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Bahnstrecke Rennes–Saint-Malo

Regionalbahnstrecke in Frankreich Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Bahnstrecke Rennes–Saint-Malo
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Die Bahnstrecke Rennes–Saint-Malo ist eine französische Bahnstrecke im Département Ille-et-Vilaine. Als Zweigstrecke der Bahnstrecke Paris–Brest verbindet sie Rennes, Hauptstadt der Region Bretagne und des Départements, mit der Hafenstadt Saint-Malo, einem stark nachgefragten Touristenziel und Sitz einer Unterpräfektur.

Weitere Informationen Rennes–Saint-Malo ...

Sie ist 81 km lang, durchgehend elektrifiziert und zweigleisig. Bei SNCF Réseau hat sie die Streckennummer 441000.

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Geschichte

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Seit den 1840er Jahren reichten die Städte Saint-Malo, Saint-Servan und Paramé (die beiden letzteren sind heute Stadtteile von Saint-Malo) Gesuche ein, an die geplante „Westbahn“ angeschlossen zu werden.

1851 wurde die Konzession für die Strecke (Paris–) ChartresRennes (–Brest) vergeben. 1855 wurde die Fusion mehrerer Bahngesellschaften zur Compagnie des chemins de fer de l’Ouest (Ouest) besiegelt. Der Staat erteilte die Auflage, mehrere Bahnstrecken zu errichten, darunter auch Rennes–Redon, Rennes–Brest (Finistère) und Rennes–Saint-Malo. Für diese wurde eine Führung bei oder durch Dol-de-Bretagne vorgeschrieben, sie sollte innerhalb von acht Jahren eröffnet werden.[1]

Nachdem Rennes 1858 erreicht war, führte die Ouest die Zweigstrecke nach Saint-Malo zwischen 1860 und 1864 aus. Für den Endbahnhof wählte man eine Stelle genau zwischen Saint-Malo und Saint-Servan aus, in den Dunes du Talards bei einer ehemaligen Bootswerft. Am 27. Juli 1864 wurde die Strecke mit einem großen Fest am Endbahnhof eingeweiht. Die Fahrzeit betrug zweieinhalb Stunden.[2]

Seit 11. Dezember 2005 wird die Strecke elektrisch betrieben, auch um direkte TGV von Paris Gare Montparnasse nach Saint-Malo anbieten zu können. Der Bahnhof in Saint-Malo wurde dazu 260 m zurückgenommen. Das alte Bahnhofsgebäude wurde gegen öffentliche Proteste 2009 abgerissen, um einem städtebaulichen Entwicklungsprojekt Platz zu machen.

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Streckenbeschreibung

Zusammenfassung
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Rennes Pontchaillou im Umbau, Oktober 2016
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Nahverkehrszug in Dol-de-Bretagne
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Endstation Saint-Malo, ein TGV Atlantique, ein AGC und ein X 2100 belegen drei der vier Bahnsteiggleise.
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Heutiger Bahnhofsvorplatz, gleichzeitig alter Bahnhofsstandort in Saint-Malo

Verlauf

Die Strecke beginnt am Abzweig Port-Cahours an der Bahnstrecke Paris–Brest etwa 2500 m westlich vom Bahnhof Rennes. Sie umfährt die Stadt nordwestlich. Sie führt anschließend nach Norden und überquert mehrfach die Ille und den Canal d’Ille-et-Rance, in einer hügeligen Landschaft mit vielen Kurven. Nach Montreuil-sur-Ille, dem Endpunkt des Vorortverkehrs aus Rennes, wird eine für die Trassierung günstigere landwirtschaftlich geprägte Region erreicht, durchsetzt mit Wäldern und Seen. Sie bedient den Bahnhof Combourg, die Stadt des Schlosses von François-René de Chateaubriand und führt weiter nach Norden bis nach Dol-de-Bretagne, wo sie sich mit der Bahnstrecke Lison–Lamballe trifft. Von hier aus führt sie nach Nordwesten und durchquert eine Region mit ausgeprägtem Gemüseanbau. Sie passiert den Bahnhof La GouesnièreCancaleSaint-Méloir-des-Ondes, an dem eine Zweigstrecke aus Miniac-Morvan einfädelte, und erreicht Saint-Malo von Osten her.

Geschwindigkeiten

Die folgende Tabelle gibt die maximal erlaubten Geschwindigkeiten im Verlauf der Strecke an, die von Nahverkehrszügen (TER) und TGV in der Regel auch genutzt werden:[3]

Weitere Informationen Von, Bis ...
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Betrieb

Die Strecke ist eine wichtige Achse im Regionalverkehr (TER), sie ist die nachfragestärkste in der Region Bretagne.[4]

Der Frühjahrsfahrplan 2017[5] sieht werktags 17 Regionalzugfahrten Rennes–Saint-Malo und zwölf Fahrten bis Montreuil vor, fünf weitere fahren von Rennes über Dol nach Caen; der Fahrplan am Wochenende ist demgegenüber ausgedünnt, es gibt jedoch sonnabends ein durchgehendes Zugpaar Nantes–Rennes–Saint-Malo und zurück. Im Fernverkehr sind drei bis vier TGV pro Tag von und nach Paris-Montparnasse unterwegs, meist mit Zwischenhalt in Dol.
Im Sommer kommen weitere Verbindungen hinzu.

Im Personenverkehr sind ausschließlich Triebwagenzüge (überwiegend TGV und Autorail à grande capacité) unterwegs.

Der Güterverkehr ist schwach und nur nach Bedarf unterwegs.

Literatur

  • H. Lartilleux: Géographie universelle des transports: Géographie des chemins de fer français, Band 1, éditions Chaix, 1955.
  • Gérard Blier: Nouvelle géographie ferroviaire de la France, éditions la Vie du rail, Mai 1993.
  • Zeitschrift Rail Passion, Nr. 78, Februar 2004, S. 59.
Commons: Ligne Rennes - Saint-Malo-Saint-Servan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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