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Vater, unser bestes Stück

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Film
OriginaltitelVater, unser bestes Stück
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1957
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Günther Lüders
Drehbuch Eberhard Keindorff
Johanna Sibelius
Produktion Franz Wagner
Musik Ulrich Sommerlatte
Kamera Bruno Stephan
Schnitt Adolph Schlyssleder
Besetzung
Chronologie

Nachfolger →
Ohne Mutter geht es nicht

Vater, unser bestes Stück ist eine deutsche Filmkomödie des Regisseurs Günther Lüders aus dem Jahr 1957. Die Hauptrollen waren mit Ewald Balser und Adelheid Seeck besetzt worden. Das Drehbuch verfassten Eberhard Keindorff und Johanna Sibelius. Es basiert auf dem gleichnamigen Roman von Hans Nicklisch. In der Bundesrepublik Deutschland kam der Film erstmals am 18. Juli 1957 in die Kinos.

Handlung

Der Pädagogikprofessor Wilhelm Keller steckt voller Lebensweisheiten, die er humorvoll bei seiner Kinderschar anzuwenden versucht, was ihm aber nicht immer gelingt. Einer dieser Grundsätze lautet: „Dein Kind ist klüger, als du denkst.“ Andreas, sein Ältester, ist Student und gerade über beide Ohren in die hübsche und in Liebesdingen sehr erfahrene Henriette verliebt. Weil der Junge aber noch viel zu naiv ist, sucht er Hilfe bei seinem Vater. Der aber tut sich schwer mit seinen Ratschlägen. Friedrich, sein Zweitältester, steht kurz vor dem Abitur, hat aber keine Lust, dafür zu lernen, weil er seinen Hang zur Schauspielkunst entdeckt hat. Die 16-jährige Bixi flattert von einem Liebhaber zum nächsten. Das jüngste Familienmitglied, der zehnjährige Thomas, ist ziemlich vorlaut und treibt mit seinen Bemerkungen die Familie des vornehmen Onkels Ferdinand zur Weißglut. Bei so vielen unterschiedlichen Charakteren lässt sich nicht vermeiden, dass es manchmal in der Familie auch kracht. Aber alle sind sich sicher, der Vater werde es schon richten, und damit haben sie auch meistens recht.

Eines Tages gelingt es Keller sogar, seine gesamte Familie zu einem gemeinsamen Urlaub in den sonnigen Süden einzuladen. So kommt es, dass Vater, Mutter und die vier Kinder in dem romantischen Städtchen Porto del Sole an der Adria eintreffen. Nun überstürzen sich die Ereignisse: Das Familienoberhaupt betätigt sich ganz spontan an einem Boccia-Wettbewerb, und zu aller Erstaunen trägt er auch noch den Sieg davon. Dies erzürnt den heimischen Favoriten so sehr, dass er sich mit Keller in eine Keilerei einlässt. Aber auch dabei zieht der Italiener den Kürzeren, was dessen Landsleute mit Schadenfreude zur Kenntnis nehmen. Zur selben Zeit hat Kellers Gattin Mühe, einen aufdringlichen italienischen Romeo wieder loszuwerden. Bixi hingegen genießt es, als sie von einem Carabinieri heftig umschwärmt wird. Andreas turtelt mit der feschen Posthalterin Carlotta am Strand. Andreas saust mit einem geliehenen Motorrad durch die Landschaft, und es dauert nicht lange, bis er das Gefährt völlig ruiniert hat und damit die Urlaubskasse arg strapaziert.

Wieder zu Hause angekommen, muss Keller leicht resignierend feststellen, dass nicht immer nur die Väter mit ihren Kindern Sorgen haben, sondern bisweilen auch die Kinder mit ihren Vätern.

Ergänzungen

Gedreht wurde der Streifen in den Studios der Bavaria Film in Grünwald-Geiselgasteig. Die Bauten wurden von den Filmarchitekten Franz Bi und Bruno Monden entworfen. Ursula Maes steuerte die Kostüme bei. Unter dem Titel Ohne Mutter geht es nicht drehte Erik Ode im Jahr 1958 mit denselben Hauptdarstellern eine Fortsetzung der Geschichte.

Kritik

  • Der Spiegel meint, Hans Nicklischs Vorlage sei von der Drehbuchfirma ins Moderne und zuweilen schon Mondäne umgeleitet worden. Trotzdem aber bleibe der herzliche und versonnene Familienton des Originals erhalten. Ewald Balser mache aus dem kinderreichen Universitätsprofessor die Traumgestalt eines ritterlichen und arglosen Mannes.[2]

Quelle

Programm zum Film: Das Neue Film-Programm, erschienen im gleichnamigen Verlag in Mannheim, ohne Nummernangabe

Einzelnachweise

  1. rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1988), S. 4034
  2. Vater unser bestes Stück In: Der Spiegel 31/1957 vom 31. Juli 1957.
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