Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – Hammerwurf (Männer) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – Hammerwurf (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Hammerwurf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 32 Athleten aus 24 Ländern
Wettkampfort Estádio Nilton Santos
Wettkampfphase 17. August 2016 (Qualifikation)
19. August 2016 (Finale)
Medaillengewinner
Dilschod Nasarow (Tadschikistan
 TJK)
Iwan Zichan (WeissrusslandWeißrussland BLR)
Wojciech Nowicki (PolenPolen POL)

Der Hammerwurf der Männer bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde am 17. und 19. August 2016 im Estádio Nilton Santos ausgetragen. 32 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der Tadschike Dilschod Nasarow, der vor dem Weißrussen Iwan Zichan gewann. Der Pole Wojciech Nowicki errang die Bronzemedaille.

Athleten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträger

Olympiasieger Krisztián Pars (UngarnUngarn Ungarn) 80,59 m London 2012
Weltmeister Paweł Fajdek (PolenPolen Polen) 80,88 m Peking 2015
Europameister 80,93 m Amsterdam 2016
Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meister Roberto Janet (Kuba
 Kuba)
72,72 m San José 2015
Südamerika-Meister Wagner Domingos (BrasilienBrasilien Brasilien) 71,47 m Lima 2015
Asienmeister Dilschod Nasarow (Tadschikistan
 Tadschikistan)
77,68 m Wuhan 2015
Afrikameister Eslam Ibrahim (AgyptenÄgypten Ägypten) 68,92 m Durban 2016
Ozeanienmeister Warren Button (NeuseelandNeuseeland Neuseeland) 58,14 m Cairns 2015

Bestehende Rekorde

Weltrekord Jurij Sedych (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion) 86,74 m Stuttgart, BR Deutschland (heute Deutschland) 30. August 1986[1]
Olympischer Rekord Sergei Litwinow (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion) 84,80 m Finale von Seoul, Südkorea 26. September 1988

Anmerkungen:

  • Alle Zeitangaben sind auf die Ortszeit Rio (UTC-3) bezogen.
  • Alle Weiten sind in Metern (m) angegeben.

Qualifikation

Die Athleten traten zu einer Qualifikationsrunde in zwei Gruppen an. Die Qualifikationsweite für das direkte Erreichen des Finales betrug 76,50 m. Da nur zwei Werfer diese geforderte Weite übertrafen – hellblau unterlegt, wurde das Finalfeld mit den nachfolgend besten Werfern beider Gruppen auf insgesamt zwölf Sportler aufgefüllt – hellgrün unterlegt. So reichten schließlich 73,74 m aus, um im Finale dabei zu sein.

Gruppe A

Der Pole Paweł Fajdek schied mit seinen 72,00 m in der Qualifikation aus
Der Pole Paweł Fajdek schied mit seinen 72,00 m in der Qualifikation aus

17. August 2016, 9:40 Uhr

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m) Anmerkung
1 Wagner Domingos BrasilienBrasilien Brasilien 71,93 74,17 73,65 74,17
2 Marcel Lomnický SlowakeiSlowakei Slowakei 74,16 x 73,47 74,16
3 Jewgeni Winohradow UkraineUkraine Ukraine 73,46 71,85 73,95 73,95
4 Ashraf Amgad el-Seify KatarKatar Katar 72,99 72,62 73,47 73,47
5 Pawel Barejscha WeissrusslandWeißrussland Weißrussland x x 73,33 73,33
6 Roberto Janet Kuba
 Kuba
72,77 71,53 73,23 73,23
7 Paweł Fajdek PolenPolen Polen x 71,33 72,00 72,00
8 Rudy Winkler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA x 71,89 x 71,89
9 Mark Dry Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 70,26 x 71,03 71,03
10 Roberto Sawyers Costa RicaCosta Rica Costa Rica 70,08 x x 70,08
11 Mohamed Mahmoud Hassan AgyptenÄgypten Ägypten 68,47 67,38 69,87 69,87
12 Javier Cienfuegos SpanienSpanien Spanien 68,88 69,73 68,69 69,73
13 Kaveh Mousavi IranIran Iran 63,19 65,03 x 65,03
14 Amanmyrat Hommadow TurkmenistanTurkmenistan Turkmenistan 61,55 61,99 x 61,99
ogV Kibwe Johnson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA x x x - ohne Weite
Marco Lingua ItalienItalien Italien x x x

Gruppe B

73,14 m reichten dem Tschechen Lukáš Melich nicht für die Teilnahme am Finale
73,14 m reichten dem Tschechen Lukáš Melich nicht für die Teilnahme am Finale
Der Grieche Michalis Anastasakis scheiterte mit 71,28 m in der Qualifikation
Der Grieche Michalis Anastasakis scheiterte mit 71,28 m in der Qualifikation

17. August 2016, 11:05 Uhr

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m) Anmerkung
1 Wojciech Nowicki PolenPolen Polen 74,39 74,09 77,64 77,64
2 Iwan Zichan WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 76,51 - - 76,51
3 Dilschod Nasarow Tadschikistan
 Tadschikistan
75,46 76,39 - 76,39
4 Krisztián Pars UngarnUngarn Ungarn 73,54 75,49 - 75,49
5 Diego del Real MexikoMexiko Mexiko 73,20 75,19 x 75,19
6 Serghei Marghiev Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 74,97 73,74 x 74,97
7 David Söderberg FinnlandFinnland Finnland 74,55 70,91 74,64 74,64
8 Sjarhej Kalamojez WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 71,10 74,29 73,00 74,29
9 Lukáš Melich TschechienTschechien Tschechien 70,73 73,14 72,54 73,14
10 Conor McCullough Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 70,64 66,30 72,88 72,88
11 Chris Bennett Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 68,44 70,74 71,32 71,32
12 Michalis Anastasakis GriechenlandGriechenland Griechenland 71,07 x 71,28 71,28
13 Nick Miller Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien x x 70,83 70,83
14 Suhrob Xoʻjayev Usbekistan
 Usbekistan
68,83 x 70,11 70,11
15 Eşref Apak TurkeiTürkei Türkei x x 70,08 70,08
16 Pezhman Ghalehnoei IranIran Iran 69,15 x x 69,15

Finale

19. August 2016, 21:05 Uhr

Für das Finale hatten sich zwölf Athleten qualifiziert, zwei von ihnen direkt über die Qualifikationsweite, die anderen zehn über ihre Platzierungen. Die Teilnehmer kamen aus Brasilien, Finnland, Katar, Mexiko, Moldawien, Polen, Slowakei, Ukraine und Ungarn. Zudem nahmen zwei Weißrussen teil.

Jeder Werfer hatte zunächst drei Versuche, die Weiten der Qualifikationsrunde wurden nicht gewertet. Den besten acht Athleten standen im Anschluss weitere drei Versuche zur Verfügung, die letzten Vier schieden aus.

Durch den dopingbedingten von der IAAF verhängten Ausschluss der russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen waren die drei Jahresbesten 2016 nicht dabei. Der ungarische Olympiasieger von 2012 Krisztián Pars hatte sich für das Finale qualifizieren können. Im Gegensatz zu ihm war der polnische Welt- und Europameister Paweł Fajdek in der Qualifikation gescheitert. Der Weißrusse Iwan Zichan, Weltmeister von 2003 und 2007, der in der Vergangenheit mehrfach als Dopingsünder aufgefallen war, durfte nach einer Sperre. die seine Teilnahme an den Spielen 2012 in London verhindert hatte, hier in Rio wieder dabei sein. Er hatte sich für das Finale qualifiziert und zählte wie Pars zum engeren Favoritenkreis. Weitere Medaillenanwärter waren Vizeweltmeister Dilschod Nasarow aus Tadschikistan und der polnische WM- und EM-Dritte Wojciech Nowicki.

In der ersten Finalrunde setzten sich Nasarow mit 76,16 m und Zichan mit 76,13 m an die Spitze. In Durchgang zwei wechselte die Führung. Zichan lag nun mit 77,43 m vor Nasarow mit 77,24 m. Im dritten Versuch verdrängte Nasarow dann seinen Gegner mit 78,07 m wieder von der Spitze, der Mexikaner Diego del Real schob sich mit 76,05 m auf Platz drei. Weitere Verbesserungen gab es im fünften Versuch. Nasarow gelangen 78,68 m, Zichan 77,79 m, wobei sich im Klassement nichts änderte. Im letzten Durchgang verdrängte der Nowicki den Mexikaner del Real mit 77,73 m dann noch vom Bronzerang.

Dilschod Nasarow gelang der erste Olympiasieg überhaupt für Tadschikistan. Es war zugleich die erste Medaille des Landes in der Leichtathletik.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Weite (m) Anmerkung
1 Dilschod Nasarow Tadschikistan
 Tadschikistan
76,16 77,24 78,07 77,17 78,68 77,68 78,68
2 Iwan Zichan WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 76,13 77,43 73,48 x 77,79 76,34 77,79
3 Wojciech Nowicki PolenPolen Polen x 74,94 74,97 x x 77,73 77,73
4 Diego del Real MexikoMexiko Mexiko 73,35 73,58 76,05 x 70,83 73,57 76,05
5 Marcel Lomnický SlowakeiSlowakei Slowakei 73,33 72,65 74,96 75,09 75,97 74,64 75,97
6 Ashraf Amgad el-Seify KatarKatar Katar 73,88 75,40 74,45 75,20 75,46 74,25 75,46
7 Krisztián Pars UngarnUngarn Ungarn 74,77 75,15 75,28 74,89 74,62 x 75,28
8 David Söderberg FinnlandFinnland Finnland 72,30 x 74,61 74,38 x x 74,61
9 Sjarhej Kalamojez WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 74,22 74,17 73,70 nicht im Finale der
besten acht Werfer
74,22
10 Serghei Marghiev Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 73,31 74,14 x 74,14
11 Jewgeni Winohradow UkraineUkraine Ukraine 73,39 x 74,11 74,11
12 Wagner Domingos BrasilienBrasilien Brasilien x 71,97 72,28 72,28
  • Olympiasieger Dilschod Nasarow, Tadschikistan
    Olympiasieger Dilschod Nasarow, Tadschikistan
  • Silbermedaillengewinner Iwan Zichan, Weißrussland
    Silbermedaillengewinner Iwan Zichan, Weißrussland
  • Der Mexikaner Diego del Real belegte im Finale den vierten Platz
    Der Mexikaner Diego del Real belegte im Finale den vierten Platz
  • Ashraf Amgad Elseify aus Katar wurde Olympiasechster
    Ashraf Amgad Elseify aus Katar wurde Olympiasechster
  • Der Ungar Krisztián Pars kam auf den siebten Rang
    Der Ungar Krisztián Pars kam auf den siebten Rang

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 680 (englisch), abgerufen am 8. Oktober 2018
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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – Hammerwurf (Männer)
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