der Leichtathletik erstmals bei den Europameisterschaften 1966 realisiert wurden.[3]

Heute sind die Tests zur Feststellung des Geschlechtsstatus in seiner früheren Form abgeschafft.[4] Allerdings stellt sich auch heute wieder die Frage, wo die Grenzen für die Teilnahme von Athletinnen im Frauensport liegen, und es gibt durchaus kritische Stimmen zu einer Teilnahmeberechtigung für Caster Semenya.[5][6]

Aktuelle Titelträgerinnen

Olympiasiegerin Marija Sawinowa (RusslandRussland Russland) 1:56,19 min London 2012
Weltmeisterin Maryna Arsamassawa (WeissrusslandWeißrussland Weißrussland) 1:58,03 min Peking 2015
Europameisterin Natalija Pryschtschepa (UkraineUkraine Ukraine) 1:59,70 min Amsterdam 2016
Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meisterin Chanelle Price (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) 2:00,48 min San José 2015
Südamerika-Meisterin Déborah Rodríguez (UruguayUruguay Uruguay) 2:01,46 min Lima 2015
Asienmeisterin Tintu Lukka (IndienIndien Indien) 2:01,53 min Wuhan 2015
Afrikameisterin Caster Semenya (SudafrikaSüdafrika Südafrika) 1:58,20 min Durban 2016
Ozeanienmeisterin Donna Koniel (Papua-Neuguinea
 Papua-Neuguinea)
2:09,58 min Cairns 2015

Bestehende Rekorde

Weltrekord Jarmila Kratochvilová (Tschechoslowakei
 Tschechoslowakei)
1:53,28 min München, BR Deutschland (heute Deutschland) 26. Juli 1983[7]
Olympischer Rekord Nadeschda Olisarenko (Sowjetunion 1955
 Sowjetunion)
1:53,43 min Finale von Moskau, Sowjetunion (heute Russland) 27. Juli 1980

Anmerkung: Alle Zeitangaben sind auf die Ortszeit Rio (UTC-3) bezogen.

Vorrunde

Die Vorrunde wurde in acht Läufen durchgeführt. Für das Halbfinale qualifizierten sich pro Lauf die ersten beiden Athletinnen. Darüber hinaus kamen die acht Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Läuferinnen sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Lauf 1

Die Ukrainerin Olha Ljachowa schied als Sechste ihres Vorlaufs aus
Die Ukrainerin Olha Ljachowa schied als Sechste ihres Vorlaufs aus

17. August 2016, 10:55 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Lynsey Sharp Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 2:00,83
2 Amela Terzić SerbienSerbien Serbien 2:00,99
3 Sahily Diago Kuba
 Kuba
2:01,38
4 Angie Petty NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2:02,40
5 Justine Fedronic FrankreichFrankreich Frankreich 2:02,73
6 Olha Ljachowa UkraineUkraine Ukraine 2:03,02
7 Florina Pierdevară RumänienRumänien Rumänien 2:03,32
8 Ciara Everard IrlandIrland Irland 2:07,91

Lauf 2

Die Kasachin Margarita Mukaschewa erreichte als Fünfte ihres Vorlaufs nicht die nächste Runde
Die Kasachin Margarita Mukaschewa erreichte als Fünfte ihres Vorlaufs nicht die nächste Runde

17. August 2016, 11:02 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Caster Semenya SudafrikaSüdafrika Südafrika 1:59,31
2 Ajee Wilson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1:59,44
3 Shelayna Oskan-Clarke Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 1:59,67
4 Wang Chunyu China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 1:59,93
5 Margarita Mukaschewa KasachstanKasachstan Kasachstan 2:00,97
6 Claudia Bobocea RumänienRumänien Rumänien 2:03,75
7 Rose Lokonyen IOC
 Refugee Olympic Team
2:16,64 Heimatland: Südsudan
8 Houleye Ba Mauretanien
 Mauretanien
2:43,52
DNF Rababe Arafi MarokkoMarokko Marokko

Lauf 3

Die Niederländerin Sifan Hassan erreichte mit ihrem fünften Rang aus dem Vorlauf nicht das Semifinale
Die Niederländerin Sifan Hassan erreichte mit ihrem fünften Rang aus dem Vorlauf nicht das Semifinale

17. August 2016, 11:09 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Selina Büchel SchweizSchweiz Schweiz 1:59,00
2 Margaret Wambui Kenia
 Kenia
1:59,66
3 Natalija Pryschtschepa UkraineUkraine Ukraine 1:59,80
4 Gudaf Tsegay Athiopien
 Äthiopien
2:00,13
5 Sifan Hassan NiederlandeNiederlande Niederlande 2:00,27
6 Tintu Lukka IndienIndien Indien 2:00,58
7 Selma Kajan AustralienAustralien Australien 2:05,20
8 Tsepang Sello Lesotho
 Lesotho
2:10,22

Lauf 4

Die Isländerin Aníta Hinriksdóttir belegte Rang sechs im vierten Halbfinale und schied damit aus
Die Isländerin Aníta Hinriksdóttir belegte Rang sechs im vierten Halbfinale und schied damit aus

17. August 2016, 11:16 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Melissa Bishop KanadaKanada Kanada 1:58,38
2 Maryna Arsamassawa WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 1:58,44
3 Habitam Alemu Athiopien
 Äthiopien
1:58,99
4 Noélie Yarigo BeninBenin Benin 1:59,12 NR
5 Halimah Nakaayi UgandaUganda Uganda 1:59,78
6 Aníta Hinriksdóttir IslandIsland Island 2:00,14 NR
7 Christina Hering DeutschlandDeutschland Deutschland 2:01,04
8 Fatma El Sharnouby AgyptenÄgypten Ägypten 2:21,24

Lauf 5

17. August 2016, 11:23 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Eunice Sum Kenia
 Kenia
1:59,83
2 Natalija Lupu UkraineUkraine Ukraine 1:59,91
3 Kate Grace Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1:59,96
4 Renée Eykens BelgienBelgien Belgien 2:00,00
5 Tigist Assefa Athiopien
 Äthiopien
2:00,21
6 Winnie Nanyondo UgandaUganda Uganda 2:02,77
7 Amna Bakhit Sudan
 Sudan
2:07,65
8 Swe Li Myint Myint Myanmar
 Myanmar
2:16,98

Lauf 6

Die Kubanerin Mary Almanza scheiterte trotz ihres dritten Platzes in ihrem Vorlauf bereits in der Vorrunde
Die Kubanerin Mary Almanza scheiterte trotz ihres dritten Platzes in ihrem Vorlauf bereits in der Vorrunde

17. August 2016, 11:30 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Angelika Cichocka PolenPolen Polen 2:00,42
2 Yusneysi Santiusti ItalienItalien Italien 2:00,45
3 Rose Mary Almanza Kuba
 Kuba
2:00,50
4 Malika Akkaoui MarokkoMarokko Marokko 2:00,52
5 Hedda Hynne NorwegenNorwegen Norwegen 2:01,64
6 Déborah Rodríguez UruguayUruguay Uruguay 2:01,86
7 Simoya Campbell Jamaika
 Jamaika
2:02,07
8 Charline Mathias LuxemburgLuxemburg Luxemburg 2:09,30

Lauf 7

Eglė Balčiūnaitė aus Litauen erreichte mit dem sechsten Rang ihres Vorlaufs nicht das Halbfinale
Eglė Balčiūnaitė aus Litauen erreichte mit dem sechsten Rang ihres Vorlaufs nicht das Halbfinale

17. August 2016, 11:37 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Joanna Jóźwik PolenPolen Polen 2:01,58
2 Winny Chebet Kenia
 Kenia
2:01,65
3 Esther Guerrero SpanienSpanien Spanien 2:01,85
4 Lisneidy Veitia Kuba
 Kuba
2:02,10
5 Rénelle Lamote FrankreichFrankreich Frankreich 2:02,19
6 Eglė Balčiūnaitė LitauenLitauen Litauen 2:02,98
7 Kenia Sinclair Jamaika
 Jamaika
2:03,76
8 Flávia de Lima BrasilienBrasilien Brasilien 2:03,78

Lauf 8

17. August 2016, 11:44 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Francine Niyonsaba BurundiBurundi Burundi 1:59,84
2 Lovisa Lindh SchwedenSchweden Schweden 2:00,04
3 Natoya Goule Jamaika
 Jamaika
2:00,49
4 Lucia Hrivnák Klocová SlowakeiSlowakei Slowakei 2:00,57
5 Julija Karol WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 2:01,09
6 Chrishuna Williams Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2:01,19
7 Fabienne Kohlmann DeutschlandDeutschland Deutschland 2:05,36
8 Elisabeth Mandaba Zentralafrikanische Republik
 Zentralafrikanische Republik
2:11,70 NR
  • Die Rumänin Florina Pierdevară wurde Siebte im ersten Vorlauf und schied damit aus
    Die Rumänin Florina Pierdevară wurde Siebte im ersten Vorlauf und schied damit aus
  • Die Irin Ciara Everard scheiterte als Achte ihres Vorlaufs in der Vorrunde
    Die Irin Ciara Everard scheiterte als Achte ihres Vorlaufs in der Vorrunde
  • Ein sechster Platz im zweiten Vorlauf war für die Rumänin Claudia Bobocea zu wenig, um im Halbfinale dabei zu sein
    Ein sechster Platz im zweiten Vorlauf war für die Rumänin Claudia Bobocea zu wenig, um im Halbfinale dabei zu sein
  • Die als geflüchtete Athletin für das sog. Refugee Olympic Team gestartete Rose Lokonyen aus dem Südsudan schied mit ihrem siebten Platz ihres Vorlaufes aus
    Die als geflüchtete Athletin für das sog. Refugee Olympic Team gestartete Rose Lokonyen aus dem Südsudan schied mit ihrem siebten Platz ihres Vorlaufes aus
  • Der siebte Platz in ihrem Vorlauf reichte der Deutschen Christina Hering nicht für die Halbfinalteilnahme
    Der siebte Platz in ihrem Vorlauf reichte der Deutschen Christina Hering nicht für die Halbfinalteilnahme
  • Déborah Rodríguez aus Uruguay schied als Sechste ihres Vorlaufs in der Vorrunde aus
    Déborah Rodríguez aus Uruguay schied als Sechste ihres Vorlaufs in der Vorrunde aus
  • Die Spanierin Esther Guerrero wurde Dritte im siebten Vorlauf, was ihr nicht für ein Weiterkommen reichte
    Die Spanierin Esther Guerrero wurde Dritte im siebten Vorlauf, was ihr nicht für ein Weiterkommen reichte
  • Die Französin Rénelle Lamote schied als Fünfte ihres Vorlaufs aus
    Die Französin Rénelle Lamote schied als Fünfte ihres Vorlaufs aus
  • Die Jamaikanerin Natoya Goule erreichte trotz eines dritten Platzes im Vorlauf nicht die nächste Runde
    Die Jamaikanerin Natoya Goule erreichte trotz eines dritten Platzes im Vorlauf nicht die nächste Runde
  • Als Vierte des achten Halbfinalrennens schied die Slowakin Lucia Hrivnák Klocová in der Vorrunde aus
    Als Vierte des achten Halbfinalrennens schied die Slowakin Lucia Hrivnák Klocová in der Vorrunde aus
  • Die Deutsche Fabienne Kohlmann erreichte mit ihrem siebten Platz im achten Vorlauf nicht das Semifinale
    Die Deutsche Fabienne Kohlmann erreichte mit ihrem siebten Platz im achten Vorlauf nicht das Semifinale

Halbfinale

In den drei Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils zwei besten Athletinnen für das Finale. Darüber hinaus kamen auch die zwei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Läuferinnen sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Lauf 1

Die Belgierin Renée Eykens schied als Fünfte ihres Rennens im Halbfinale aus
Die Belgierin Renée Eykens schied als Fünfte ihres Rennens im Halbfinale aus

18. August 2016, 21:15 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Margaret Wambui Kenia
 Kenia
1:59,21
2 Francine Niyonsaba BurundiBurundi Burundi 1:59,59
3 Ajee Wilson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1:59,75
4 Natalija Pryschtschepa UkraineUkraine Ukraine 1:59,95
5 Renée Eykens BelgienBelgien Belgien 2:00,45
6 Halimah Nakaayi UgandaUganda Uganda 2:00,63
7 Yusneysi Santiusti ItalienItalien Italien 2:00,80
8 Angelika Cichocka PolenPolen Polen 2:01,29

Lauf 2

Szene aus dem 2. Halbfinale:Sum und Alemu vor Büchel, Bishop und Jóźwik, es folgen Lupu und Lindh
Szene aus dem 2. Halbfinale:
Sum und Alemu vor Büchel, Bishop und Jóźwik, es folgen Lupu und Lindh

18. August 2016, 21:23 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Joanna Jóźwik PolenPolen Polen 1:58,93
2 Melissa Bishop KanadaKanada Kanada 1:59,05
3 Selina Büchel SchweizSchweiz Schweiz 1:59,35
4 Lovisa Lindh SchwedenSchweden Schweden 1:59,41
5 Shelayna Oskan-Clarke Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 1:59,45
6 Habitam Alemu Athiopien
 Äthiopien
2:00,07
7 Eunice Sum Kenia
 Kenia
2:00,88
8 Natalija Lupu UkraineUkraine Ukraine 2:02,10

Lauf 3

18. August 2016, 21:31 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Caster Semenya SudafrikaSüdafrika Südafrika 1:58,15
2 Lynsey Sharp Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 1:58,65
3 Kate Grace Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1:58,79
4 Maryna Arsamassawa WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 1:58,87
5 Noélie Yarigo BeninBenin Benin 1:59,78
6 Winny Chebet Kenia
 Kenia
2:01,90
7 Amela Terzić SerbienSerbien Serbien 2:03,81
8 Wang Chunyu China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 2:04,05
  • Die Polin Angelika Cichocka wurde Achte im ersten Halbfinale und schied damit aus
    Die Polin Angelika Cichocka wurde Achte im ersten Halbfinale und schied damit aus
  • Winny Chebet aus Kenia erreichte mit ihrem sechsten Platz im dritten Halbfinale nicht den Endlauf
    Winny Chebet aus Kenia erreichte mit ihrem sechsten Platz im dritten Halbfinale nicht den Endlauf
  • Die Serbin Amela Terzić scheiterte als Siebte ihres Laufs im Semifinale
    Die Serbin Amela Terzić scheiterte als Siebte ihres Laufs im Semifinale

Finale

20. August 2016, 21:15 Uhr

Für das Finale hatten sich jeweils eine Athletin aus Burundi, Großbritannien, Kanada, Kenia, Polen, Südafrika, Weißrussland und den USA qualifiziert.

Als Favoritinnen traten die südafrikanische Olympiasiegerin von 2012 Caster Semenya sowie die weißrussische Europameisterin von 2014 und amtierende Weltmeisterin Maryna Arsamassawa an. Weitere Kandidatinnen für vordere Platzierungen waren die kanadische Vizeweltmeisterin Melissa Bishop und die britische Vizeeuropameisterin von 2014 Lynsey Sharp. Aber auch die beiden Afrikanerinnen Margaret Wambui aus Kenia und Francine Niyonsaba aus Burundi, die im ersten Halbfinale einen sehr guten Eindruck hinterlassen hatten, waren als starke Läuferinnen einzuschätzen.

Schon in der ersten Kurve übernahm Semenya die Führung. Auf der Gegengeraden schloss Niyonsaba zur Südafrikanerin auf. Hinter den beiden liefen Arsamassawa, Bishop und Sharp. In der zweiten Kurve setzte sich Wambui hinter Arsamassawa auf den vierten Platz. Mit 57,59 s für die ersten vierhundert Meter legte die weiter führende Semenya ein schnelles Tempo vor. Zu Beginn der letzten Runde ging Niyonsaba an Semenya vorbei und erlief sich einen Vorsprung von circa zwei Metern. Hinter Semenya lag nun Bishop, die aber innen von Arsamassawa überholt wurde. Kurz darauf zog Wambui an Arsamassawa vorbei. Eingangs der Zielgeraden forcierte Semenya das Tempo und übernahm wieder die Führung. Mit ihrem unwiderstehlichen Endspurt wurde Caster Semenya schließlich mit einem Vorsprung von rund acht Metern Olympiasiegerin und verbesserte dabei den südafrikanischen Landesrekord. Francine Niyonsaba kam als Zweite vor Margaret Wambui ins Ziel. Auch Melissa Bishop erzielte als Vierte einen neuen Landesrekord. Platz fünf in diesem schnellen Rennen belegte die Polin Joanna Jóźwik vor Lynsey Sharp. Mitfavoritin Maryna Arsamassawa musste sich mit Rang sieben zufriedengeben. Achte wurde die US-Amerikanerin Kate Grace

Caster Semenya wiederholte damit ihren Olympiasieg von 2012.

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
1 Caster Semenya SudafrikaSüdafrika Südafrika 1:55,28 NR
2 Francine Niyonsaba BurundiBurundi Burundi 1:56,49
3 Margaret Wambui Kenia
 Kenia
1:56,89
4 Melissa Bishop KanadaKanada Kanada 1:57,02 NR
5 Joanna Jóźwik PolenPolen Polen 1:57,37
6 Lynsey Sharp Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 1:57,69
7 Maryna Arsamassawa WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 1:59,10
8 Kate Grace Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1:59,57
  • Olympiasiegerin:Caster Semenya, Südafrika
    Olympiasiegerin:
    Caster Semenya, Südafrika
  • Gewinnerin der Silbermedaille:Francine Niyonsaba aus Burundi
    Gewinnerin der Silbermedaille:
    Francine Niyonsaba aus Burundi
  • Gewinnerin der Bronzemedaille:Margaret Wambui, Kenia
    Gewinnerin der Bronzemedaille:
    Margaret Wambui, Kenia
  • Die Kanadierin Melissa Bishop erreichte den vierten Platz
    Die Kanadierin Melissa Bishop erreichte den vierten Platz
  • Die Polin Joanna Jóźwik belegte im Finale Rang fünf
    Die Polin Joanna Jóźwik belegte im Finale Rang fünf
  • Die Britin Lynsey Sharp kam auf den sechsten Platz
    Die Britin Lynsey Sharp kam auf den sechsten Platz
  • Die Olympiasiebte Maryna Arsamassawa aus Weißrussland
    Die Olympiasiebte Maryna Arsamassawa aus Weißrussland
  • Die US-Amerikanerin Kate Grace wurde Olympiaachte
    Die US-Amerikanerin Kate Grace wurde Olympiaachte

Videos

Einzelnachweise

  1. Das Doppelleben der Dora Ratjen auf ndr.de 18. November 2011, abgerufen am 11. Oktober 2018
  2. Zwischen Ruhm und Argwohn Allgemeine Zeitung, abgerufen am 11. Oktober 2018
  3. Intersexualität als Problem des Hochleistungssports, Jennifer de Antoni, Diplomarbeit, Mai 2011 (PDF), abgerufen am 11. Oktober 2018
  4. Der Sex-Test - Sportler beweisen ihr Geschlecht auf 3sat.de 21. August 2009, abgerufen am 11. Oktober 2018
  5. Stichwort Sex-Test, Frankfurter Allgemeine Zeitung 2. August 2009, abgerufen am 11. Oktober 2018
  6. Olympias »schöne« Töchter von Petra Welzel, der Freitag 15. September 2000, abgerufen am 11. Oktober 2018
  7. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 795 (englisch), abgerufen am 11. Oktober 2018
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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – 800 m (Frauen)
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