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Riesen-Chinaschilf (Miscanthus × giganteus) ist eine natürliche Kreuzung aus dem Chinaschilf (Miscanthus sinensis) und Miscanthus sacchariflorus. Es stammt ursprünglich aus Japan. Um 1935 wurde Miscanthus × giganteus über Dänemark nach Mitteleuropa eingeführt.

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Riesen-Chinaschilf

Riesen-Chinaschilf (Miscanthus × giganteus)

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Panicoideae
Gattung: Miscanthus
Art: Riesen-Chinaschilf
Wissenschaftlicher Name
Miscanthus × giganteus
J.M.Greef & Deuter ex Hodk. & Renvoize
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Miscanthus × giganteus auf einem Feld in Nordrhein-Westfalen

Riesen-Chinaschilf verfügt über den sogenannten C4-Metabolismus, eine unter bestimmten Umweltbedingungen besonders ergiebige Form der Photosynthese; daher zeichnet sich die Pflanze, verglichen mit den C3-Pflanzen, unter bestimmten klimatischen Bedingungen durch eine besonders hohe Biomasseleistung aus. Sie kann auch im europäischen Raum Wuchshöhen von bis zu vier Metern erreichen und wird deshalb vermehrt als nachwachsender Rohstoff zur energetischen und stofflichen Nutzung angebaut.

Eine 2015 erschienene Review-Studie ergab, dass Riesen-Chinaschilf eine der drei ertragreichsten Energiepflanzen ist. Höhere Erträge wurden nur durch Pfahlrohr (Arundo donax) und Napiergras (Pennisetum purpureum) erzielt, wobei deren höhere Erträge nur an einer begrenzten Zahl von Standorten erzielt wurden und deshalb noch durch weitere Studien bestätigt werden müssen.[1]