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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – Dreisprung (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Dreisprung
Geschlecht Männer
Teilnehmer 47 Athleten aus 36 Ländern
Wettkampfort Estádio Olímpico João Havelange
Wettkampfphase 15. August 2016 (Qualifikation)
16. August 2016 (Finale)
Siegerweite 17,86 m
Medaillengewinner
Vereinigte Staaten Christian Taylor (USA)
Vereinigte Staaten Will Claye (USA)
China Volksrepublik Dong Bin (CHN)
2012 2020

Der Dreisprung der Männer bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde am 15. und 16. August 2016 im Estádio Olímpico João Havelange ausgetragen. 47 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der US-Amerikaner Christian Taylor, der vor seinem Landsmann Will Claye gewann. Bronze errang der Chinese Dong Bin.

Für Deutschland ging Max Heß an den Start, der in der Qualifikation ausschied.
Athleten aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträger

Olympiasieger Christian Taylor (Vereinigte Staaten USA) 17,81 m London 2012
Weltmeister 18,21 m Peking 2015
Europameister Max Heß (Deutschland Deutschland) 17,20 m Amsterdam 2016
Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meister Yordanys Durañona (Dominica Dominica) 16,98 m San José 2015
Südamerika-Meister Jhon Murillo (Kolumbien Kolumbien) 16,55 m Lima 2015
Asienmeister Kim Deok-hyeon (Korea Sud Südkorea) 16,86 m Wuhan 2015
Afrikameister Tosin Oke (Nigeria Nigeria) 17,13 m Durban 2016
Ozeanienmeister Tim McGuire (Australien Australien) 14,97 m Cairns 2015

Bestehende Rekorde

Weltrekord Jonathan Edwards (Vereinigtes Konigreich Großbritannien) 18,29 m Göteborg, Schweden 7. August 1995[1]
Olympischer Rekord Kenny Harrison (Vereinigte Staaten USA) 18,09 m Finale von Atlanta, USA 27. Juli 1996

Anmerkungen:

  • Alle Zeitangaben sind auf die Ortszeit Rio (UTC-3) bezogen.
  • Alle Weiten sind in Metern (m) angegeben.

Qualifikation

15. August 2016, 9:30 Uhr

Die Athleten traten zu einer Qualifikationsrunde in zwei Gruppen an. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 16,95 m. Da nur fünf Springer diese Weite übertrafen – hellblau unterlegt, wurde das Finalfeld mit den nachfolgend besten Springern beider Gruppen auf zwölf Sportler aufgefüllt – hellgrün unterlegt. So war schließlich eine Weite von 16,61 m für die Finalteilnahme zu erbringen.

Gruppe A

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m) Anmerkung
1 Dong Bin China Volksrepublik Volksrepublik China 17,10 - - 17,10
2 Will Claye Vereinigte Staaten USA 16,43 16,76 17,05 17,05
3 Cao Shuo China Volksrepublik Volksrepublik China 16,97 - - 16,97
4 Troy Doris Guyana Guyana 16,54 16,58 16,81 16,81
5 Benjamin Compaoré Frankreich Frankreich 16,34 16,57 16,72 16,72
6 Alberto Álvarez Mexiko Mexiko 16,50 16,67 16,60 16,67
7 Ernesto Revé Kuba Kuba 16,13 16,16 16,58 16,58
8 Max Heß Deutschland Deutschland 13,88 x 16,56 16,56
9 Fabrizio Donato Italien Italien 16,54 x x 16,54
10 Leevan Sands Bahamas Bahamas 16,47 x 16,53 16,53
11 Maksim Njaszjarenka Belarus Belarus 16,12 16,39 16,52 16,52
12 Fabian Florant Niederlande Niederlande 16,51 x x 16,51
13 Nazim Babayev Aserbaidschan Aserbaidschan x 16,38 15,60 16,38
14 Rumen Dimitrow Bulgarien Bulgarien 16,23 x 16,36 16,36
15 Daigo Hasegawa Japan Japan 16,17 15,93 x 16,17
16 Olu Olamigoke Nigeria Nigeria 16,10 15,95 15,64 16,10
17 Clive Pullen Jamaika Jamaika x x 16,08 16,08
18 Lewon Aghasjan Armenien Armenien x 15,54 x 15,54
ogV Yordanys Durañona Dominica Dominica x x x - ohne Weite
Muhammad Halim Jungferninseln Amerikanische
 Amerikanische Jungferninseln
x x x
Marian Oprea Rumänien Rumänien x x x
Lascha Torgwaidse Georgien Georgien x x x
Roman Walijew Kasachstan Kasachstan x x x
DNS Pedro Pablo Pichardo Kuba Kuba
  • Der deutsche Europameister Max Heß verfehlte nach einer Verletzung das Finale mit seinen 16,56 m nur um 7 cm
    Der deutsche Europameister Max Heß verfehlte nach einer Verletzung das Finale mit seinen 16,56 m nur um 7 cm
  • Der Italiener Fabrizio Donato sprang 16,54 m und schied damit aus
    Der Italiener Fabrizio Donato sprang 16,54 m und schied damit aus
  • 16,53 m reichten für Leevan Sands von den Bahamas nicht für den Finaleinzug
    16,53 m reichten für Leevan Sands von den Bahamas nicht für den Finaleinzug
  • Der Niederländer Fabian Florant scheiterte mit 16,51 m in der Vorrunde
    Der Niederländer Fabian Florant scheiterte mit 16,51 m in der Vorrunde
  • Marian Oprea aus Rumänien hatte in der Qualifikation drei ungültige Versuche
    Marian Oprea aus Rumänien hatte in der Qualifikation drei ungültige Versuche

Gruppe B

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m) Anmerkung
1 Christian Taylor Vereinigte Staaten USA 17,24 - - 17,24
2 Nelson Évora Portugal Portugal 16,48 16,72 16,99 16,99
3 Karol Hoffmann Polen Polen 16,79 16,75 x x 16,79
4 Jhon Murillo Kolumbien Kolumbien 16,78 16,58 x 16,78
5 Xu Xiaolong China Volksrepublik Volksrepublik China x 16,35 16,65 16,65
6 Lázaro Martínez Kuba Kuba 16,38 x 16,61 16,61
7 Harold Correa Frankreich Frankreich 16,31 16,60 16,55 16,60
8 Chris Benard Vereinigte Staaten USA x 16,44 16,55 16,55
9 Dsmitryj Platnizki Belarus Belarus x 16,48 16,52 16,52
10 Godfrey Khotso Mokoena Sudafrika Südafrika 15,13 16,51 16,44 16,51
11 Tosin Oke Nigeria Nigeria x 16,45 16,47 16,47
12 Mamadou Chérif Dia Mali Mali x 16,45 16,19 16,45
13 Kim Deok-hyeon Korea Sud Südkorea x 16,13 16,36 16,36
14 Jonathan Drack Mauritius Mauritius x x 16,21 16,21
15 Renjith Maheshwary Indien Indien 15,80 16,13 15,99 16,13
16 Pablo Torrijos Spanien Spanien 15,78 16,11 15,74 16,11
17 Hugues Fabrice Zango Burkina Faso Burkina Faso 15,99 x x 15,99
18 Kōhei Yamashita Japan Japan 15,71 15,46 15,66 15,71
19 Arzjom Bandarenka Belarus Belarus 15,43 x x 15,43
20 Wladimir Letnikow Moldau Republik Moldau x 15,29 x 15,29
21 Georgi Zonow Bulgarien Bulgarien x x 15,20 15,20
ogV Latario Collie-Minns Bahamas Bahamas x x x - ohne Weite
Ruslan Kurbanov Usbekistan Usbekistan x x x
Şeref Osmanoğlu Turkei Türkei x x x
  • Dem Franzosen Harold Correa fehlte mit seinen 16,60 m nur ein einziger Zentimeter für die Finalteilnahme
    Dem Franzosen Harold Correa fehlte mit seinen 16,60 m nur ein einziger Zentimeter für die Finalteilnahme
  • Der US-Amerikaner Chris Benard scheiterte mit 16,55 m in der Qualifikation
    Der US-Amerikaner Chris Benard scheiterte mit 16,55 m in der Qualifikation
  • Der Südafrikaner Godfrey Khotso Mokoena sprang 16,51 m und schied aus
    Der Südafrikaner Godfrey Khotso Mokoena sprang 16,51 m und schied aus
  • Mit 16,13 m schied der Inder Renjith Maheshwary in der Vorrunde aus
    Mit 16,13 m schied der Inder Renjith Maheshwary in der Vorrunde aus
  • Der Türke hatte Şeref Osmanoğlu drei ungültige Versuche
    Der Türke hatte Şeref Osmanoğlu drei ungültige Versuche

Finale

16. August 2016, 9:50 Uhr

Für das Finale hatten sich zwölf Athleten qualifiziert, davon fünf über die Qualifikationsweite. die anderen über ihre Platzierungen. Um die Medaillen kämpften drei Chinesen, zwei US-Amerikaner und jeweils ein Athlet aus Frankreich, Guyana, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Polen und Portugal.

Der Olympiasieger von 2012 und amtierende Weltmeister Christian Taylor aus den USA war der eindeutige Favorit für diesen Wettkampf. Auch der US-amerikanische Silbermedaillengewinner von London Will Claye war im Finale dabei und zählte zum Kreis der Medaillenkandidaten. Ebenfalls mit guten Aussichten startete der portugiesische WM-Dritte Nelson Évora. Der zweimalige Vizeweltmeister Pedro Pablo Pichardo aus Kuba konnte verletzungsbedingt nicht antreten und der Deutsche Max Heß, gerade Europameister geworden, schied nach einer Verletzung bereits in der Qualifikation aus.

Gleich im ersten Versuch war die Medaillenvergabe entschieden. Taylor sprang 17,86 m, Claye 17,76 m. Auf Platz drei lag mit 17,58 m der Chinese Dong Bin. An dieser Reihenfolge und den erzielten Bestweiten der ersten Drei änderte sich bis zum Schluss nichts mehr. Taylor hatte in der Folge noch zwei weitere gültige Versuche, die beide ebenfalls für den Sieg gereicht hätten. Dong produzierte zwei Fehlversuche und verzichtete dann auf seine restlichen drei Sprünge. Sein Landsmann Cao Shuo konnte sich im fünften Versuch auf Platz vier verbessern und lag damit vor dem kolumbianischen Südamerika-Meister Jhon Murillo. Nelson Évora aus Portugal, Sieger von 2008, erreichte Platz sechs.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Weite (m) Anmerkung
1 Christian Taylor Vereinigte Staaten USA 17,86 17,77 x 17,77 x x 17,86
2 Will Claye Vereinigte Staaten USA 17,76 x x 17,61 x 17,55 17,76
3 Dong Bin China Volksrepublik Volksrepublik China 17,58 x x - - - 17,58
4 Cao Shuo China Volksrepublik Volksrepublik China 16,78 x 16,89 x 17,13 15,27 17,13
5 Jhon Murillo Kolumbien Kolumbien x 17,09 16,43 16,79 16,66 x 17,09 NR
6 Nelson Évora Portugal Portugal 16,90 16,93 17,03 x x x 17,03
7 Troy Doris Guyana Guyana 16,88 x 16,63 x 16,90 x 16,90
8 Lázaro Martínez Kuba Kuba 16,68 x x 15,89 - 15,23 16,68
9 Alberto Álvarez Mexiko Mexiko 16,26 16,56 16,47 nicht im Finale der
besten acht Springer
16,56
10 Benjamin Compaoré Frankreich Frankreich 15,53 16,54 16,47 16,54
11 Xu Xiaolong China Volksrepublik Volksrepublik China 16,41 x 16,29 16,41
12 Karol Hoffmann Polen Polen 16,31 x x 16,31
  • OlympiasiegerChristian Taylor, USA
    Olympiasieger
    Christian Taylor, USA
  • SilbermedaillengewinnerWill Claye aus den USA
    Silbermedaillengewinner
    Will Claye aus den USA
  • BronzemedaillengewinnerDong Bin, China
    Bronzemedaillengewinner
    Dong Bin, China
  • Der Chinese Cao Shou belegte im Finale Rang vier
    Der Chinese Cao Shou belegte im Finale Rang vier
  • Der Kolumbianer Jhon Murillo kam auf den fünften Platz
    Der Kolumbianer Jhon Murillo kam auf den fünften Platz
  • Der Kubaner Lázaro Évora wurde Olympiasechster
    Der Kubaner Lázaro Évora wurde Olympiasechster
  • Der Franzose Benjamin Martínez erreichte Rang acht
    Der Franzose Benjamin Martínez erreichte Rang acht
  • Der Olympianeunte Alberto Álvarez aus Mexiko
    Der Olympianeunte Alberto Álvarez aus Mexiko
  • Der Franzose Benjamin Compaoré belegte Rang zehn
    Der Franzose Benjamin Compaoré belegte Rang zehn

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 678 (englisch), abgerufen am 7. Oktober 2018
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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – Dreisprung (Männer)
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