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Fleischerei

Betrieb zur Herstellung und Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Fleischerei
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Eine Fleischerei ist ein handwerklicher Gewerbebetrieb, der die Produkte eines Schlachthofes nach der Schlachtung zu Fleisch- und Wurstwaren weiterverarbeitet und verkauft. Andere Bezeichnungen für eine Fleischerei sind u. a. Metzgerei, Schlachterei, in Österreich Fleischhauerei oder Fleischhackerei, in Luxemburg auch Metzlerei und in der Schweiz auch Metzg.

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Nasenschild einer Schlachterei in Vorpommern
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Fleischerei
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Metzgerladen

In einer Fleischerei arbeiten Fleischer. Deren Aufgabe ist die Herstellung und Verarbeitung von Fleisch- und Wurstwaren. Fleischerfachgeschäfte bzw. Fleischerläden verfügen heute meist über eine Theke, die als Vitrine ausgeführt ist, sowie häufig auch über eine heiße Theke mit Bain-Marie, in der zubereitete Fleischgerichte und Fleischkäse angeboten werden.

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Fleischerhandwerk in Deutschland

Zusammenfassung
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Weil das Fleischerhandwerk in Deutschland zu den zulassungspflichtigen Handwerken im Sinne der Handwerksordnung zählt, ist der Betrieb einer Fleischerei einem Fleischermeister vorbehalten (Meisterzwang; §1 HwO in Verbindung mit Anlage A, Nr. 32). Es gab Ende 2016 insgesamt 12.797 eigenständige Meisterbetriebe, von denen ungefähr ein Viertel eine oder mehrere Filialen besaß – in über der Hälfte der Fälle jedoch nur eine – sodass insgesamt 21.329 stationäre Verkaufsstellen des Fleischerhandwerks die Bevölkerung versorgten; hinzu kamen noch ca. 5.000 mobile Verkaufsstellen, zum Beispiel auf Wochenmärkten. Die Zahl der Betriebe ist seit langem rückgängig. Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) schrieb im Jahr 2017, die Ursache sei in erster Linie die Schwierigkeit, beim Ausscheiden des Besitzers einen Nachfolger zu finden – dies führte der DFV auf die anspruchsvollen gesetzlichen und behördlichen Anforderungen zurück, die ein Fleischerbetrieb erfüllen muss –, daneben die Abwanderung der Kunden zu Supermärkten und Discountern sowie der Fachkräftemangel.[1] Der Fleischverzehr der deutschen Bevölkerung entwickelt sich seit etwa Mitte der 1990er Jahre langsam rückläufig.[2] Er lag 2018 bei gut 60 kg pro Kopf und Jahr und 2024 51,6 Kilogramm[3], was im historischen Vergleich sehr viel ist: Im Jahr 1950 waren es nur 26,2 kg.[2] Etwa 60 Prozent der Beschäftigten des Fleischerhandwerks arbeiten im Verkauf, vielfach in Teilzeit, um Nachfragespitzen zu bedienen und lange Öffnungszeiten anbieten zu können. Über 20 % sind geringfügig Beschäftigte. (Stand 2016)[1]

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Aushängeschild mit der f-Marke an einem Fleischerfachgeschäft

Der bundesweite Fachverband des deutschen Fleischerhandwerks ist der Deutsche Fleischer-Verband (DFV), ein freiwilliger Zusammenschluss aller 15 Landesinnungsverbände. (Es sind 15, da einerseits Bremen und Niedersachsen sowie Berlin und Brandenburg gemeinsame Innungsverbände haben, andererseits Pfalz und Rheinland-Rheinhessen getrennt sind.) Der DFV vertritt die Interessen des Fleischergewerbes auf nationaler und internationaler Ebene in Gremien und durch Öffentlichkeitsarbeit.[4] Er ist Inhaber der sogenannten „f-Marke“ (ein rot-weißes Markenzeichen, das den Kleinbuchstaben f vor einer Raute zeigt), mit der Fleischerfachgeschäfte gekennzeichnet werden dürfen.[5][6]

Eine internationale Leitmesse der Fleischwirtschaft, die IFFA (Internationale Fleischwirtschaftliche Fachmesse; die Abkürzung wird normalerweise nicht mehr aufgelöst) findet alle drei Jahre auf dem Frankfurter Messegelände statt.[7]

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Commons: Fleischerei – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Fleischerei – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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