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Wilhelmsgreuth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wilhelmsgreuth
Koordinaten: 49° 29′ 37″ N, 10° 32′ 31″ O
Höhe: 420 m ü. NHN
Einwohner: 34 (1. Jun. 2017)[1]
Postleitzahl: 91459
Vorwahl: 09846

Wilhelmsgreuth ist ein Ortsteil des Marktes Markt Erlbach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Geografie

Ca. 0,25 km östlich des Dorfes entspringt der Riegersbach, ein linker Zufluss des Steinbachs, der wiederum ein linker Zufluss der Zenn ist. Der Ort ist weitestgehend von Wald umgeben: im Norden liegt der Oberndorfer Gemeindewald, im Osten und Süden der Leimenschlag und im Westen der Lenkersheimer Gemeindewald.

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schußbach zur Kreisstraße NEA 17 (1,6 km südlich) bzw. zur Staatsstraße 2252 (0,8 km nördlich).[2]

Geschichte

Der Ort wurde 1145/53 in einer Bulle des Papstes Eugen III. neben anderen Orten erstmals namentlich erwähnt, in der dem Kloster Heilsbronn Besitzungen zugesichert wurden.[3] Laut einer anderen Urkunde aus dem Jahr 1165 wurde vom Kloster ein ödes Landstück erworben und an Umwohnende verteilt, die dann darauf erst „Willehalmesrute“ und zwei weitere Orte gegründet haben sollen.[4] Das Kloster erwarb dort insgesamt sechs Anwesen, von denen drei während des Dreißigjährigen Krieges verödeten.[5] Der Ort wurde auch als „Unterngreuth“ bezeichnet.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wilhelmsgreuth (auch Unterngreuth genannt) 7 Anwesen (1 Halbhof, 5 Güter, 1 Häuslein). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Neuhof inne.[7]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wilhelmsgreuth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Linden zugeordnet. Es gehörte der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Jobstgreuth an.[8] Am 1. Januar 1972 wurde Wilhelmsgreuth im Zuge der Gebietsreform nach Markt Erlbach eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002017
Einwohner 62 82 80 88 88 54 46 46 49 47 31 34
Häuser[9] 13 14 15 14 13 10 11 11
Quelle [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b www.markt-erlbach.de
  2. Wilhelmsgreuth im BayernAtlas
  3. G. Muck, Bd. 1, S. 46.
  4. G. Muck, Bd. 1, S. 49; H. Sponholz (Hrsg.), S. 103.
  5. G. Muck, Bd. 2, S. 371 f.
  6. H. H. Hofmann, S. 141.
  7. H. H. Hofmann, S. 141.
  8. H. H. Hofmann, S. 201.
  9. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude.
  10. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 103 (Digitalisat).
  11. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 96 (Digitalisat).
  12. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1060, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1226, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1161 (Digitalisat).
  15. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1234 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1271 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1098 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 805 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 176 (Digitalisat).
  20. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 340 (Digitalisat).
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