Smartphone

Mobiltelefon mit umfangreicheren Computer-Funktionalitäten / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Smartphone ([ˈsmaːɐ̯tfoʊ̯n]; [ˈsmɑɹtfoʊ̯n] AE, [ˈsmɑːtˌfəʊ̯n] BE) (englisch, etwa „schlaues Telefon“) nennt man ein Mobiltelefon (umgangssprachlich Handy) mit umfangreichen Computer-Funktionalitäten und Konnektivitäten. Der Begriff dient zur Abgrenzung von herkömmlichen („reinen“) Mobiltelefonen. Frühe Smartphone-Vorläufer vereinigten etwa Ende der 1990er Jahre die Funktionen eines Personal Digital Assistant (PDA) bzw. Organizers, mit dem man z. B. Kontakte und seinen Kalender verwalten konnte, mit der Funktionalität eines reinen Mobiltelefons. Später wurden dem kompakten Gerät auch noch die Funktionen eines transportablen Medienabspielgerätes, einer Digital- und Videokamera und eines GPS-Navigationsgeräts hinzugefügt. Zentrale Merkmale sind Touchscreens zur Bedienung sowie Computer-ähnliche Betriebssysteme. Ein Internetzugang ist wahlweise per mobiler Breitbandverbindung des Mobilfunkanbieters oder WLAN möglich.

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Ein Smartphone zeigt die Hauptseite der deutschsprachigen Wikipedia in der mobilen Version.

Die ersten Mobiltelefone mit Smartphone-Funktionen gab es bereits in den späten 1990er Jahren. Der Begriff Smartphone wurde erstmals im Jahr 1999 von dem schwedischen Unternehmen Ericsson geprägt. Die Einführung des iPhones im Jahr 2007 durch Apple führte zu einem Umbruch im Mobiltelefon-Markt, und die Smartphones gewannen nennenswerte Marktanteile. Heute sind die meisten verkauften Mobiltelefone Smartphones. Durch den permanent mitgeführten Internetzugang löste dies einen Wandel im Internet-Nutzungsverhalten aus, insbesondere bei sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram, und ermöglichte neue Kommunikationsformen über Dienste wie WhatsApp. Diese Möglichkeiten der permanenten Nutzung können allerdings auch das Sozialverhalten der Nutzer verändern, zur Smartphone-Sucht führen oder viele weitere negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben. Zudem ermöglichen sie Big Tech und manchen staatlichen Akteuren eine umfangreichere weltweite automatisierte Massenüberwachung als jemals zuvor.

Als das meistverbreitete Smartphone-Betriebssystem setzte sich in den 2010er Jahren das inzwischen von fast allen Herstellern verwendete Android durch, mit einigem Abstand gefolgt von dem nur auf Apple-Geräten eingesetzten iOS.

Das Smartphone wurde zum Inbegriff des Digital Lifestyle. Als Retronym für Telefone mit bewusst geringem Funktionsumfang hat sich der Begriff „Dumbphone“ (dumb als Gegenteil von smart, siehe Feature-Phone) eingebürgert.