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Wartturm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Spießturm bei Spieskappel
Der Spießturm bei Spieskappel
Zur Liebenburg zugehörige Warte Hausmannsturm (rechts) um 1520
Zur Liebenburg zugehörige Warte Hausmannsturm (rechts) um 1520
Stadt Damgarten mit Wartturm Jaromarsturm (auf einem Turmhügel) am Grenzpass; der Turm mit Hocheingang und angelegter Leiter (Stralsunder Bilderhandschrift, 1611–1615)
Stadt Damgarten mit Wartturm Jaromarsturm (auf einem Turmhügel) am Grenzpass; der Turm mit Hocheingang und angelegter Leiter (Stralsunder Bilderhandschrift, 1611–1615)

Als Wartturm, Warte, Warth, Wachtturm, Landwarte, Landturm oder Burgwarte wird ein meist einzeln stehender, oft von Wall und Graben umgebener Beobachtungsturm bezeichnet.

Geschichte und Architektur

Warttürme waren in spätmittelalterlicher Zeit in Form einzeln stehender, von Wall und Graben umgebener (Rund-)Türme Bestandteile des vorgeschobenen Befestigungsrings bzw. Rechtsbezirks einer Stadt. Sie umgaben das Weichbild der Städte an Handelsstraßen als Zollstationen und oftmals in Sichtweite zueinander, so dass durch Fahnen- oder Lichtsignale Nachrichten übermittelt werden konnten. Seit dem späten 15. Jahrhundert wurden Warttürme häufig in Landwehren eingebunden,[1] wie dies auch der Fall beim Lindener Turm auf dem Lindener Berg in Hannover war.

Die Bezeichnung stammt vom mittelhochdeutschen Wort warte für „spähendes Ausschauen“.[2]

Manche Warttürme erfüllten eine burgartige Funktion,[1] wofür unter anderem die Friedberger Warte in Frankfurt am Main oder die Hellenwarte bei Fritzlar als Beispiele stehen.

Der engere Zweck der Warttürme war zumeist die Warnung der Stadtbewohner vor von außen anrückenden feindlichen Truppen. Am Beispiel der Göttinger Landwehr konnte jedoch gezeigt werden, dass deren Warttürme als Frühwarnsystem ungeeignet waren, sondern eher eine Überwachungs- und Kontrollfunktion für das von den Landwehren umgebene Binnengelände hatten, um dort den Verkehr zu lenken, Schmuggel und Raub zu behindern sowie Feinde im Binnenland zu erspähen.[3]

Einen Sonderfall stellt die Geleitwarte dar, welche nicht vorrangig eine Warnfunktion für die städtische Verteidigung erfüllte, sondern, bevorzugt an Handelswegen (Altstraßen) errichtet, den Schutz reisender Händler bis zum Rande eines Herrschaftsgebietes sicherstellen sollte und bisweilen als Geleitwechselstation diente. Ein solches Beispiel ist die seit dem Jahr 1340 nachweisbare Berger Warte, ein Wartturm nordöstlich der Stadt Frankfurt am Main außerhalb der damaligen Landwehr der Stadt.

Warttürme waren in der Regel fest gemauerte, hohe Rundtürme, manchmal mit Fachwerk-Aufbau. Die Eingangstür eines Wartturms befand sich üblicherweise in mehreren Metern Höhe und war in diesem Fall nur über eine Leiter zugänglich, die der Turmwächter bei Gefahr einzog. Viele erhaltene Warttürme wurden zu touristischen Aussichtstürmen umgenutzt.

Der das Orts- und Landschaftsbild prägende Charakter der Warttürme hat dazu geführt, dass einige Gemeinden sie im 20. Jahrhundert als Wahrzeichen ins Ortswappen aufnahmen, so zum Beispiel bei der Warte von Wehnde im Landkreis Eichsfeld.

Beispiele

sowie:

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Michael Losse: Warte. In: Horst Wolfgang Böhme, Reinhard Friedrich, Barbara Schock-Werner (Hrsg.): Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen. Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010547-1, S. 259–260. (Html-Version auf books.ub.uni-heidelberg.de, abgerufen am 2. April 2022.)
  2. Warte. In: dwds.de (DWDS, Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute). Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 2. April 2022.
  3. Lennart Jürges: Das Göttinger Landwehrsystem im Licht GIS-gestützter Methoden. In: Südniedersachsen, Zeitschrift für regionale Forschung und Heimatpflege, Jg. 50, 2022, Ausgabe vom 1. März 2022, S. 17–20, hier S. 19 f.
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