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Steve Ovett

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Steve Ovett Leichtathletik


Steve Ovett (Nr. 388) bei den Olympischen Spielen 1984

Voller Name Stephen Michael John Ovett
Nation Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Geburtstag 9. Oktober 1955
Geburtsort BrightonEngland
Beruf TV-Moderator
Karriere
Disziplin 800-Meter-Lauf, 1500-Meter-Lauf
Bestleistung 1:44,09 min (800 m), 3:30,77 min (1500 m)
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Europameisterschaften 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Commonwealth Games 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
 Olympische Spiele
Gold Moskau 1980 800 m
Bronze Moskau 1980 1500 m
 Europameisterschaften
Gold Prag 1978 1500 m
Silber Rom 1974 800 m
Silber Prag 1978 800 m
 Commonwealth Games
Gold Edinburgh 1986 5000 m
letzte Änderung: 26. August 2015

Steve Ovett OBE (eigentlich: Stephen Michael John Ovett; * 9. Oktober 1955 in Brighton) ist ein ehemaliger britischer Mittel- und Langstreckenläufer, der im 800-Meter-Lauf Olympiasieger wurde.

Leben

Bei den Europameisterschaften 1974 in Rom gewann er Silber über 800 Meter. Zwei Jahre später, bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal, wurde er Fünfter über 800 Meter und kam über 1500 Meter ins Halbfinale. Bei den Europameisterschaften 1978 in Prag gewann er Silber über 800 und Gold über 1500 Meter. Im gleichen Jahr wurde er zur BBC Sports Personality of the Year, zum Sportler des Jahres in Großbritannien, gewählt.

In den darauffolgenden Jahren war er der große Konkurrent seines Landsmannes Sebastian Coe. Obwohl Coe und Ovett die dominierenden Mittelstreckler ihrer Zeit waren, trafen sie zwischen 1972 und 1989 nur in sieben Rennen, fünf davon bei internationalen Meisterschaften, aufeinander. In Grand-Prix-Rennen gingen sie sich aus dem Weg und beschränkten sich darauf, einander in Fernduellen die Weltrekorde und Weltjahresbestzeiten abzunehmen. Beide gehörten dem British Milers' Club an, der sich zum Ziel gesetzt hatte, das Niveau in den Mittelstrecken in Großbritannien hoch zu halten. Das Training Ovetts wurde besonders durch die Ideen Frank Horwills beeinflusst.[1]

Bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau gewann Ovett die Goldmedaille über 800 Meter vor dem favorisierten Coe, während dieser die Goldmedaille auf Ovetts Spezialstrecke, den 1500 Metern, holte und Ovett hier auf den Bronzerang lief.[2] Zwischen 1980 und 1983 stellte Ovett fünf Weltrekorde über 1500 Meter und im Meilenlauf auf. Bei den Weltmeisterschaften 1983 in Helsinki wurde er Vierter über 1500 Meter.

Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles belegte Ovett trotz schwerer, durch den Smog in Los Angeles ausgelöster asthmatischer Beschwerden den achten Platz über 800 Meter. Über 1500 Meter trat er zwar zum Endlauf an, musste aber das Rennen wegen der Atembeschwerden abbrechen. Bei den Weltmeisterschaften 1987 in Rom startete er über 5000 Meter und wurde Zehnter. Danach ließ er seine sportliche Laufbahn langsam ausklingen.

Heute lebt Ovett mit seiner Familie in Australien und arbeitet als Leichtathletikkommentator des kanadischen Fernsehsenders CBC. Sein Bruder Nick Ovett startete bei zwei Olympischen Spielen im Rennrodeln.

Persönliche Bestzeiten

Einzelnachweise

  1. Arnd Krüger: Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850–1997), in: N. Gissel (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Hamburg 1998: Czwalina, S. 41–56.
  2. Butcher, Pat (2005). The Perfect Distance: Ovett and Coe – The Record Breaking Rivalry. Phoenix Press. ISBN 0-7538-1900-7.
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