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Kappa-Organismus

Art von vererbbaren Symbionten Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Einen Kappa-Organismus oder Kappa-Partikel nennt man in der Biologie vererbbare zytoplasmatische Symbionten (Endosymbionten), die in einigen Stämmen des Wimperntierchens Paramecium (Pantoffeltierchen) vorkommen. Paramecium-Stämme mit diesen Partikeln werden als „Killer-Paramecia“ bezeichnet. Sie setzen eine als Paramecin[1][2] bezeichnete Substanz in das Kulturmedium frei, die für Kappa-Partikel-freie Paramecium tödlich ist. Kappa-Partikel werden in Genotypen von Paramecium aurelia syngen 2 gefunden, die das dominante Gen K tragen.[3][4]

Kappa-Partikel sind Feulgen-positiv und färben sich nach einer Säurehydrolyse mit Giemsa-Färbung. Die Länge der Partikel beträgt 0,2–0,5 μm.[5]

Lange Zeit war man sich unklar über das Wesen der Kappa-Partikel (Viren, Bakterien, Organellen[6] oder einfach nur ein Nukleoprotein).[7] Heute weiß man, dass es sich bei den Partikeln um intrazelluläre bakterielle Symbionten handelt (Caedibacter taeniospiralis, γ-Proteobacteria).[8][9][10] Caedibacter taeniospiralis enthält zytoplasmatische Proteineinschlüsse, sogenannte R-Körper, die als Toxinverteilungssystem fungieren.

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Einzelnachweise

Siehe auch

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