Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – Speerwurf (Männer) - Wikiwand
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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – Speerwurf (Männer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sportart Leichtathletik
Disziplin Speerwurf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 37 Athleten aus 24 Ländern
Wettkampfort Estádio Nilton Santos
Wettkampfphase 17. August 2016 (Qualifikation)
20. August 2016 (Finale)
Medaillengewinner
Thomas Röhler (DeutschlandDeutschland GER)
Julius Yego (Kenia
 KEN)
Keshorn Walcott (Trinidad und Tobago
 TTO)

Der Speerwurf der Männer bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde am 17. und 20. August 2016 im Estádio Nilton Santos ausgetragen. 37 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der Deutsche Thomas Röhler, der vor dem Kenianer Julius Yego gewann. Bronze ging an Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago.

Neben dem Sieger starteten Johannes Vetter und Julian Weber für Deutschland. Beide qualifizierten sich für das Finale. Vetter wurde Vierter, Weber Neunter.
Athleten aus Österreich, der Schweiz und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträger

Olympiasieger Keshorn Walcott (Trinidad und Tobago
 Trinidad und Tobago)
84,58 m London 2012
Weltmeister Julius Yego (Kenia
 Kenia)
92,72 m Peking 2015
Europameister Zigismunds Sirmais (LettlandLettland Lettland) 86,66 m Amsterdam 2016
Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meister Riley Dolezal (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) 79,30 m San José 2015
Südamerika-Meister Júlio César de Oliveira (BrasilienBrasilien Brasilien) 81,22 m Lima 2015
Asienmeister Huang Shih-feng (Chinesisch Taipeh
 Chinesisch Taipeh)
79,74 m Wuhan 2015
Afrikameister Phil-Mar van Rensburg (SudafrikaSüdafrika Südafrika) 76,04 m Durban 2016
Ozeanienmeister John Crandell (AustralienAustralien Australien) 64,35 m Cairns 2015

Bestehende Rekorde

Weltrekord Jan Železný (TschechienTschechien Tschechien) 98,48 m Jena, Deutschland 25. Mai 1996[1]
Olympischer Rekord Andreas Thorkildsen (NorwegenNorwegen Norwegen) 90,57 m Finale von Peking, Volksrepublik China 23. August 2008

Anmerkungen:

  • Alle Zeitangaben sind auf die Ortszeit Rio (UTC-3) bezogen.
  • Alle Weiten sind in Metern (m) angegeben.

Qualifikation

Die Athleten traten zu einer Qualifikationsrunde in zwei Gruppen an. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 83,00 m. Da nur neun Werfer diese Weite übertrafen – hellblau unterlegt, wurde das Finalfeld mit den nachfolgend besten Werfern beider Gruppen auf zwölf Teilnehmer aufgefüllt – hellgrün unterlegt. So waren schließlich 81,96 m für die Finalteilnahme zu erbringen.

Gruppe A

17. August 2016, 20:30 Uhr

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m) Anmerkung
1 Julian Weber DeutschlandDeutschland Deutschland 84,46 - - 84,46
2 Jakub Vadlejch TschechienTschechien Tschechien 78,23 80,90 83,27 83,27
3 Dmitro Kosinski UkraineUkraine Ukraine 80,08 76,79 83,23 83,23
4 Thomas Röhler DeutschlandDeutschland Deutschland 79,47 81,61 83,01 83,01
5 Braian Toledo ArgentinienArgentinien Argentinien 78,99 81,96 80,36 81,96
6 Joshua Robinson AustralienAustralien Australien 78,87 80,84 76,78 80,84
7 Marcin Krukowski PolenPolen Polen x 78,06 80,62 80,62
8 Kim Amb SchwedenSchweden Schweden 77,91 78,75 80,49 80,49
9 Cyrus Hostetler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 76,48 78,69 79,76 79,76
10 Tero Pitkämäki FinnlandFinnland Finnland 77,91 78,58 79,56 79,56
11 Risto Mätas EstlandEstland Estland 76,23 79,26 79,40 79,40
12 Magnus Kirt EstlandEstland Estland x 77,60 79,33 79,33
13 Rocco van Rooyen SudafrikaSüdafrika Südafrika x 71,05 78,48 78,48
14 Rolands Štrobinders LettlandLettland Lettland 76,76 x 77,73 77,73
15 Stuart Farquhar NeuseelandNeuseeland Neuseeland 74,24 77,32 74,38 77,32
16 Ahmed Bader Magour KatarKatar Katar x 77,19 x 77,19
17 Leslie Copeland Fidschi
 Fidschi
76,04 75,68 x 76,04
18 Sumeda Ranasinghe Sri Lanka
 Sri Lanka
69,62 71,93 x 71,93
ogV Bobur Shokirjonov Usbekistan
 Usbekistan
x x x ohne Weite
  • Dem Polen Marcin Krukowski reichten seine 80,62 m nicht für den Finaleinzug
    Dem Polen Marcin Krukowski reichten seine 80,62 m nicht für den Finaleinzug
  • Der US-Amerikaner Cyrus Hostetler erzielte 79,76 m und schied in der Qualifikation aus
    Der US-Amerikaner Cyrus Hostetler erzielte 79,76 m und schied in der Qualifikation aus
  • Auch der finnische Bronzemedaillengewinner von 2008 Tero Pitkämäki scheiterte mit 79,56 m bereits in der Vorrunde
    Auch der finnische Bronzemedaillengewinner von 2008 Tero Pitkämäki scheiterte mit 79,56 m bereits in der Vorrunde
  • Der Lette Rolands Štrobinders warf 77,73 m, was nicht für die Finalteilnahme ausreichte
    Der Lette Rolands Štrobinders warf 77,73 m, was nicht für die Finalteilnahme ausreichte
  • Der Neuseeländer Stuart Farquhar schied mit 77,32 m in der Vorrunde aus
    Der Neuseeländer Stuart Farquhar schied mit 77,32 m in der Vorrunde aus
  • Der Usbeke Bobur Shokirjonov blieb in der Qualifikation ohne gültigen Wurf
    Der Usbeke Bobur Shokirjonov blieb in der Qualifikation ohne gültigen Wurf

Gruppe B

17. August 2016, 21:55 Uhr

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m) Anmerkung
1 Keshorn Walcott Trinidad und Tobago
 Trinidad und Tobago
88,68 - - 88,68
2 Johannes Vetter DeutschlandDeutschland Deutschland 85,96 - - 85,96
3 Ryōhei Arai JapanJapan Japan 84,16 - - 84,16
4 Petr Frydrych TschechienTschechien Tschechien 78,57 80,17 83,60 83,60
5 Julius Yego Kenia
 Kenia
78,88 x 83,55 83,55
6 Vítězslav Veselý TschechienTschechien Tschechien 81,32 81,32 82,85 82,85
7 Antti Ruuskanen FinnlandFinnland Finnland 82,20 x x 82,20
8 Zigismunds Sirmais LettlandLettland Lettland 76,87 80,65 75,95 80,65
9 Júlio César de Oliveira BrasilienBrasilien Brasilien 79,33 80,49 80,29 80,49
10 Tanel Laanmäe EstlandEstland Estland 80,45 78,78 79,24 80,45
11 John Ampomah GhanaGhana Ghana 79,09 80,39 78,90 80,39
12 Hamish Peacock AustralienAustralien Australien 77,91 76,22 76,40 77,91
13 Ivan Zaysev Usbekistan
 Usbekistan
73,49 72,92 77,83 77,83
14 Ari Mannio FinnlandFinnland Finnland 77,14 76,77 77,73 77,73
15 Łukasz Grzeszczuk PolenPolen Polen 76,31 76,52 76,14 76,52
16 Huang Shih-feng Chinesisch Taipeh
 Chinesisch Taipeh
74,33 x x 74,33
17 Sam Crouser Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 73,78 73,66 x 73,78
18 Sean Furey Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 69,40 72,61 71,35 72,61
  • 80,29 m waren für den brasilianischen Südamerikameister Júlio César de Oliveira zu wenig, um im Finale dabei zu sein
    80,29 m waren für den brasilianischen Südamerikameister Júlio César de Oliveira zu wenig, um im Finale dabei zu sein
  • Der Este Tanel Laanmäe schied mit 80,45 m in der Qualifikation aus
    Der Este Tanel Laanmäe schied mit 80,45 m in der Qualifikation aus
  • Der Usbeke Ivan Zaysev scheiterte mit seinen 77,83 m in der Vorrunde
    Der Usbeke Ivan Zaysev scheiterte mit seinen 77,83 m in der Vorrunde
  • Der Finne Ari Mannio erreichte mit 77,73 m nicht das Finale
    Der Finne Ari Mannio erreichte mit 77,73 m nicht das Finale
  • Der Pole Łukasz Grzeszczuk schied mit 76,52 m in der Vorrunde aus
    Der Pole Łukasz Grzeszczuk schied mit 76,52 m in der Vorrunde aus

Finale

20. August 2016, 20:55 Uhr

Für das Finale hatten sich zwölf Athleten qualifiziert, neun von ihnen direkt über die Qualifikationsweite, weitere drei über ihre Platzierungen. Alle drei Deutschen waren im Finale dabei, ebenso alle drei Tschechen. Komplettiert wurde das Feld durch je einen Athleten aus Argentinien, Finnland, Japan, Kenia, Trinidad und Tobago und der Ukraine.

Jeder Teilnehmer hatte zunächst drei Versuche, die Weiten der Qualifikationsrunde wurden nicht gewertet. Den besten Acht standen im Anschluss weitere drei Versuche zur Verfügung, die letzten Vier schieden aus.

Es wurde ein Dreikampf zwischen dem Olympiasieger von 2012 Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago, dem kenianischen Weltmeister Julius Yego und dem Weltjahresbesten Thomas Röhler aus Deutschland erwartet.

Yego startete im ersten Versuch mit 88,24 m. Hinter ihm platzierten sich Röhler mit 87,40 m und Johannes Vetter aus Deutschland mit 85,32 m. Walcott konnte im zweiten Durchgang mit einem Vorsprung von sechs Zentimetern an Vetter auf den Bronzerang vorbeiziehen. Beim vierten Versuch erlitt Yego eine Knöchelverletzung, durch die er seine letzten beiden Würfe nicht mehr ausführen konnte. In der fünften Runde warf Röhler den Speer auf 90,30 m und übernahm damit die Führung. Dabei blieb es, denn im sechsten Durchgang änderte sich nichts mehr im Klassement.

Julius Yego gewann die erste kenianische Medaille im Speerwurf.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Weite (m) Anmerkung
1 Thomas Röhler DeutschlandDeutschland Deutschland 87,40 85,61 87,07 84,84 90,30 x 90,30
2 Julius Yego Kenia
 Kenia
88,24 x - x - - 88,24
3 Keshorn Walcott Trinidad und Tobago
 Trinidad und Tobago
83,45 85,38 83,38 80,33 x x 85,38
4 Johannes Vetter DeutschlandDeutschland Deutschland 85,32 x 82,54 x 83,61 81,74 85,32
5 Dmitro Kosinski UkraineUkraine Ukraine 82,51 83,95 83,64 81,61 81,21 x 83,95
6 Antti Ruuskanen FinnlandFinnland Finnland x 77,81 83,05 x x 80,00 83,05
7 Vítězslav Veselý TschechienTschechien Tschechien 78,20 82,51 x x x 78,63 82,51
8 Jakub Vadlejch TschechienTschechien Tschechien 80,02 82,42 81,59 80,32 x x 82,42
9 Julian Weber DeutschlandDeutschland Deutschland 80,29 80,13 81,36 nicht im Finale der
besten acht Werfer
81,36
10 Braian Toledo ArgentinienArgentinien Argentinien 77,89 79,51 79,81 79,81
11 Ryōhei Arai JapanJapan Japan 77,89 79,47 72,49 79,47
12 Petr Frydrych TschechienTschechien Tschechien 76,15 76,79 79,12 79,12
  • Olympiasieger Thomas Röhler, Deutschland
    Olympiasieger Thomas Röhler, Deutschland
  • Silbermedaillengewinner Julius Yego aus Kenia
    Silbermedaillengewinner Julius Yego aus Kenia
  • Bronzemedaillengewinner Keshorn Walcott, Trinidad und Tobago
    Bronzemedaillengewinner Keshorn Walcott, Trinidad und Tobago
  • Der Deutsche Johannes Vetter belegte im Finale Rang vier
    Der Deutsche Johannes Vetter belegte im Finale Rang vier
  • Der Finne Antti Ruuskanen wurde Olympiasechster
    Der Finne Antti Ruuskanen wurde Olympiasechster
  • Rang sieben für den Tschechen Vítězslav Veselý
    Rang sieben für den Tschechen Vítězslav Veselý
  • Jakub Vadlejch, der zweite Tscheche im Finale, kam auf den achten Platz
    Jakub Vadlejch, der zweite Tscheche im Finale, kam auf den achten Platz
  • Julian Weber aus Deutschland wurde Olympianeunter
    Julian Weber aus Deutschland wurde Olympianeunter
  • Der Japaner Ryohei Arai belegten Rang elf
    Der Japaner Ryohei Arai belegten Rang elf
  • Der Tscheche Petr Frydrych kam auf den zwölften Platz
    Der Tscheche Petr Frydrych kam auf den zwölften Platz

Video

Einzelnachweise

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 680 (englisch), abgerufen am 8. Oktober 2018
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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – Speerwurf (Männer)
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