Volkseinkommen

volkswirtschaftliche Kennzahl / aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Volkseinkommen ist eine volkswirtschaftliche Kennzahl, die

  • nur im deutschen und im japanischen Sprachraum für die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung gebräuchlich ist, für die es im Englischen keine umgangssprachliche Entsprechung gibt.
  • das Nettonationaleinkommen zu Faktorkosten oder Nettoinländereinkommen darstellt, im Unterschied zum, eher den realen Bezahlungsvorgängen angenäherten, Nettonationaleinkommen zu Marktpreisen (= Nettosozialprodukt),
  • die in Geld ausgedrückte theoretische (also nicht den Marktpreisen, sondern den Faktorkosten entsprechende) Summe aller produzierten Waren und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft bildet und die Summe aller auf diese Weise errechneten, von Inländern im Laufe eines Jahres aus dem In- und Ausland bezogenen, Erwerbs- und Vermögenseinkommen darstellt.

Das Volkseinkommen (nicht mit dem Sozialprodukt zu verwechseln) basiert also auf dem Nettonationaleinkommen, der in Geld ausgedrückten Summe aller produzierten Waren und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft (also nicht den Marktpreisen, sondern den Faktorkosten entsprechende), die verbraucht, investiert oder gegen ausländische Güter eingetauscht worden sind unter Abzug des Werts der Abschreibungen.

Es unterscheidet sich vom Nettonationaleinkommen durch die Hinzufügung des Werts aller Subventionen und durch den Abzug der so genannten Gütersteuern. Der Begriff Gütersteuern umfasst nahezu alle indirekten Steuern inklusive der Umsatzsteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer etc. Außerdem gehört aber auch die Gewerbesteuer zu den Gütersteuern. Die Gütersteuer bilden den vom Aufkommen her überwiegenden Teil der staatlichen Steuereinnahmen.

Im Zwei-Sektoren-Modell werden die einfachen theoretischen Grundlagen und Zusammenhänge des Volkseinkommens dargestellt. Bei Investitionen der Unternehmen kann sich das Volkseinkommen erhöhen, wenn die entstehende Kapazitätsausweitung einen höheren Bedarf an Arbeitskräften mit sich zieht. Man spricht hierbei vom „Einkommenseffekt“.