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Verordnung (EG) Nr. 110/2008 (Spirituosenverordnung)
Verordnung der EU Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Die umgangssprachlich EU-Spirituosenverordnung genannte Verordnung (EG) Nr. 110/2008definiere Herstellung, Zusammensetzung und Kennzeichnung von hochalkoholischen Getränken für den gemeinsamen Binnenmarkt. Sie schützt außerdem die Bezeichnung vieler Spirituosen mit (oder ohne) geographischen Herkunftsangaben.
Die Verordnung definierte dazu in ihrem Anhang II folgende 46 Kategorien, die sich jeweils in mindestens einer Eigenschaft wie erlaubter und geforderter Herstellungsprozesse, Zutaten, Geschmacks- und Farbstoffe, Alkohol- oder Zuckergehalt unterscheiden:
- Rum
- Whisky/Whiskey
- Getreidespirituose
- Branntwein
- Brandy/Weinbrand
- Trester(brand) (z. B. Grappa)
- Brand aus Obsttrester
- Korinthenbrand (Raisin Brandy)
- Obstbrand
- Brand aus Apfel- oder Birnenwein
- Honigbrand
- Hefebrand (Brand aus Trub)
- Bierbrand (Eau de vie de bière)
- Topinambur (Brand aus Jerusalem-Artischocke)
- Wodka
- Frucht-brand
- Geist
- Enzian
- Spirituosen mit Wacholder
- Gin
- Destillierter Gin
- London Gin
- Kümmel (Spirituose mit Kümmel)
- Aquavit
- Spirituosen mit Anis
- Pastis
- Pastis de Marseille
- Anis
- Destillierter Anis
- Spirituosen mit bitterem Geschmack oder Bitter (auch „Amer“)
- Aromatisierter Wodka
- Likör
- Frucht-creme
- Crème de Cassis
- Guignolet
- Punch au rhum
- Sloe Gin, seit 2015[1] zudem Kategorie Nr. 37a mit Schlehen aromatisierte Spirituose oder Pacharán,
- Sambuca
- Maraschino
- Nocino
- Eierlikör (Advokat)
- Likör mit Eizusatz
- Mistrà
- Spritglögg
- Beerenburg
- Honig-/Metnektar
Außerdem erwähnt wurden Rum-Verschnitt und Slivovice.
Mit Wirkung zum Mai 2021 wurde diese Liste neu gefasst zu 44 Kategorien[2], womit wurde
- Kat. 37a zu Kat. 32 und
neu geordnet wurden die Kategorien
- 33. Likör einschließlich „Liqueur“, „Guignolet“ „Češnjevec“, „Ginja“, „Ginjinha“ oder „Višnjevec“ sowie „Punch au rhum“ (vorher Nr. 36), sofern die Bezeichnung nicht in den folgenden Kategorien und mit Likör kombinierten Bezeichnungen definiert werden,
- 34. -creme (ergänzt durch den Namen einer verwendeten Frucht oder sonstiger verwendeter Ausgangsstoffe oder mit der Bezeichnung Likör), dabei „Crème de cassis“ (vorher allein Nr. 34),
- 35. Sloe Gin
- 36. Sambuca
- 37. Maraschino, Marrasquino oder Maraskino
- 38. Nocino oder Orehovec
- 39. Eierlikör, Advocaat, Avocat oder Advokat
- 40. Likör mit Eizusatz
- 41. Mistrà
- 42. Väkevä glögi oder Spritglögg
- 43. Berenburg oder Beerenburg
- 44. Honignektar oder Metnektar, während Nr. 1–31 weitgehend gleich blieben.
Der über Anh. III der vorigen Verordnung geregelte Schutz von Herkunftsbezeichnungen blieb[3] bis mindestens 13. Mai 2024 wirksam, also bis zum Inkrafttreten der Verordnung (EU) 2024/1143[4] des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. April 2024 über geografische Angaben für Wein, Spirituosen und landwirtschaftliche Erzeugnisse und über garantiert traditionelle Spezialitäten und fakultative Qualitätsangaben für landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 1308/2013, (EU) 2019/787 und (EU) 2019/1753 und zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012.
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Weblinks
- Verordnung (EG) Nr. 110/2008 (Spirituosenverordnung) (außer Kraft)
- Verordnung (EU) 2019/787 (Spirtuosenverordnung) in der konsolidierten Fassung vom 13. Mai 2024 (Nachfolger)
- Die EU-Spirituosenverordnung ‐ eine Bestandsaufnahme, März 2025 (PDF, 380 kB)
Einzelnachweise
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