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Relaunch (Öffentlichkeitsarbeit)

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Der oder das Relaunch (englisch für „Wiedereinführung“, zusammengesetzt aus dem Präfix re = „wieder“ bzw. „neu“ und dem Nomen launch = „Start“ oder „Lancierung“) bezeichnet zum einen die Wiedereinführung oder Neubewerbung, zum anderen die Überarbeitung und Verbesserung eines bereits am Markt eingeführten Produktes.[1]

Ein Relaunch dient häufig dazu, ein bestehendes Angebot an veränderte Erwartungen von Zielgruppen oder Marktbedingungen anzupassen – etwa an neue ästhetische Präferenzen, neue technische oder rechtliche Anforderungen oder an die Notwendigkeit klarerer Positionierung im Wettbewerb.[2] Er kann auch darauf abzielen, Rückgänge in Nutzung, Absatz oder Wahrnehmung zu stoppen bzw. die Sichtbarkeit eines Angebots wieder zu erhöhen.[3]

Beispiele für einen Relaunch im Sinne der Überarbeitung und Verbesserung eines bestehenden Produktes oder Angebots sind:

  • Neu gestaltete Verpackung
  • Neues Layout einer Zeitung oder Zeitschrift
  • Überarbeitung einer Website – im fachlichen Sprachgebrauch wird in diesem Zusammenhang auch von „Migration“ gesprochen, insbesondere wenn bestehende Inhalte, Strukturen und URLs technisch in ein neues System oder Design überführt werden; Suchmaschinenanbieter wie Google und spezialisierte Suchmaschinenoptimierungs-Fachliteratur unterscheiden verschiedene Formen solcher Website-Migrationen und weisen auf Risiken für Sichtbarkeit und Auffindbarkeit hin.[4][5][3]
  • Neue Version eines Computerprogramms
  • Neue Modellgeneration eines Mobiltelefons
  • Start einer neuen Filmserie, die inhaltlich eine ältere Serie fortsetzt

Eine solche Überarbeitung kann im Produktlebenszyklus dazu dienen, einen erwarteten oder bereits eingetretenen Absatz- oder Relevanzrückgang im Reifestadium zu bremsen oder umzukehren. Weitere Gründe für einen Relaunch sind veränderter Kundengeschmack (z. B. veränderte Design- oder Usability-Erwartungen), strengere rechtliche bzw. regulatorische Anforderungen (z. B. Barrierefreiheit, Datenschutz, Sicherheitsstandards) oder regionale Besonderheiten der Zielgruppenansprache.[6][2]

Nicht jeder Relaunch ist erfolgreich. Insbesondere bei digitalen Angeboten besteht das Risiko, Stammnutzerinnen und -nutzer zu verlieren, wenn vertraute Strukturen verändert werden, Navigationspfade entfallen oder gewohnte Inhalte nicht mehr auffindbar sind. Gleichzeitig kann ein schlecht geplanter Relaunch von Websites zu deutlichen Ranking- und Sichtbarkeitsverlusten in Suchmaschinen führen, wenn z. B. alte URLs nicht korrekt weitergeleitet werden.[3] Dem potenziellen Gewinn neuer oder zurückgewonnener Nutzergruppen steht somit häufig eine Gruppe gegenüber, die die Neuerung ablehnt oder ganz abspringt.

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Website-Relaunch

Zusammenfassung
Kontext

Als Website-Relaunch wird die umfassende technische, inhaltliche und gestalterische Überarbeitung einer bestehenden Website bezeichnet. Ziel ist in der Regel, Benutzerfreundlichkeit (Usability), visuelle Anmutung (Design/Markenwirkung), Auffindbarkeit (Suchmaschinenoptimierung) und Leistungsfähigkeit (z. B. Ladezeiten, mobile Darstellung, Barrierefreiheit) an aktuelle Erwartungen anzupassen und die strategischen Ziele der Organisation klarer zu unterstützen.[2][6]

Organisationen – darunter Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Hochschulen – planen Website-Relaunches typischerweise in klar definierten Phasen. Beschrieben werden häufig:

  1. Analyse / Bestandsaufnahme: Bestehende Inhalte, Navigationsstrukturen, technische Basis (z. B. CMS), rechtliche Anforderungen (z. B. Barrierefreiheit), Performance und SEO-Status werden bewertet.[6][7]
  2. Konzeption / Informationsarchitektur: Neustrukturierung der Navigation, Reduktion von Redundanzen, Definition klarer Zielgruppenpfade und inhaltlicher Prioritäten (z. B. schnelle Auffindbarkeit von Kontakt- oder Bewerbungsinformationen).[6][2]
  3. Gestaltung / User Experience: Überarbeitung von Layout, Typografie, Bildsprache und Interaktionselementen sowie Anpassung an Corporate Design bzw. Markenauftritt. Öffentliche Einrichtungen betonen zusätzlich Barrierefreiheit („Webseiten für alle“) und verständliche Sprache.[6][7]
  4. Technische Umsetzung / Migration: Implementierung des neuen Designs oder Content-Management-Systems (CMS), Übernahme bzw. Überführung vorhandener Inhalte in das neue System, Einrichtung eines Weiterleitungskonzepts (z. B. 301-Weiterleitungen), Test von Mobil- und Performance-Eigenschaften.[8][3]
  5. Roll-out / Go-live und Nachbetreuung: Live-Schaltung der überarbeiteten Website, Monitoring von technischen Fehlern und Rankings, Schulung der Redaktionen bzw. Seitenverantwortlichen sowie kontinuierliche Optimierung der Inhalte.[6][2]

In der Praxis wird die Bezeichnung „Relaunch“ im Webbereich häufig synonym zu „Redesign“ (fokussiert auf visuelle und UX-Aspekte) verwendet. Streng genommen beschreibt „Relaunch“ jedoch den kombinierten Neustart eines bestehenden Webauftritts mit strukturellen, technischen, inhaltlichen und gestalterischen Änderungen. Suchmaschinenoptimierungs-Fachliteratur spricht bei stark veränderten Websites daher teilweise explizit von „Website-Migration“ statt von „Relaunch“, um den Schwerpunkt auf die Überführung von Inhalten, URLs und internen Verlinkungen in ein neues System zu legen.[9][3]

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Konkrete Beispiele

Siehe auch

Einzelnachweise

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