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Sydfart

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sydfart
Die Sydfart
Schiffsdaten
Flagge Schweden Schweden
andere Schiffsnamen
  • 1879 Olof Trätälja
  • 1965 Hamnfjord
  • 1969 Stigfjord
  • 1972 Ann[1]
Schiffstyp Frachtschiff
Rufzeichen SFWE
Heimathafen Kalmar
Eigner Ångfartygsaktiebolaget 1879
Bauwerft Petter Larsson, Thorskogs Mekaniska Verkstad[2]
Stapellauf 1879
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
31,71 m (Lüa)
Breite 6,53 m
Tiefgang max. 3,25 m
Vermessung 176 BRT
Maschinenanlage
Maschine Volvo Penta TMD120A
Maschinen-
leistung
271 PS (199 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
kn (13 km/h)
Propeller 1 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Rauminhalt 364 m³
Sonstiges
Klassifizierungen SE-A (50), A1, UMS
Registrier-
nummern
IMO 5262768

Das Küstenmotorschiff Sydfart ist das älteste noch als solches in Fahrt befindliche maschinengetriebene Frachtschiff der Welt.[3] Es lief 1879 als dampfgetriebenes Frachtschiff Olof Trätälja bei Thorskog am Göta älv vom Stapel und war nach der schwedisch-norwegischen Sagenfigur Olof Trätälja benannt. Das Schiff ist unverändert in Fahrt und seit 2013 ein schwedisches Kulturdenkmal. Die Sydfart ist auch das Schiff, das die meisten Reisen durch den Säfflekanal absolviert hat.[4] Sie ist fünf Jahre jünger als die Juno, das älteste noch in Dienst befindliche Passagierschiff der Welt und sechs Jahre jünger als die Nordlys, der mutmaßlich älteste aktive Segelfrachter der Welt.[5]

Geschichte

Die Sydfart wurde 1878 auf der Werft von Petter Larsson in Thorskog bei Lilla Edet auf Stapel gelegt.[6] Sie wurde aus Eisen und Bessemer-Stahl gebaut[7] und mit einer vom Schiffbauer angefertigten Verbunddampfmaschine ausgestattet.[8] Das Schiff kam im Jahr darauf als Olof Trätälja für den Reeder Gustav Silvén in Säffle in Fahrt. Seine Abmessungen sind so gewählt, dass die Fahrt durch den Götakanal möglich ist. Ihr Einsatzgebiet waren neben den schwedischen Binnengewässern und der Westküste auch die Nordsee bei Fahrten bis nach England.[3] Es wurde vorwiegend Holz transportiert, vereinzelt wurden aber auch Reisen mit Passagieren unternommen.[4] 1903 erhielt das Schiff einen neuen Dampfkessel.[1]

1908 übernahm der Zellstoffkonzern Billerud einen 50%igen Anteil an der Olof Trätälja und 1913 übernahm Billerud das Schiff ganz. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Billeruds Generaldirektor Christian Storjohann die Bereederung des Schiffs und behielt sie bis 1947 bei.[9][10][11]

1936 wurde das Schiff auf Billeruds Tochterunternehmen Borgviks AB übertragen, das die Bereederung nach 1947 auf Y. Simonson übertrug.[12] Bis in die 1950er Jahre transportierte das Schiff Billerud-Produkte von Säffle nach Göteborg und kehrte mit Stückgut- und Kohle-Rückladungen zurück. 1953 wurde die Olof Trätälja von einer Werft in Karlstad für 150.000 Schwedische Kronen modernisiert, dabei wurde der hintere Mast entfernt und der Schornstein gekürzt[4], die Dampfmaschine durch einen Vierzylinder-Alpha-Dieselmotor mit einer Leistung von 179 kW ersetzt[1] sowie der Laderaum verlängert.[13] Nach dem Umbau konnte das Schiff mit halbierter Besatzung fahren.[4]

Nach den letzten Reisen im Dezember 1964 verkaufte Billerud das zuletzt von A. Philgren bereederte[14] Schiff 1965 für 140.000 Schwedische Kronen an den Reeder Gustaf Johan Wilhelm Sahlning aus Köpmannebro, der es in Hamnfjord umbenannte. Die Eigner wechselten noch mehrmals, bis es 1969 für 155.000 Schwedische Kronen an Olof Göran Berndtsson in Halsbäck verkauft und in Stigfjord umbenannt wurde. 1972 erwarb Anders Ragnar Gustafsson aus Lidköping das Schiff und gab ihm den Namen Ann. 1972 erhielt das Schiff auch einen neuen Hauptmotor, einen Sechszylinder-Diesel von Volvo-Penta mit 265 PS.

Im Jahr 1977 kaufte Sven Larry Hansson das Schiff für 150.000 Schwedische Kronen und taufte es auf seinen heutigen Namen. Er brachte es nach Öland zu seinem neuen Heimathafen Grönhögen in der Gemeinde Mörbylånga.[4] Hansson betrieb die Sydfart zunächst allein, später, als dieser alt genug war, mit seinem Sohn Peter, bis er 2012 starb. Danach wurde die Sydfart von der Eignergesellschaft Ångfartygsaktiebolaget 1879, einem Zusammenschluss mehrerer Personen aus der Schifffahrtsbranche, übernommen und von Kalmar aus eingesetzt, in der Absicht, das Schiff weiterhin in Fahrt zu erhalten. Erlöse gehen nunmehr direkt in die Wartung und den Unterhalt des Schiffes.[15][16][17] Seit 2013 ist die Sydfart in Schweden ein eingetragenes Kulturdenkmal.[18][4]

Havarien

  • Am 15. Oktober 2007 entwickelte die Sydfart auf einer Reise von Bålsta nach Slite mit palettierten Betonplatten vor Landsort, südlich von Nynäshamn, eine Schlagseite von 30 bis 35° nach Backbord und setzte einen Notruf ab. Die daraufhin aus Visby entsandten Hubschrauber, ein Lotsenboot und später Fahrzeuge der Küstenwache begleiteten den Havaristen zum Hafen von Södertälje. Die Ursache der Havarie lag in der Verwendung ungeeigneter Paletten, auf denen die Ladung verrutschte.[19][7]
  • Nach einer Grundberührung im August 2019 vor Stallarholmen am Mälaren konnte die Sydfart freigeschleppt werden. Schäden wurden keine festgestellt.[20][21]

Galerie

  • Olof Trätälja (1952)
    Olof Trätälja (1952)
  • Olof Trätälja (nach 1953)
    Olof Trätälja (nach 1953)
  • Hamnfjord (1966)
    Hamnfjord (1966)
  • Ann (1972)
    Ann (1972)
  • Sydfart (1985)
    Sydfart (1985)

Einzelnachweise

  1. a b c Eintrag zur Sydfart bei faktaomfartyg.se (schwedisch)
  2. varfshistoriska.se
  3. a b Homepage Sydfart (schwedisch)
  4. a b c d e f Första järnångaren -en verklig trotjänare., In: VARVAREN, No. 2, 2018, Varfs- och Sjöfartshistoriska Föreningen i Göta älvdalen (schwedisch)
  5. Reedereiseite, Abschnitt Nordlys (englisch)
  6. Lloyd’s Register of British and Foreign Shipping Vol. 1 Steamers, London, 1897, o. S.
  7. a b Eintrag zur Sydfart bei cargo-vessels-international.at (englisch)
  8. Eintrag in Lloyd’s Register of Ships von 1930
  9. Lloyd’s Register of Shipping 1919/20, Vol. 1 Register of Ships, London, 1920, o. S.
  10. Axel Lindblad, Gustav E. Sandström: Northern Shipping Register 1929, Stockholm, 1929, S. 92/93.
  11. Lloyd’s Register of Shipping 1947/48, Vol. 1 Register of Ships, London, 1948, o. S.
  12. Lloyd’s Register of Shipping 1950/51, Vol. II Register Book, London, 1951, o. S.
  13. Eintrag zur Sydfart bei digitaltmuseum.org (schwedisch)
  14. Lloyd’s Register of Shipping 1965/66, Vol. 1 Register of Ships, London, 1965, o. S.
  15. Barometern, 10. Juni 2006, abgerufen am 23. August 2019 (schwedisch)
  16. Ölands Järnväg über die Sydfart, abgerufen am 23. August 2019 (schwedisch)
  17. Homepage Reederei (schwedisch)
  18. Eintrag über die Sydfart beim schwedischen „Maritime Museum“, abgerufen am 24. August 2019 (schwedisch)
  19. Fredrik Davidsson: Sveriges äldsta lastfartyg illa ute, In: Sjöfarts Tidningen, 16. Oktober 2007.
  20. ESYS.org vom 21. August 2019, abgerufen am 23. August 2019
  21. Sydfart auf vesseltracker.com, abgerufen am 23. August 2019 (englisch)
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