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Tommy Wieringa

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Wieringa (2015)
Wieringa (2015)

Tommy Wieringa (* 20. Mai 1967 in Goor in der Gemeinde Hof van Twente, Provinz Overijssel, Niederlande) ist ein niederländischer Schriftsteller.

Leben

Wieringa verbrachte einen großen Teil seiner Jugend auf den Antillen. Er studierte Geschichte und Journalistik an der Universität Utrecht. Nach eigenen Aussagen verdiente er sich sein Studiengeld als Feuerzeugverkäufer auf Märkten und als Schalterbeamter bei der niederländischen Eisenbahn.

Wieringa hatte 2005 mit seinem Entwicklungsroman Joe Speedboot seinen ersten preisgekrönten Erfolg als Schriftsteller, nachdem er vorher bereits drei Romane veröffentlicht hatte. Für den öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender VPRO schrieb er das Drehbuch für die Episode Laatste Wolf aus der Fernsehserie Goede daden bij daglicht. Für den katholischen Radiosender KRO schrieb er mehrere Hörspiele. Als Journalist war er unter anderem für die Tageszeitungen De Volkskrant und Rails sowie die politische Wochenschrift Vrij Nederland tätig. Einige seiner Kolumnen wurden unter anderem in den Gratiszeitungen De Pers und Sp!ts sowie der satirischen Studentenzeitung Propria Cures veröffentlicht.

Mit der Musikgruppe Donskoy experimentierte Wieringa beim Zusammenspiel von Poesie und Musik und veröffentlichte die CD Beatnik glorie. Des Weiteren trat er auf einigen Festivals als Vortragender auf. 2007 war er Gastpoet an der Technischen Universität Delft.

2010 schrieb Wieringa das Diktat Kakofonie für den belgisch-flämisch/niederländischen Rechtschreibwettbewerb Groot Dictee der Nederlandse Taal. Gewinner des Wettbewerbs war Pieter van Diepen.

Sein im August 2019 auf Deutsch erschienener Roman Santa Rita schildert das Leben und Innenleben der „Verlierer“ in den abgehängten ländlichen Gebieten der Niederlande. Als der einzige Freund des Protagonisten im eigenen Haus Opfer eines brutalen Raubüberfalls wird, kommt Bewegung in den gefühlten „Stillstand“ der „Schrumpfregion“.[1] Für den 2017 in Originalsprache erschienenen Roman erhielt er den niederländischen BookSpot Literaturpreis 2018 sowohl in der Kategorie der Kritiker als auch der Leser.[2]

Preise und Auszeichnungen

Nominierungen

Werke

  • Dormantique’s manco. Roman. 1995.
  • Amok. Roman. 1997.
  • Alles over Tristan. Roman. De Bezige Bij, Amsterdam 2002, ISBN 90-234-0027-5.
  • Pleidooi voor de potscherf. Reisenotizen. Uitgeverij Reservaat, 2005, ISBN 90-74113-17-6.
  • Joe Speedboot. Roman. 2005.
  • Ik was nooit in Isfahaan, Reiseerzählung, auch unter dem Titel De familie onderweg erschienen. 2006.
  • De dynamica van begeerte. De Bezige Bij, Amsterdam 2007, ISBN 978-90-234-2597-7.
  • Mister, 30-Minuten. Beilageheftchen zum Sechserpack von Jan Grand Prestige Bier. 2008.
  • De Boom. erzählt am Bakenesser Avond am 21. Januar 2008. 2008.
  • mit Aart Broek: Met liefde behandelen. eine Hommage an Boeli van Leeuwen. 2008
  • Caesarion. 2009.
  • Ga niet naar zee. 2010.
  • Portret van een heer, Kurzgeschichte. Uitgeverij B for Books, Serie «Literaire juweeltjes», 2011.
  • Dit zijn de namen. Roman. De Bezige Bij, Amsterdam 2012, ISBN 978-90-234-7328-2.
    • deutsch: Dies sind die Namen. Übersetzt von Bettina Bach. Hanser Verlag, München 2016, ISBN 978-3-446-24739-0.
  • Een mooie jonge vrouw. Roman. Stichting Collectieve Propaganda van het Nederlandse Boek, Amsterdam 2014, ISBN 978-90-5965-234-7. (Boekenweekgeschenk 2014)
  • Honorair Kozak. De Bezige Bij, Amsterdam 2015, ISBN 978-90-234-8625-1.
  • mit Jeroen Kooijmans: The Fish Pond Song. De Bezige Bij, Amsterdam 2016, ISBN 978-90-234-9656-4.
  • De leraar die mijn leven veranderde. Uitgeverij Thomas Rap, Amsterdam 2016, ISBN 978-94-004-0552-3.
  • De dood van Murat Idrissi. 2017.
  • De heilige Rita. 2017.
    • deutsch: Santa Rita. Aus dem Niederländischen übersetzt von Bettina Bach, Hanser Verlag, München 2019, 304 S., ISBN 978-3-446-26391-8.
  • Dit is mijn moeder. 2019.

Einzelnachweise

  1. Marten Hahn: Tommy Wieringa: „Santa Rita“: Gemeinsam einsam in der Peripherie, Rezension auf deutschlandfunkkultur.de vom 28. August 2019, abgerufen 29. August 2019
  2. Neue Literatur aus den Niederlanden, Brandenburgisches Literaturbüro, abgerufen 29. August 2019
  3. Soundtrack inklusive. Tommy Wieringas dramatische Familiengeschichte. In: FAZ. 14. September 2011, S. 34.
  4. Tommy Wieringa: Niemandes Herr, niemandes Knecht, Hanser Verlag, abgerufen 29. August 2019
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